Getreide und Raps

Erzeugerpreise Getreide, Raps frei Lager, ab 2 t

Preisermittlung der Landwirtschaftskammer für Schleswig-Holstein
(wöchentliche Berichterstattung im VLK/Kammer-Programm und Marktinformationssystem)
 

24. Woche vom 13.06. bis 19.06.2022

Preise für Terminware zur Lieferung in der Ernte 2022 in Euro/Tonne ohne MwSt.

Mehrwertsteuersatz ab 1. Januar 2022 für pauschalierende Landwirte: 9,5 % beim Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse;

7 % beim Einkauf von Betriebsmitteln landwirtschaftlicher Herkunft, sonst 19 %.

Getreide und Raps

  Spanne Schwerpunktpreis Preis in der Vorjahreswoche
Eliteweizen (E-Weizen) 0,00 - 0,00 0,00 228,00
Qualitätsweizen (A-Weizen) 362,00 - 386,00 370,00 227,00
Brotweizen (B-Weizen) 360,00 - 383,00 368,50 225,00
Brotweizen der Ernte 2021      
Mahl- und Brotroggen 305,00 - 330,00 319,20 194,00
Roggen and. Verwendung 295,00 - 325,00 312,20 193,00
Braugerste 0,00 - 0,00 0,00 199,00
Futtergerste 63- 64. kg/hl 320,00 - 335,00 325,30 202,00
Futtergerste der Ernte 2021      
Futterweizen 345,00 - 366,00 351,60 213,70
Qualitätshafer 315,00 - 337,00 327,40 155,00
Futterhafer 290,00 - 312,00 302,50 146,40
Triticale 317,00 - 335,00 324,00 207,50
Raps 740,00 - 755,00 746,00 558,00
Raps der Ernte 2021      
Futtererbsen 0,00 - 0,00 0,00 264,00
Ackerbohnen 335,00 - 372,00 354,20 234,50

Getreide- und Rapsmarkt:

Warten auf die neue Ernte.

Die Terminkurse weisen weiterhin deutliche Schwankungen auf. An der Matif wirkte sich das ausbreitende Wetterhoch mit Hitze und Trockenheit über Europa aus. Der schwache Euro-Kurs verbessert dagegen die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Getreideexporte, die jedoch nur auf geringem Niveau laufen. Druck nach dem Wochenende kam aus Übersee, in den USA korrigierte der Weizenkurs an der CBoT aufgrund der fortschreitenden Erntearbeiten. Zudem schwappte die pessimistische Stimmung von den Finanzmärkten herüber. Im hiesigen Handel wurden die Preise ex Ernte 2022 überwiegend leicht zurückgenommen. Teilweise setzt ein beginnender Erntedruck ein, die erste Gerste in frühen Anbaugebieten könnte Anfang Juli reif sein. Der Anbau von Sommergetreide wurde in diesem Frühjahr deutlich ausgeweitet, man geht daher von einer größeren Getreideernte als im Vorjahr aus. Trockenheitsbedingt wurden die Ertragserwartung von Mai auf Juni etwas nach unten korrigiert.

Beim hiesigen Raps sind die Ertragsaussichten bisher sehr gut. Die Ernte 2022 steht mit rund 750 EUR/t im Kurs. Das sind rund 100 Euro weniger als noch vor vier Wochen. An den Terminmärkten folgen die Ölsaatenkurse einem Abwärtstrend, der wie beim Getreide von den Finanzmärkten herrührt.