Im Dezember sind die Exportpreise für Harnstoff an den Exporthäfen im Mittleren Osten und in Ägypten relativ stabil. So wird Harnstoff zu Lieferung im Dezember an den Verladehäfen im Mittleren Osten heute (03.12) für 387 USD je Tonne (fob) angeboten – 13 USD je Tonne billiger als Mitte November, jedoch etwa genauso teuer wie vorige Woche. Die Preisnagebote für Januar liegen nur noch bei 375 USD je Tonne.
Allerings kommt bei allen Produkten die CO2-Grenzausgleichssteuer noch mit drauf (CBAM). An den deutschen Importhäfen liegen die nominellen Spotmarktpreise für Harnstoff diese Woche noch bei 530 Euro je Tonne. Das sind die gleichen Preise wie Ende November jedoch 25 Euro höhere Preise als Anfang November.
Für Kalkammonsalpeter (KAS) sind die Preise Anfang Dezember nochmals gestiegen. Aktuell werden an den Importhäfen und Großhandelsplätzen 380 Euro je Tonne verlangt. Das sind 5 Euro mehr als Ende November und 40 Euro mehr als Anfang November.
Gefallen sind hingegen die Preise für den Flüssigdünger Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL). Aktuell liegen die Preisforderungen bei 335 Euro je Tonne und damit 15 Euro niedriger als Ende November.
Für Kornkali verlangen die Händler diese Woche etwa 315 Euro je Tonne. Das sind die gleichen Preise wie Ende November. Für den wichtigsten Phosphordünger der deutschen Bauern, Diammoniumphosphat (DAP), müssen an den Importhäfen diese Woche 725 Euro je Tonne gezahlt werden. Das sind 10 Euro weniger als Ende November und 40 Euro weniger Anfang November.
Wichtig für die Herstellungskosten in Europa, ist jedoch, dass die Gaspreise im Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen den USA und Russland zum Ukraine-Konflikt kräftig auf 28 Euro je MWH gefallen sind, ihren niedrigsten Stand seit April 2024 und damit einen Rückgang von mehr als 7 % im November fortsetzen. Eine bedeutende Entwicklung im Ukraine- könnte die Lage natürlich verändern. Derzeit erscheint eine schnelle Lösung des Konflikts jedoch zunehmend unwahrscheinlich. (agrarheute)