Die direkt vermarktenden Spargelbetriebe in Schleswig-Holstein ziehen bislang über-wiegend eine positive Zwischenbilanz der Spargelsaison 2026. Während der Saisonstart aufgrund des frühen Ostertermins verhalten ausfiel, entwickelte sich der Absatz im weiteren Verlauf stabil. Besonders die Wochen im Mai sowie das Pfingstwochenende sorgten vielerorts für zufriedenstellende Verkaufszahlen.
Für die verbleibenden Wochen bis zum traditionellen Saisonende am 24. Juni hoffen die Betriebe weiterhin auf eine rege Nachfrage. Die aktuellen Witterungsbedingungen unterstützen weiterhin gute Erntemengen und eine hohe Qualität der Ware.
Gute Bedingungen für die Saisonvorbereitung
Die Saisonvorbereitungen begannen im März unter günstigen Bedingungen. Die Spargelbetriebe konnten die Dämme frühzeitig aufbauen und die Foliensysteme aus-legen. Durch die trockene und gut bearbeitbare Bodenstruktur entstanden feinkrümelige Dämme, die eine schnelle Erwärmung des Bodens ermöglichten. Für das Wachstum des Spargels sind Bodentemperaturen von etwa zehn bis zwölf Grad Celsius an der Triebkrone entscheidend.
Saisonstart nach Ostern
Trotz der guten Voraussetzungen begann die Spargelernte in den meisten Betrieben erst nach den Ostertagen. Der frühe Ostertermin führte dazu, dass vor den Feiertagen noch keine ausreichenden Erntemengen zur Verfügung standen. Damit fehlte im Vergleich zum Vorjahr ein wichtiger Verkaufsimpuls zum Saisonbeginn. Die Mehrheit der Spargelanbauer in Schleswig-Holstein startete Mitte April in die Ernte.
Offizieller Spargelanstich am „Südbalkon“
Auf dem Betrieb der Familie Kaiser in Salem wurde die Spargelsaison 2026 in Schleswig-Holstein am 8. April offiziell eröffnet. Der „Südbalkon“ des Landes zeigte sich wettermäßig von seiner besten Seite und die Landwirtschaftskammer und der Arbeitskreis Spargel freuten sich mit dem Gastgeber über eine rege Pressebeteiligung und einen gelungenen Verlauf der Veranstaltung. Zu diesem Zeitpunkt hatten viele Betriebe dank der Foliensysteme erste nennenswerte Mengen an Spargel. So-mit konnten auch mit diesem zur Vermarktung passenden Termin die Konsumenten darauf aufmerksam gemacht werden, wieder bewusst auf saisonale und regionale Ware zu setzen.
Stabiler Absatz im weiteren Saisonverlauf
Nach Ostern sorgten sonnige Wetterphasen sowie Feiertage wie der 1. Mai, Mutter-tag, Christi Himmelfahrt und Pfingsten für zusätzliche Kaufanreize. Gleichzeitig entwickelten sich die Erntemengen stabil. Nach Angaben der Betriebe passten Angebot und Nachfrage im bisherigen Saisonverlauf insgesamt gut zusammen.
Rund 90 Prozent des in Schleswig-Holstein erzeugten Spargels werden direkt vermarktet. Besonders an Wochenenden und Feiertagen zeigte sich erneut eine stärkere Nachfrage an einzelnen verkaufsintensiven Tagen.
Positive Zwischenbilanz und Blick auf das Saisonfinale
Die meisten Spargelanbauer im Land bewerten die bisherige Saison insgesamt als zufriedenstellend. Die späteren Anlagen befinden sich derzeit in ihrer Haupterntephase, während früh gestartete Flächen bereits geschont werden, um Reserven für das kommende Jahr aufzubauen. Daher rechnen die Betriebe auch im letzten Saisondrittel mit ausreichenden Erntemengen und weiterhin guter Qualität.
„Nach dem verhaltenen Saisonstart hat sich die Nachfrage im Verlauf des Mais spür-bar stabilisiert. Besonders an Feiertagen und Wochenenden zeigte sich ein reges Interesse an regional erzeugtem Spargel“, erklärt Thomas Hanf, Anbauberater der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.
Die bisher meist stabilen Preise auf Vorjahresniveau lassen die Direktvermarkter in Schleswig-Holstein optimistisch auf die letzten Wochen schauen. Verbraucherinnen und Verbraucher können damit auch in den kommenden Wochen regional erzeugten Spargel in unterschiedlichen Qualitäten und Preiskategorien erwerben.
„Die Direktvermarktung bleibt für viele Spargelbetriebe in Schleswig-Holstein ein wichtiger Erfolgsfaktor. Die Nähe zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie die hohe Produktqualität werden weiterhin geschätzt“, sagt Ute Volquardsen, Präsidentin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.
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Verantwortlich für den Pressetext:
Dr. Laura Maxi Stange,
Pressesprecherin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein,
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