Schlachtrinderpreise geben erneut nach
Das Angebot an Schlachtrindern ist aktuell sehr hoch. Auch im Jungbullenbereich wird derzeit von einem landesweit sehr hohen Angebot gesprochen. Auf der anderen Seite wächst die Nachfrage nicht mit. Von einem anlaufenden Vorweihnachtsgeschäft ist derzeit noch nichts zu spüren. Die Fleischvermarkter disponieren zurückhaltend. Extrem schwierig gestaltet sich aktuell die Vermarktung von Bullen, die älter als 24 Monate sind. Hier ist aus der Schlachtbranche einheitlich von deutlichen Abschlägen von mindestens 1 €/kg SG ab nächster Woche zu hören, da dieses Fleisch meist nur auf Schlachtkuhniveau vermarktet werden kann. Die Abschläge für eine fehlende QS-Zertifizierung liegen aktuell zwischen 0,30 und 0,50 €/kg SG. Auch bei den guten Färsen übersteigt das Angebot aktuell den Bedarf. Die Folge ist nicht nur eine nach unten korrigierte Notierung, sondern auch, dass eine Vermarktung häufig nur mit einer rechtzeitigen Anmeldung und entsprechender Wartezeit einhergeht. Bei den Schlachtkühen ist das Angebot saison- und milchpreisbedingt ebenfalls recht hoch, daher geben die Notierungen auch hier etwas nach.

