Forstliche Förderung

Aktuelles: Investitionsförderung im Forst für Technik und Digitalisierung ausgesetzt

Im Bauernblatt vom 5. Dezember hatten wir über die Unterstützung der nachhaltigen Waldwirtschaft mit Bundesmitteln in Höhe von 500 Mio. € berichtet. Davon waren 50 Mio. € für die Investitionsförderung in den Bereichen moderne Technik und Digitalisierung vorgesehen.

In Verbindung mit einem vergünstigten Kredit über die Rentenbank werden direkte Investitionszuschüsse gewährt. Nun gab die Rentenbank bekannt, dass das Antragsverfahren kurz nach Bekanntwerden des Programms bereits wieder bis auf Weiteres ausgesetzt werden muss.

Die bisher gestellten Anträge haben bereits die verfügbaren Mittel ausgeschöpft. Es werden daher derzeit keine neuen Anträge mehr vom Web-Portal registriert, angenommen oder bearbeitet. Zuschussanträge, die bis einschließlich 24. November 2020 vollständig im Web-Portal abgeschlossen wurden, können weiterhin mit dem Antrag auf ein Refinanzierungsdarlehen über die Hausbank bei der Rentenbank eingereicht werden.

Die anderen Programme zur Förderung der nachhaltigen Waldwirtschaft, insbesondere die Nachhaltigkeitsprämie für zertifizierte Waldflächen (100 € beziehungsweise 120 €/ha), sind davon nicht betroffen. Anträge können hier weiter bis Ende Oktober 2021 gestellt werden. Eine Auszahlung erfolgt, sowie die erfolgte Zertifizierung (PEFC oder FSC) nachgewiesen wird.

Wald naturnah erhalten

Mit der Richtlinie für die Förderung forstwirtschaftlicher Maßnahmen als Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) kann die Waldbewirtschaftung unter bestimmten Voraussetzungen gefördert werden. Ziel der Förderung ist es, den Wald in Schleswig-Holstein unter wirtschaftlich angemessenen Bedingungen naturnah zu erhalten, zu pflegen und zu nutzen, um damit seine Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen nachhaltig zu sichern.

Wir empfehlen, dass vor Anstragstellung die kostenlose Beratung zum Förderinhalt und -verfahren durch  einen Bezirksförster der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein in Anspruch genommen wird.

Die Zuwendungen stellen staatliche Beihilfen dar. Ein Anspruch auf Gewährung von Zuwendungen nach diesen Richtlinien besteht nicht. Die Bewilligungsbehörde ist die Forstabteilung der Landwirtschaftskammer mit Sitz in Bad Segeberg. Sie entscheidet aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Was kann gefördert werden?

Antragsverfahren

Voraussetzungen

Wer finanzielle Fördermittel in Anspruch nehmen möchte, muss diese vor Durchführung der Maßnahme schriftlich beantragen. Erst nach dem Vorliegen eines Bewilligungsbescheides oder einer Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn dürfen die ersten Aufträge zur Umsetzung des Projektes vergeben und mit der Arbeit begonnen werden. Die förderungsfähigen Kosten müssen jedoch vom Antragssteller vorfinanziert werden. Für die Antragsstellung sind die gültigen Formulare (siehe unter Download) zu verwenden.

Bitte beachten Sie auch die Zweckbindungsfristen. Mit der Förderung sind Auflagen verbunden, an die sich der Antragssteller halten muss.

Zuwendungen

Je nach Fördertatbestand, ist die Höhe der Zuwendung unterschiedlich. Die Zuwendungen werden in Form einer Anteilsfinanzierung, in der Regel zwischen 50 und 100 % der nachgewiesenen Nettokosten, berechnet. Genaue Informationen zur Förderung finden sich in der Richtlinie (siehe unter Download). Für Fragen stehen Ihnen auch gerne unsere Berater zur Verfügung.

Ablauf der Antragsstellung

  • Beratung durch den zuständigen Bezirksförster empfohlen
  • Schriftliche Antragstellung mit den erforderlichen Anlagen und einem ersten Kostenplan
  • Einreichung des Antrags bei der Forstabteilung der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein in Bad Segeberg
  • Registrierung des Antrags bei der Forstabteilung und Prüfung der Richtlinienkonformität und Förderfähigkeit durch den zuständigen Bezirksförster und die Forstabteilung
  • Gegebenenfalls Ausstellung einer Bewilligung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn (Vorbewilligung) für den Antragsteller

Abrechnung und Prüfung nach Durchführung der Maßnahme

  • Darstellung der tatsächlichen Kosten in einem aktualisierten Kostenplan (AKP) durch den Antragsteller
  • Übergabe der Unterlagen über den zuständigen Bezirksförster an die Forstabteilung
  • Erstellung und Versand eines Zuwendungsbescheides auf Grundlage des AKP an den Antragsteller; zur Beschleunigung des Verfahrens gibt es hierzu eine Einverständniserklärung (EVE)
  • Rücksendung der EVE zusammen mit dem fertigen Verwendungsnachweises (VN) des Projektes einschließlich der dazugehörigen Belege an die Forstabteilung in Bad Segeberg
  • Abschließende Verwaltungskontrolle in Form einer Vor-Ort-Besichtigung (VOB) durch den zuständigen Bezirksförster
  • Versand des vollständigen Antrags zur Prüfung und Auszahlung an die Forstabteilung durch den zuständigen Bezirksförster
  • Sachliche und rechnerischer Prüfung durch die Bewilligungsbehörde
  • Auszahlung (vorhandene Haushaltsmittel vorausgesetzt)

Ansprechpartner für das Antragswesen

  • Dr. Borris Welcker

    Hamburger Str. 115
    23795 Bad Segeberg

    Tel. +49 4551 9598-21
    Mobil +49 172 4178667
    Fax +49 4551 9598-40
    bwelcker@lksh.de

    Forstliche Förderung, Antragswesen, Auszahlung, Forsteinrichtung, Waldschutz

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