Getreide und Raps

Erzeugerpreise Getreide, Raps frei Lager, ab 2 t

Preisermittlung der Landwirtschaftskammer für Schleswig-Holstein
(wöchentliche Berichterstattung im VLK/Kammer-Programm und Marktinformationssystem)
 

38. Woche vom 20.09. bis 26.09.2021

Preise für Terminware der neuen Ernte 2021 in Euro/Tonne ohne MwSt.

Mehrwertsteuersatz ab 1. Januar 2021 für pauschalierende Landwirte: 10,7 % beim Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse;

7 % beim Einkauf von Betriebsmitteln landwirtschaftlicher Herkunft, sonst 19 %.

Getreide und Raps

Preise für Terminware der Ernte 2021

  Spanne Schwerpunktpreis Preis in der Vorjahreswoche
Eliteweizen (E-Weizen) 232,00 - 242,00 239,00 182,00
Qualitätsweizen (A-Weizen) 230,00 - 240,00 237,00 179,20
Brotweizen (B-Weizen) 228,00 - 238,00 235,20 176,30
Vorkontrakt Brotweizen (2022) 197,00 - 202,00 0,00 0,00
Mahl- und Brotroggen 184,00 - 193,00 188,10 139,60
Roggen and. Verwendung 171,00 - 182,00 177,60 130,20
Braugerste 0,00 - 0,00 0,00 149,60
Futtergerste 63- 64. kg/hl 197,00 - 207,00 202,80 146,30
Vorkontrakt Futtergerste (2022) 174,00 - 182,00 0,00 0,00
Futterweizen 215,00 - 223,00 219,30 164,10
Qualitätshafer 165,00 - 176,00 170,70 162,30
Futterhafer 147,00 - 158,00 154,00 141,60
Triticale 191,00 - 207,00 198,40 148,90
Raps 560,00 - 605,00 588,60 374,20
Vorkontrakt Raps (2022) 465,00 - 476,00 0,00 0,00
Futtererbsen 240,00 - 263,00 255,00 198,70
Ackerbohnen 248,00 - 264,00 258,00 209,60

Getreide- und Rapsmarkt:

Befestigte Erzeugerpreise und Raps steigt über 600 Euro:

Das Angebot an Getreide ist da, aber die Käuferseite im Inland zeigt kaum Interesse an neuen Geschäften. Es werden laufende Kontrakte abgewickelt, doch für neue Vereinbarungen herrscht keine Eile. Getreu dem Motto „teuer kaufen kann man immer noch“ warten Einkäufer die weitere Preisentwicklung ab, wenn möglich. Die Börsenkurse stehen unter dem Einfluss bärischer Nachrichten, welche von der allgemein knappen Marktdeckung abgefedert werden. Die bevorstehende Pleite eines chinesischen Immobilienriesen versetzt die Anleger in Aufregung. Infolgedessen steigt die Bewertung des US-Dollar und sinkt die Rohölnotierung. Es entsteht Druck auf die Pflanzenölkurse sowie Mais und folglich Weizen. Dazu kommt Erntedruck bei US-Mais und -Soja. Dem entgegen steht unter anderem eine voraussichtlich kleinere Aussatfläche für Weizen in Russland. Im Wochenvergleich ergibt sich ein Minus von 4-5 EUR/t. Die Erzeugerpreise hingegen tendieren fester aufgrund der guten Nachfrage. Diese gibt es auch bei Raps. Die Ölmühlen decken sich mit Vorräten ein, es wird mit weiter steigenden Kurse und längerfristiger Knappheit aufgrund der geringen kanadischen Ernte gerechnet. Der Börsenkurs in Paris durchbricht vorige Woche erstmals die 600 Euro-Marke. Diesen Kurs können Erzeuger vor Ort teilweise ebenfalls erzielen.