Digitalisierung in der Landwirtschaft

Auf dem Weg zum digitalen landwirtschaftlichen Betrieb

Bis zum Jahr 2022 sind 50 Mio. € vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin für die Digitalisierung und Modernisierung in der Landwirtschaft bundesweit eingeplant. Einen erheblichen Teil dieses Geldes ist für die Etablierung von digitalen Test- und Experimentierfeldern auf landwirtschaftlichen Betrieben, auf Äckern und in ländlichen Räumen bestimmt, um die Digitalisierung in der Praxis weiter voranzubringen. Bundesweit gibt es 14 geförderte Projekt. Rund 3,5 Mio. € gehen dabei innerhalb der drei Projektjahre nach Schleswig-Holstein.

Virtuelle Landwirtschaft fürs Klassenzimmer und Büro

Projektziele:

Ziel von fünf Verbundpartner ist der Ausbau digitaler Kompetenzen in der Aus- und Weiterbildung zusammen mit sieben landwirtschaftlichen Betrieben, dem Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) und dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND). Ein besonderer Fokus liegt in Schleswig-Holstein dabei auf dem Aufbau eines Netzwerks mit modernen Kommunikationskanälen, um die heutige Landwirtschaft an digitalen Anwendungsfällen zu demonstrieren.

Mithilfe einer lückenlosen Dokumentation der einzelnen Ressourcen in den landwirtschaftlichen Kreisläufen der Projektbetriebe soll ein Stoffstrommodell entwickelt werden. Damit lassen sich Arbeitsabläufe im Kuhstall und auf dem Feld mithilfe von Virtual-Reality-Brillen in jedem Klassenzimmer und Büro abbilden, verstehen und anschließend optimieren. Neben virtuellen Betriebsbesichtigungen soll es künftig möglich werden, das Pflanzenwachstum auf einzelnen Feldern im Zeitraffer zu beobachten.

Co-Working Space stärkt Standort Grüner Kamp

Mit einem innovativen Co-Working Space auf dem Grünen Kamp in Rendsburg und dessen Standortnähe zu vier der fünf Projektpartner sollen sowohl neue Ideen für zukünftige Gründerinnen und Gründer als auch eine physische Anlaufstelle für Interessierte geschaffen werden. Durch den Wissenstransfer zwischen landwirtschaftlicher Praxis, Wissenschaft, Aus- und Weiterbildung in Zusammenarbeit mit Politik und Wirtschaft soll die Digitalisierung nachhaltig und ressourcenschonend in der Agrarwirtschaft Schleswig-Holsteins etabliert werden und darauf aufbauend Innovationsimpulse für Forschung, landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen schaffen.

Projektpartner:

  • Forschungs- und Entwicklungszentrum der Fachhochschule Kiel mit dem Fachbereich Agrarwirtschaft, Osterrönfeld, als Konsortialführer und angewandte Forschungseinrichtung
  • Institut für landwirtschaftliche Verfahrenstechnik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel als wissenschaftliche Forschungseinrichtung
  • Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein als unabhängige Offizialberatung mit Schwerpunkten in der Aus- und Weiterbildung in der Landwirtschaft
  • Deula Schleswig-Holstein als praxisorientierte Bildungseinrichtung mit großem Schulungsgelände
  • Das Berufsbildungszentrum am Nord-Ostsee-Kanal als größter landwirtschaftlicher Schulstandort in Schleswig-Holstein

     

    Ansprechpartner Landwirtschaftskammer

    • Janne Sievers-Otte

      Grüner Kamp 15-17
      24768 Rendsburg

      Tel. +49 4331 9453-231 Mobil +49 151 68839389
      Fax +49 4331 9453-229
      jsievers@lksh.de

      Unternehmensberatung Region Rendsburg-Eckernförde, Beratung Direktvermarktung und Bauernhofgastronomie

    • Leo Warfen

      Beratungsstandort Bad Segeberg Hamburger Straße 115
      23795 Bad Segeberg

      Tel. +49 04551 9598-42 Mobil +49 151 14512791
      Fax +49 04551 9598-50
      lwarfen@lksh.de

      Unternehmensberatung, landwirtschaftliche Wirtschaftsberatung Plön Nord e.V.

    Ansprechpartner FuE Zentrum FH Kiel

    Weitere Auskünfte zum Projekt erteilt

    Jan Henrik Ferdinand

    FuE Zentrum FH Kiel,
    Grüner Kamp 11
    24783 Osterrönfeld
    Tel.: 0 43 31-845-162
    mobil: 0178-302 92 84,
    jan-henrik.ferdinand@fh-kiel.de