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Dieselpreise fallen auf 10-Monatstief – Rohölpreise stürzen ab

Sorge vor einer Rezession

Am Montag brachen die Preise für Rohöl und Gasöl im laufenden Handel regelrecht ein. Ein Grund ist die rasante Ausbreitung von Covid-19 in China und zugleich die wachsenden Sorgen einer schweren globalen Rezession. Die Dieselpreise fallen auf den tiefsten Stand seit Februar. Diese Woche dürfte die 1,90-Euro-Marke deutlich unterschritten werden. In einigen Regionen wurde die Marke von 1,80 Euro bereits erreicht. Grund für den steilen Preisrückgang sind die stark fallenden Rohölpreise und der scharfe Preisrückgang beim wichtigsten Diesel-Vorprodukt Gasöl. Die Dieselpreise werden diese Woche wohl weiter fallen – ebenso wie die Heizölpreise.
Reuters berichtete: Chinas Hauptstadt Peking warnte am Montag, dass sie vor ihrer schwersten Bewährungsprobe der COVID-19-Pandemie stehe, Geschäfte und Schulen in den am stärksten betroffenen Bezirken schließen Das dürfte die Nachfrage nach Rohöl und Raffinerieprodukten am Weltmarkt erheblich belasten. Analysten hatten schon in der vorigen Woche berichtet, dass mehr als 10 % des chinesischen Bruttoinlandsprodukts in irgendeiner Form von den Sperrmaßnahmen betroffen waren.
Gasöl (Gasoil Low Sulphur) kostete am Terminmarkt für den Januarkontrakt nur noch 904 USD je Tonne. Das waren 29 USD weniger als am Freitag und 79 USD weniger als am Montag der vorigen Woche.

Europäer kaufen russischen Diesel auf Vorrat – Markt könnte kippen
Es gab auch Berichte über Panikkäufe von russischem Öl und Diesel, bevor Sanktionen und Preisobergrenzen in Kraft treten. Reuters berichtet: „Europäische Händler beeilen sich, Tanks in der Region mit russischem Diesel zu füllen, bevor im Februar ein EU-Verbot beginnt, da alternative Quellen begrenzt bleiben.
Die Europäische Union wird die Einfuhr russischer Ölprodukte ab dem 05. Februar  verbieten, auf die sie eigentlich stark angewiesen ist. Die Maßnahme folgt auf die Sanktionen von russischem Rohöl, die im Dezember in Kraft treten werden.
Russische Dieselladungen, die für die Speicherregion Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen (ARA) bestimmt sind, stiegen vom 1. bis 12. November auf 215.000 bpd, was einem Anstieg von 126 % gegenüber Oktober entspricht, sagten Analysten des Energieanalyseunternehmen Vortexa gegenüber dem Onlineportal barchart.com.
Wegen der wenigen kostengünstigen Alternativen machte Diesel aus Russland im November 44 % der gesamten europäischen Importe des Kraftstoffs aus, verglichen mit 39 % im Oktober, wie Daten von Refinitiv zeigen.
Obwohl Europas Abhängigkeit von russischem Kraftstoff gesunken ist, ist Russland immer noch der größte Diesellieferant der EU. Trotz der sich abschwächenden globalen Nachfrage glauben Analysten jedoch, dass der Markt weltweit sehr angespannt ist und es keinen Raum für Ausfälle bzw. Produktionslücken bei Rohöl gibt. Weltweit gibt es nur noch wenige freie Produktionskapazitäten.  agrar-heute