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Deutscher Wetterdienst und Landwirtschaftskammer treffen Vereinbarung: Zugang zu agrarmeteorologischen Daten wird gestärkt – ein Beitrag zum Umweltschutz

Ein guter Wetterbericht und die nötigen Daten zum eigenen Standort sind für Landwirtinnen und Landwirte wichtiges Handwerkszeug, um zum Beispiel fachgerecht zu düngen. Ab sofort kann jeder Landwirt*in auf der Startseite der Landwirtschaftskammer das Informationsportal ISABEL (In-formationssystem für die agrarmeteorologische Beratung der Landwirt-schaft) des Deutschen Wetterdienstes direkt erreichen. Dieser ermöglicht es, die passenden Daten für die eigene Region direkt abzurufen. Aktuell wäre ISABEL auch ein gutes Instrument, um abzuschätzen, wann genau die Spargelernte je Standort beginnt. Genauso können Dünge- und Pflanzenschutzmaßnahmen im Ackerbau genauer terminiert werden, davon profitiert letztlich die Umwelt.

Neue Dienstleistung von Landwirtschaftskammer und DWD: Argrarwetterdienst jetzt auch auf der Homepage der Landwirtschaftskammer. Foto: sreenshot LK

Kürzlich haben der Deutsche Wetterdienst (DWD) und die Landwirtschafts-kammer, stellvertretend für das Land Schleswig-Holstein in Rendsburg dazu eine Vereinbarung geschlossen, ganz im Sinne der guten fachlichen Praxis in der Landwirtschaft. Erklärtes Ziel ist es, Landwirt*innen und auch Behörden agrarmeteorologische Informationen noch leichter zur Verfügung zu stellen. Dabei geht es speziell um Daten, die eine nachhaltigere Produktionsweise unterstützen.

Ute Volquardsen, Präsidentin der Landwirtschaftskammer, freute sich über die gelungene Kooperation: „In Zeiten des Klimawandels und zunehmender Wetterextremereignisse sind verlässliche Informationen für Landwirte und Landwirtinnen noch wichtiger geworden. Wann kommt der nächste Regen, wann taut der Boden auf, sodass ich meinen Wirtschaftsdünger ausbringen darf und wie trocken/nass sind die Böden oder wie stark wächst der Spargel?, sind nur einige Fragen, die das neue Wetterinstrument ISABEL beantworten kann.“

Der Präsident des Deutschen Wetterdienstes, Prof. Dr. Gerhard Adrian, begrüßte die Vereinbarung und sagte: „Seit Jahrzehnten arbeitet die Landwirtschaft in Deutschland und der Deutsche Wetterdienst eng zusammen. Ich freue mich sehr, dass wir diese Erfolgsgeschichte auch im Interesse unserer Bevölkerung mit dem neuen Informationssystem ISABEL fortsetzen werden.“
 
Tobias Fuchs, der Leiter des Geschäftsbereiches Klima und Umwelt des DWD, lobte die Vereinbarung ebenfalls und sagte: „Ich freue mich sehr darüber, dass den Landwirtinnen und Landwirten in Schleswig-Holstein nun auch ISABEL zur Verfügung steht. Wir unterstützen die Landwirtschaft gern mit aktuellen agrarmeteorologischen Informationen, aber auch mit Rückblicken und Klimadaten, die gerade im Hinblick auf zunehmende extreme Witterungen immer wichtiger werden.“ 

Mithilfe der Verwaltungsvereinbarung wird die bewährte Zusammenarbeit zwischen der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein (LKSH) und der Abteilung Agrarmeteorologie des DWD weiter intensiviert. So können künftig Berater*innen der Landwirtschaftskammer und schleswig-holsteinische Landwirt*innen direkt auf agrarmeteorologische Informationen des DWD zugreifen. Der DWD erhält dafür Zugriff auf pflanzenbauliche Informationen der Landwirtschaftskammer. Diese Kooperation ermöglicht beiden Seiten, ihre Methoden und Modelle weiter zu verbessern und noch stärker zu einer nachhaltigen Landwirtschaft beizutragen.

Der DWD hat neben Schleswig-Holstein bereits mit zehn weiteren Bundesländern Vereinbarungen zur Landwirtschaft unterzeichnet. Damit sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das neue agrarmeteorologische Informationsangebot ISABEL bald allen Landwirt*innen und zuständigen Behörden in Deutschland zur Verfügung stehen wird. In Schleswig-Holstein findet sich ISABEL auf der Startseite der Landwirtschaftskammer  www.lksh.de unter Agrarwetterdienst für Landwirte.

Verantwortlich für den Pressetext: Daniela Rixen, Pressesprecherin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Telefon: 0 43 31-94 53-110, E-Mail: drixen@lksh.de und
Uwe Kirsche, Pressesprecher Deutscher Wetterdienst, Telefon: 0 69-80 62-45 00, E-Mail: pressestelle@dwd.de