Grünland aktuell

Grünland jetzt fit machen für 2021

Beweidung spart Futterkosten und pflegt die Narbe

Milde Temperaturen und ausreichend Niederschlag führen in diesem Herbst zu einer langen Vegetationsperiode mit noch anhaltendem Graswuchs. Gerade in diesem Jahr sollte daher vor dem Wintereintritt darauf geachtet werden, dass die Grasnarbe nicht zu lang wird, da sonst die Gefahr der Schimmelbildung besteht. Ebenso kann eine hohe Biomasse im Winter das Vorkommen von Wühl- und Feldmäusen befördern. Grünland sollte daher so lang wie möglich in den Herbst hinein beweidet werden, zumal die noch stehenden Aufwüchse eine günstige und kostbare Futterressource darstellen. Durch die Beweidung besteht die Möglichkeit, Futter- und Fütterungskosten im Stall einzusparen und gleichzeitig eine Herbst-Pflegemaßnahme durchzuführen.

Besteht auf wassergesättigten Böden eine zu große Gefahr für Trittschäden, ist eine stundenweise Beweidung förderlich. Beim Mulchen als alternativer Pflegemaßnahme ist darauf zu achten, dass danach noch etwa 14 Tage Vegetationszeit zur Regeneration der Gräser bleiben, auch gilt, nicht tiefer als 6 bis 8 cm zu mulchen. Die Bedingungen für einen kurzen Grasbestand sind im Frühjahr generell besser als die für einen hohen Grasbestand. Grund ist die bessere Lichtwirkung am Triebgrund der Pflanze, die die Bestockung anregt und eine Grasnarbe mit hoher Triebdichte und hoher Produktivität befördert.

Tammo Peters, Landwirtschaftskammer