Markt aktuell

Schweinefleisch-Lagerbestände auf niedrigstem Stand seit Jahren

Die Lagerbestände in deutschen Kühlhäusern sind deutlich gesunken

Ende 2025 lagen sie 46 % unter dem Niveau von 2022. Die eingelagerten Mengen an Schweinefleisch in Deutschland haben sich seit 2023 erheblich reduziert. Demnach lagen die Lagerbestände im Jahr 2025 um 3 % unter dem Vorjahreswert. Im Vergleich zu 2022 fiel der Rückgang mit 46 % noch deutlich drastischer aus. Besonders auffällig: Ende des vergangenen Jahres wurden die Lagermengen im Zuge des Weihnachtsgeschäftes sogar abgebaut, anstatt wie üblich aufgestockt zu werden.
Die geringere Bedeutung der Einlagerungen führt die AMI auf mehrere Faktoren zurück. Neben einer reduzierten Verfügbarkeit von Schweinefleisch spielen vor allem gestiegene Lager- und Energiekosten eine Rolle. Nur in Zeiten von Angebotsdruck bei gleichzeitig niedrigen Preisen steigen die Bestände in Gefrier- und Kühlhäusern wieder an.
Für Januar 2026 erwartet die AMI deutlich höhere Lagermengen als zum Jahresende. Im Hinblick auf die kommende Grillsaison und durch vorhandene Übermengen werden nach Einschätzung der Marktexperten vermehrt Nacken und Schultern eingefroren.
Im Vergleich zu anderen Warengruppen in deutschen Tiefkühllagern liegt Schweinefleisch mit einem Anteil von 8 % mengenmäßig auf dem sechsten Platz. Den höchsten Anteil hat mit fast einem Fünftel die Allgemeine Tiefkühlkost, gefolgt von Backwaren und Eiskrem. (top agrar / AMI)