Die Lage bei der Kartoffelvermarktung bleibt weiterhin angespannt. In dieser Woche werden so gut wie gar keine Werbeaktionen im Bereich Speisekartoffeln im Lebensmitteleinzelhandel mehr gefahren. Dies setzt die Preisspanne der Verbraucherpreise etwas nach oben. Gleichzeitig können die Verbraucher bereits ein relativ großes Angebot an Frühkartoffeln in den Regalen vorfinden. Diese stammen hierzulande größtenteils aus Frankreich. Da die Lagerbestände an alterntiger Ware noch sehr hoch sind, setzt dies das Erzeugerpreisniveau weiterhin erheblich unter Druck. Eine Erholung der Erzeugerpreise ist somit vorerst nicht in Sicht. Die Vermarktung der ehrheblichen Mengen an alterntiger Ware bereitet den Erzeugern entsprechend zunehmend Kopfzerbrechen, denn auch in die alternativen Verwertungskanäle lassen sich zunehmend weniger Mengen vermarkten, wenn man überhaupt noch von "vermarkten" sprechen kann.