Schlachtrindermarkt unübersichtlich
In der Karwoche zeigt sich der Schlachtrindermarkt deutlich unter Druck. Besonders im Jungbullenbereich kommt es in dieser Woche erneut zu deutlichen Preisabschlägen. Vielfach werden Jungbullen von den Schlachtunternehmen gar nicht, oder nur in stark begrenztem Umfang angenommen. Der Fleischabsatz gestaltet sich in diesem Segment zunehmend schwieriger. Dabei zeigen sich auch die Auswirkungen des Iran-Krieges auf den Schlachtrindermarkt. Zum einen kommen oder verbleiben zusätzliche Mengen an Rindfleisch in der EU, die eigentlich für den Absatzmarkt im Nahen Osten vorgesehen waren. Zum anderen achten die Verbraucher angesichts der aktuellen Preisentwicklungen an den Tankstellen wieder vermehrt auf ihren Geldbeutel. Neben den Jungbullen sind auch die guten Färsen in gleichem Umfang betroffen. Die VEZG-Notierung wurde in dieser Woche ebenfalls reduziert, sie findet aktuell aber auch nur wenig Beachtung. Bei den Schlachtkühen ist die Lage nicht ganz so dramatisch. Diese fließen noch weitestgehend reibungslos ab. Auch ist nach Ostern eher Verarbeitungsware, sprich Kuhfleisch, gefragt. Nichtsdestotrotz kommt es auch hier zu moderaten Notizabschlägen.

