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N-Düngung auf intensiv genutztem Grünland

Hinweis: Das Verfahren ist derzeit ausgesetzt: Ausnahmeregelung für Stickstoffdüngung auf intensiv genutztem Grünland unter Einhaltung strenger Auflagen weiterhin nutzbar. mehr

Gesetze & Verordnungen

Rechtlichen Vorgaben für die Düngung landwirtschaftlich genutzter Flächen ergeben sich aus der Düngeverordnung und der Düngemittelverordnung Letztere regelt unter anderem die Deklaration von organischen Düngern [Informationen hierzu finden Sie unter „Düngemittelverkehrskontrolle“].

Weitergehende Vorgaben zum Umgang mit Wirtschaftsdüngern werden durch die Anlagenverordnung und die Verbringensverordnung gemacht.

Düngeverordnung

Novellierte Düngeverordnung in Kraft getreten:
Am 2. Juni ist die neue Düngeverordnung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und somit in Kraft getreten. Die Düngeverordnung regelt die gute fachliche Praxis bei der Anwendung von Düngemitteln. Auch zurückliegend waren für Schleswig-Holstein besondere Dokumentationspflichten und Vollzugshinweise zur Umsetzung der Vorgaben zu beachten, die derzeit abschließend erarbeitet werden.

Einige neue Regelungen sind bereits ab diesem Herbst im Rahmen der Düngung zu beachten, die nun konkretisiert sind. Über weitere Kontretisierungen werden wir Sie laufend an dieser Stelle informieren.

Nachweisprotokoll § 3 (3) - Pauschale Düngezuschläge sind nicht zulässig

  • Nachweisprotokoll § 3 (3) Frischmasse Raps Stand 05.04.2018
  • Nachweisprotokoll § 3 (3) Frischmasse Wintergetreide Stand 04.04.2018
    Die Düngeverordnung sieht eine schriftliche N-Düngebedarfsermittlung vor. Grundsätzlich darf der ermittelte Düngebedarf nicht überschritten werden. Eine Überschreitung des N-Bedarfes ist nur in Ausnahmefällen und einzelschlagspezifisch aufgrund nachträglich eintretender Umstände, insbesondere Bestandesentwicklung, möglich. Ziel eines jeden Betriebes muss nach Düngeverordnung das Einhalten der Nährstoffbilanzen sein. Zukünftig muss sich im dreijährigen Betriebsdurchschnitt für die Düngejahre (2018, 2019, 2020) nach neuer Düngeverordnung ein Kontrollwert von 50 kg N/ha einstellen. Demnach sind von 2016 bis 2018 56,6 kg N/ha und für die Düngejahre 2017 bis 2019 53,3 kg N/ha Basis der Kontrolle. Grundlage zur Einhaltung der Kontrollwerte ist eine realistische, ertragsabhängige Düngebedarfsermittlung. Die Überschreitung des N-Bedarfes ist nur in Ausnahmefällen und einzelschlagspezifisch aufgrund nachträglich eintretender Umstände möglich. Die Bewertung dieser Umstände erfolgt in Schleswig-Holstein bei Winterraps anhand der Frischmassemethode. Die Methode dient zur Optimierung der N-Düngung zu Winterraps, wobei sowohl N-Abschläge als auch N-Zuschläge Berücksichtigung finden. Im Winterrapsbereich erfolgt die Dokumentation, der im Herbst angewendeten Frischmassemethode, über ein Nachweisprotokoll. Im Wintergetreide erfolgt die Bewertung anhand der Bestandesentwicklung (Triebe/Pflanze). Weitere Bewertungskriterien sind nicht zulässig. Im Wintergetreidebereich ist die Notwendigkeit von N-Düngezuschlägen im Bedarfsfall für betroffene Schläge/Bewirtschaftungseinheiten separat darzulegen und durch repräsentative Fotos (eindeutige Schlagzuordnung) sowie einem Nachweisprotokoll zu dokumentieren. Protokolle zur Dokumentation finden sich hier 
    Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass pauschale N-Düngezuschläge nicht zulässig sind. Das Verfahren kann daher nur auf Einzelschlägen angewendet werden. Der N-Düngezuschlag ist kulturartabhängig auf maximal 15 kg N/ha begrenzt. Die Auswirkungen von N-Düngezuschlägen und/oder das nicht Erreichen von Zielerträgen auf die Stickstoffbilanz sind zu berücksichtigen. Alle Angaben müssen einer Vor-Ort-Kontrolle durch das LLUR standhalten.

LSV-Erträge zur Übernahme für Kulturen, die im Betrieb noch nicht angebaut wurden

Düngebedarfsermittlung, 170 kg N-Regel und was noch zu beachten ist

Das wichtigste in Kürze - Düngeverordnung 2017

Herbstdüngung auf Ackerland 2017 in Schleswig-Holstein

Herbstdüngung auf Grünland 2017 in Schleswig-Holstein

Möglichkeit der Sperrfristverschiebung

  • Antrag auf Verschiebung der Ausbringungssperrfrist nach § 6 Abs.10 Düngeverordnung
    Über den nachstehenden Antrag besteht die Möglichkeit, eine Verschiebung der Sperrfristzeiten gemäß § 6 Abs. 10 Düngeverordnung für Grünland, Dauergrünland und Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau (Aussaat bis 15.05.2017) sowie mit Winterraps, Feldfutter und Zwischenfrüchte (jeweils Aussaat bis zum 15.09.2017) sowie mit Wintergerste nach Getreidevorfrucht (Aussaat bis zum 01.10.2017) genutzten Flächen für Herbst/Winter 2017/18 zu beantragen. >>
    DüV Formblatt Sperrfristverschiebung 2017

Nachträgliche Möglichkeit der Sperrfristverschiebung

  • Antrag für eine nachträgliche Sperrfristverschiebung auf Grünland, Dauergrünland und Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau (Aussaat bis 15.05.2017):

    Über ein Antragsformular ist eine nachträgliche Verschiebung der Sperrfristzeiten gemäß § 6 Abs. 10 Düngeverordnung für Grünland, Dauergrünland und auf Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau (Aussaat bis 15.05.2017) für Herbst/Winter 2017/18 unter Einhaltung von Nebenbestimmungen möglich. Die Vorverlegung der Sperrfristzeit ergibt sich durch die außergewöhnlichen Witterungs- und Bodenbedingungen auf dem Betrieb. Mit der möglichen frühzeitigeren Düngung im Jahr 2018 sind eine bessere Ausnutzung des gedüngten Stickstoffs und Vorteile hinsichtlich der bodenschonenden Befahrbarkeit der Flächen gegeben. Voraussetzung ist unter anderem, dass im Zeitraum vom 15.10.2017 bis zum 31. Oktober 2017 auf dem Betrieb keine Düngungsmaßnahme erfolgt ist, so dass aufgrund des Antrages die Zeitspanne der Sperrfrist nicht verkürzt wird. Im Zeitraum vom 16. Januar bis 31. Januar 2018 wäre nach Antragsbewilligung somit eine Aufbringung auf Grünland, Dauergrünland und Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau (Aussaat bis 15.05.2017) zulässig. Ausschlussfrist 15.11.2017.
    Formblatt für die Sperrfistverschiebung

Umgang mit Düngemitteln mit einem Gehalt an Trockenmasse von weniger als 2 % (Antrag)

  • Der dargestellte Vermerk vom 15.11.2017 gilt ausschließlich für das Winterhalbjahr 2017/2018.
  • DüV-Umsetzung § 6

Empfehlungen zur Vorgehensweise bei Notfallsituationen ("Gefahr im Verzug")

Langjährige Nmin-Ergebnisse

Gemüseanbau Nmin-Nitrachekverfahren

  • Auszug aus DÜV Anlage Tabelle 4
  • Schnellbestimmung des Nitratgehaltes im Boden
  • Berechnung Nmin-Gehalt des Bodens mittels Nitrachek

    Gemüseanbau: Berücksichtigung der im Boden verfügbaren Stickstoffmenge (Nmin)
    Die nachfolgenden Ausführungen gelten zunächst für das laufende Düngejahr 2018 in Schleswig-Holstein.
    Bei der N-Bedarfsermittlung ist nach Düngeverordnung auch im Gemüsebereich der im Boden verfügbare Bodenstickstoff (Nmin) zu berücksichtigen und vom N-Bedarfswert (siehe Anlage 4, Tabelle 4 der Düngeverordnung) der jeweiligen Gemüsekultur abzuziehen. Die Berücksichtigung des verfügbaren Bodenstickstoffs erfolgt in Abhängigkeit der Fruchtart und der kulturspezifisch durchwurzelbaren Bodenschicht in drei Tiefen (0 bis 30, 30 bis 60 bzw. 60 bis 90 cm). Die bei den einzelnen Kulturen zu berücksichtigenden Probenahmetiefen und -schichten sind der Anlage 4, Tabelle 4 zu entnehmen.
    In der Regel ist die Ermittlung des verfügbaren Bodenstickstoffgehaltes zu Beginn des Anbaus der jeweiligen Gemüsekultur durchzuführen. Der verfügbare Stickstoffgehalt (Nmin) als Summe von Nitrat- und Ammoniumstickstoff kann durch betriebseigene Ergebnisse autorisierter Labore oder aus dem Nitratmessdienst der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein übernommen werden.
    Im Gemüseanbau ist zu beachten, dass beim Anbau von Gemüse nach einer Gemüsevorkultur im selben Jahr die Ermittlung des verfügbaren Bodenstickstoffgehaltes nur durch Untersuchung eigener repräsentativer Bodenproben erfolgen kann. Die nach Landesrecht zuständige Stelle hält für solche Fälle keine Nmin-Richtwerte vor.
    In Schleswig-Holstein kann für die Ermittlung des verfügbaren Bodenstickstoffs (Nmin) in einer Gemüsefruchtfolge nach der Ernte der ersten Gemüsekultur bzw. beim satzweisen Anbau nach der Ernte des ersten Satzes die halbquantitative Schnellmethode unter Verwendung des „Nitracheks“ genutzt werden. Da mit dem Nitrachek jedoch nur der Nitratstickstoffgehalt des Bodens ermittelt wird, im Nmin-Wert nach Düngeverordnung (VDLUFA-Methode) auch der Ammoniumgehalt des Bodens zu berücksichtigen ist, muss eine Korrektur des mit dem Nitracheck gewonnenen Messwertes erfolgen. Dem gemessenen bzw. berechneten Bodenstickstoffwert der Nitrachekmessung sind deshalb mindestens 5 kg NH4-N hinzuzurechnen. Die Berechnung kann anhand des angefügten Excel-Rechners erfolgen.
    Abweichend von den benannten Regelungen zur Ermittlung der verfügbaren Stickstoffmenge im Boden, sind für einzelne Gemüsekulturen, die in der Anlage 4, Tabelle 4 nach Düngeverordnung der vorliegenden Fachinformation Spalte 3 „N-Bedarfswerte mit „*“ bzw. mit „**“ gekennzeichnet sind, Nmin-Werte in der vierten bzw. sechsten Kulturwoche nachzuweisen. Der Nachweis des verfügbaren Stickstoffgehaltes (Nmin) im Boden kann durch betriebseigene Ergebnisse autorisierter Labore oder durch betriebseigene Ergebnisse gemäß des beschriebenen Nitrachekverfahrens erfolgen.
    Bei der Anwendung des Nitracheks sind die Vorgaben zur Nmin-Probenahme zu beachten und die Analysevorschrift des Nitrachekverfahrens einzuhalten (siehe Dokument Schnellbestimmung des Nitratgehaltes im Boden). Das beschriebene Nitrachekverfahren kann nur im beschriebenen Gemüsebereich angewendet werden.

Ansprechpartner Düngeverordnung

Dr. Lars Biernat

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-353
Fax 04331/9453-349
lbiernat@lksh.de
Fachgebiete: Düngeverordnung (DÜV), Mikronährstoffdüngung, Biogassubstrat, Düngungsversuche

Peter Lausen

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-341
Fax 04331/9453-349
plausen@lksh.de
Fachgebiete: Leitung Meldestelle Wirtschaftsdünger

Ansprechpartner Verbringensverordnung

Peter Lausen

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-341
Fax 04331/9453-349
plausen@lksh.de
Fachgebiete: Leitung Meldestelle Wirtschaftsdünger

Carina Wilken

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-343
Fax 04331-9453-349
cwilken@lksh.de
Fachgebiete: Meldestelle Wirtschaftsdünger

Düngegesetz

Das Düngegesetz wurde am 15. Mai 2017 im Bundesgesetzblatt verkündet und erlangt damit die Gültigkeit.

Stoffstrombilanz

Mit der Änderung des Düngegesetzes wurde eine Rechtsgrundlage für den Erlass einer Verordnung über die Erstellung verbindlicher betrieblicher Stoffstrombilanzen geschaffen. Der aktuelle Sachstand kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:

Anlagen- verordnung

Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

Die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) wurde am 21. April 2017 im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt vollständig am 1. August 2017 in Kraft. Die Verordnung löst die bisher geltenden Länderverordnungen ab und regelt die Einstufung von Stoffen und Gemischen nach ihrer Gefährlichkeit; die technischen Anforderungen, die Anlagen erfüllen müssen, die mit diesen Stoffen und Gemischen umgehen  sowie die Pflichten der Betreiber dieser Anlagen. zum Gesetzestext

Ansprechpartner Anlagenverordnung

Peter Lausen

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-341
Fax 04331/9453-349
plausen@lksh.de
Fachgebiete: Leitung Meldestelle Wirtschaftsdünger

Dr. Lars Biernat

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-353
Fax 04331/9453-349
lbiernat@lksh.de
Fachgebiete: Düngeverordnung (DÜV), Mikronährstoffdüngung, Biogassubstrat, Düngungsversuche

Klaus Dieter Schlüter

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-344
Fax 04331/9453-349
kschlueter@lksh.de
Fachgebiete: Bodenschutz, Düngemittelverkehrskontrolle


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