Getreide und Raps

Erzeugerpreise Getreide, Raps frei Lager, ab 2 t

Preisermittlung der Landwirtschaftskammer für Schleswig-Holstein
(wöchentliche Berichterstattung im VLK/Kammer-Programm und Marktinformationssystem)
 

03. Woche vom 17.01. bis 23.01.2022

Tagespreise für Ware der Ernte 2021 in Euro/Tonne ohne MwSt.

Mehrwertsteuersatz ab 1. Januar 2021 für pauschalierende Landwirte: 9,5 % beim Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse;

7 % beim Einkauf von Betriebsmitteln landwirtschaftlicher Herkunft, sonst 19 %.

Getreide und Raps

Tagespreise für Ware der Ernte 2021

  Spanne Schwerpunktpreis Preis in der Vorjahreswoche
Eliteweizen (E-Weizen) 264,00 - 276,00 270,50 225,20
Qualitätsweizen (A-Weizen) 262,00 - 273,00 268,60 224,80
Brotweizen (B-Weizen) 260,00 - 270,00 266,10 224,10
Vorkontrakt Brotweizen (2022) 226,00 - 230,00 0,00 0,00
Mahl- und Brotroggen 235,00 - 246,00 242,30 166,30
Roggen and. Verwendung 225,00 - 236,00 232,80 161,70
Braugerste      
Futtergerste 63- 64. kg/hl 235,00 - 243,00 238,70 194,60
Vorkontrakt Futtergerste (2022) 197,00 - 200,00 0,00 0,00
Futterweizen 240,00 - 255,00 250,90 215,60
Qualitätshafer 220,00 - 240,00 232,40 170,80
Futterhafer 200,00 - 220,00 218,20 145,70
Triticale 228,00 - 240,00 235,60 181,90
Raps 718,00 - 735,00 724,30 415,50
Vorkontrakt Raps (2022) 565,00 - 574,00 0,00 0,00
Futtererbsen 310,00 - 340,00 335,60 225,10
Ackerbohnen 308,00 - 343,00 336,10 225,90

Getreide- und Rapsmarkt:

Getrübte Stimmung an den Terminmärkten // Rapspreis orientierungslos.

Teilnehmer des Getreidehandels verhalten sich abwartend. Die Stagnation der Getreidepreise bietet den Erzeugern wenig Anlass zum Verkauf von Ware, weder aus der alten noch der kommenden Ernte. Im Handel sind Qualitäten gesucht, welche im Norden kaum geerntet wurden. Zudem hat das bisher rege Interesse an Roggen und Hafer nachgelassen. Mit noch liegenden Restmengen an Weizen und Gerste spekulieren die Erzeuger auf steigende Kurse. Die Absicherung der neuen Ernte ist vielfach geschehen, die Vorkontraktpreise für Getreide bewegen sich rund 20 Euro unter den Höchstgeboten aus November. Für die weitere Kursentwicklung gibt es wenig feste Anhaltspunkte. An den Terminmärkten ging die Vorwoche mit Verlusten zuende, in Paris notierte Weizen auf einem Drei-Monats-Tief. Zu den Einflussfaktoren zählen die neueste Anbaustatistik der USA, ein stärkerer Euro-Dollar-Wechselkurs und auch die Spannung zwischen den wichtigen Getreideexporteuren Russland und Ukraine.

Am Rapsmarkt kam es zu einem heftigen Kursverfall. Mehr als 85 EUR/t verlor der Frontmonat an der Matif innerhalb von einer Woche. Bei weiter starken Schwankungen sucht der Kurs Orientierung. Drückende Informationen kamen aus dem Sojakomplex, wo sich Wetterinformationen aus Südamerika auswirkten. Zusätzlich setzten umfangreiche Gewinnmitnahmen an der Pariser Börse ein. Der August-Termin ebenso wie die Vorkontraktpreise vor Ort zeigten sich hingegen weniger anfällig.