Grünland aktuell

Jakobskreuzkraut: Gelbe Pracht mit bitterem Beigeschmack

Heimische Giftpflanze ist eine ernste Bedrohung für Weidetiere

Für die Artenvielfalt mag das Jakobskreuzkraut (JKK) ein Gewinn sein, für die Weidetierehaltung und Futterkonservierung kann es ein ernstes Problem darstellen, die man nicht unterschätzen sollte. Durch ein kluges Risikomanagement sind Vergiftungen mit Leberschäden bei den Weidetieren eindämmbar.

Hintergrund: Die gefährlichen Giftstoffe im JKK sind die Pyrrolizidinalkaloide (PA). Diese Stoffgruppe gehört allgemein im Pflanzenreich zu den am weitesten verbreiteten Giften. Die PA entfalten erst in der Leber infolge der  Verstoffwechselung ihre giftige Wirkung. Akutes Leberversagen nach hohen Aufnahmemengen kann die Folge sein. Selbst bei häufiger Aufnahme von geringen Mengen droht eine schleichende Leberschädigung mit Zelluntergang (Nekrose) bis hin zur Leberzirrhose und Lebertumoren sowie entsprechenden Langzeitfolgen (Leistungsrückgang, Kümmern, plötzliches Versterben durch Organversagen oder Krebs).
Problematisch ist, dass JKK-Pflanzenteile nach dem Mähen oder in Futterkonservaten schlechter von Haustieren erkannt und aussortiert werden können, da beispielsweise in Silagen der Geschmack überdeckt sein könnte. Normalerweise werden frische Pflanzenanteile im Futter, die bitter schmecken, von den Weidetieren nach einigen Probebissen gemieden. Ob der bittere Geschmack des JKK jedoch beim Trocknen oder Silieren abnimmt, da einige der Bitterstoffe chemisch sehr stabil sind, ist nicht ausreichend gesichert. Es existieren hierzu keine belastbaren Empfehlungen.

Risikomanagement

Neben den naturschutzrechtlich besonders geschützten oder ökologisch bewirtschafteten Flächen kommt es auch auf konventionell geführtem Grünland immer wieder zum Auftreten von JKK, wenn dessen Samen über Straßenränder, Bahndämme oder von Nachbarflächen mit hohem Befall eingetragen werden oder ein erstes Auftreten nicht konsequent unterbunden wurde. Dabei ist zu beachten, dass eine blühende JKK-Pflanze bis zu einige zehntausend Samen bilden kann, die vom Wind bis zu 40 m verbreitet werden können. Zudem bleiben diese Samen im Boden viele Jahre keimfähig, sodass es nach Umbruchmaßnahmen oder Narbenerneuerung zu einem erneuten Auflaufen der Altlasten kommen kann. Daher ist bei allen Maßnahmen immer ein langer Atem und eine gute Zusammenarbeit aller Nachbarn sowie von Pächtern und Verpächtern in einer betroffenen Region gefordert.

Sinnvolle Bekämpfungsmaßnahmen

  • regelmäßige Beobachtung der Flächen (nicht alle Pflanzen keimen gleichzeitig)
  • mechanische Bekämpfung wie Ausreißen/Ausstechen von Einzelpflanzen mit Wurzel oder Nestern
  • chemischen Bekämpfung im Rosettenstadium bei Wuchshöhe von 10 bis 20 cm, sofern möglich und zulässig
    Grundsätzlich sollte immer eine Einzelpflanzenbehandlung der Flächenbehandlung vorgezogen werden. Einzelpflanzen können mit einer 1%igen Simplexlösung mit der Rückenspritze bekämpft werden. Bei flächenmäßigem Auftreten stellt der Einsatz von 2 l/ha Simplex eine sichere Maßnahme dar. Zu berücksichtigen bleiben die Anwendungsbestimmungen und Auflagen der angewendeten Mittel. Auch die Wartezeiten sind zu beachten.
  • Spezielle Mähkonzepte (z. B. vor der Blüte)
  • Ein Abfahren oder vollständiges Verrotten der Pflanzen muss vor einer Beweidung erfolgen
  • die Ansiedlung des natürlichen Fraßfeindes des JKK, dem Blutbären, einem auch als Jakobskrautbär oder Karminbär bekannten Schmetterling

Extensiv genutztes Grünland darf jedoch teilweise nicht vor dem 1. Juli gemäht werden, eine Pflegemaßnahme muss daher zeitnah erfolgen, da sich Pflanzen bereits in der Blüte befinden können.
Eine Nutzungsänderung und intensivere Pflege haben positive Effekte auf die Zurückdrängung von Jakobskreuzkraut.

Fachgerechte Entsorgung

Entfernte Pflanzen sollten fachgerecht entsorgt werden. Einzelpflanzen können in die Restmülltonne geworfen werden. Eine Entsorgung auf dem Kompost ist nicht empfehlenswert, da die Pflanzen nachreifen können. Bei größeren Mengen sollte bei den zuständigen Ämtern nach Bioabfallbehandlungsanlagen gefragt werden.

Arbeitsschutzbeim Umgang mit der Pflanze

Es ist immer zu bedenken, dass die Pflanzenstoffe nicht nur beim Verzehr, sondern auch in geringem Umfang über die Haut aufgenommen werden können. Es sollten daher immer geeignete Handschuhe getragen werden, um die eigene Gesundheit zu schützen. Langfristig wird die Ausbreitung auf intensiv geführtem Grünland vor allem durch einen guten Narbenschluss vermieden, da der Samen des JKK nur auf offenem Boden erfolgreich keimen kann. Daher kommt der Grünlandpflege nach guter fachlicher Praxis mit regelmäßiger Grasnachsaat eine hohe Bedeutung zu.

Tierschutz beachten

Ein fahrlässiger Umgang mit dieser Problematik kann einen Verstoß gegen das Tierschutzrecht bedeuten. So besagt das Tierschutzgesetz, dass Tierhalter ihr Tier „seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren“ müssen (§ 2) und verbietet, „einem Tier Futter darzureichen, das dem Tier erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden bereitet“ (§ 3).

Hinweis zum Bienenschutz: Für die Honigbiene ist das Jakobskreuzkraut keine attraktive Trachtpflanze. Sie wird nur bei mangelnden Alternativen befolgen. Pyrrolizidinalkaloid belasteter Honig wird in Deutschland nur sehr selten festgestellt. Honig, welcher aus Regionen mit massiven Vorkommen von Jakobskreuzkraut stammt, kann aber belastet sein. Die von Bienen beflogene Fläche kann nicht klar abgegrenzt werden. Daher sollte ein massives Vorkommen der Jakobskreuzkrautpflanzen auch bei der Nutzung zur Honiggewinnung vermieden werden.

Futtermittelrecht einhalten

Für konserviertes Grobfutter in Form von Heu oder Silage gilt in den meisten Fällen das EU-Futtermittelrecht. Insbesondere Artikel 15 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 verbietet, dass „nicht sichere Futtermittel“ an Lebensmittel liefernde Tiere verfüttert werden oder anderweitig in Verkehr gebracht, also gehandelt oder weitergegeben werden. „Nicht sicher“ sind dabei vor allem Futtermittel, die die Gesundheit von Mensch oder Tier beeinträchtigen können. Somit sollten von wissentlich mit JKK belasteten Flächen keine Futterkonserven hergestellt oder eingesetzt werden, da dies sonst neben dem Schaden an den Tieren zu CC-Rechtsverstößen mit Prämienabzug oder anderen Strafen führen könnte. Verkäufer von belastetem Grobfutter sollten dieses bei Reklamation anstandslos zurücknehmen und derartige Chargen sachgerecht beseitigen.

Zu Fragen der Grünlandpflege und Pflanzenschutzmaßnahmen können Sie sich zudem an die Berater der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein wenden.

Nils Klein (Pflanzenschutz), Dr. Ole Lamp (Tierhaltung), Tammo Peters (Grünland), Landwirtschaftskammer

Broschüre zum Jakobskreuzkraut

 

 

N-Bedarfsermittlung im Grünland

Hohe Stickstoffpreise: Verlustarme Gülledüngung und Nutzung von Leguminosen wichtig

Eine schriftliche Düngebedarfsermittlung bildet im Grünland- und Feldfutterbau den Grundstein für einen standortgerechten Nährstofffahrplan für die Düngesaison und muss vor der Düngungsmaßnahme vorhanden sein. Vor dem Hintergrund der aktuell hohen Preise für mineralischen Stickstoffdünger sollte die effiziente Ausbringung von organischen Düngern sowie die Etablierung von Leguminosen wie Klee besonders im Fokus stehen.

Nach der Düngeverordnung (DüV) muss vor dem Ausbringen von wesentlichen Nährstoffmengen (mindestens 30 kg P2O5/ha bzw. 50 kg N/ha) eine Düngebedarfsermittlung durchgeführt werden. Die schriftliche Berechnung des Bedarfes an Stickstoff (N) und Phosphor (P) muss je Schlag oder Bewirtschaftungseinheit bereits vor der ersten Düngegabe von mineralischen oder organischen Düngern dokumentiert werden. Der errechnete N-Düngebedarf ist als Obergrenze zu verstehen und darf nicht überschritten werden.

Ermittlung des Stickstoffdüngebedarfs

Außerhalb N-Kulisse

  • N-Düngebedarf wird unter Berücksichtigung des mittleren Ertragsniveaus der zurückliegenden fünf Jahre ermittelt
  • Ausgehend von diesem Durchschnittsertrag (dt TM/ha) und der daraus resultierenden N-Abfuhr wird Basis-N-Bedarf des Grünlands festgelegt (Übersicht 1).
  • wenn das betriebsindividuelle Ertragsniveau der letzten fünf Jahre von den Basiswerten (Übersicht 1) abweicht, müssen Zu- und Abschläge in kg N/ha in Abhängigkeit des abweichenden Ertragsniveaus und des Rohproteingehalts berücksichtigt werden (Übersicht 2) (kann allerdings nur herangezogen werden, sofern im Betrieb repräsentative Rohproteinuntersuchungsergebnisse vorliegen)

Innerhalb N-Kulisse:

  • innerhalb der N-Kulisse wird der Durchschnittsertrag aus den Jahren 2015 bis 2019 als feste Größe zu N-Düngebedarfsermittlung herangezogen
  • Düngebedarfsermittlung erfolgt auch für Flächen innerhalb der N-Kulisse nach dem oben beschriebenen Verfahren
  • der ermittelte N-Düngebedarf wird ist in einem weiteren Schritt insgesamt um 20 Prozent zu reduzieren
  • Möglichkeit, N-Mengen innerhalb der Kulturen zu verschieben, sofern im Gesamtergebnis der verringerte gesamtbetriebliche Düngebedarf innerhalb der N-Kulisse nicht überschritten wird und auch auf der Einzelfläche die berechnete N-Obergrenze gemäß § 4 DüV eingehalten werden kann

Abzüge durch standortspezifische N-Nachlieferung

  • N-Bedarfs wird zum Teil durch Standortnachlieferung aus mineralisierten N aus Bodenhumusvorrat gedeckt, welches von dem zuvor ermittelten N-Bedarf abgezogen werden muss
  • Abschläge für die Stickstoffnachlieferung aus dem Bodenvorrat anhand von Tabellenwerten (siehe Übersicht 3); Humusgehalte in den Böden müssen somit grundsätzlich bekannt sein
  • Weiterhin: N-Nachlieferung aus der organischen Düngung des Vorjahres muss in Höhe von 10 % der ausgebrachten N-Gesamtmenge von N-Düngebedarf abgezogen werden; anzusetzende Werte muss aus der Dokumentation der organischen Düngung aus 2021 entnommen werden

Leguminosen etablieren

  • Leguminosen bilden Symbiose mit N-bindenden Bodenbakterien und können so zur Sicherstellung hoher XP-Erträge einen wichtigen Beitrag leisten (bis zu 400 kg N/ha können gebunden werden)
  • Ertragsanteile der Leguminosen in den jeweiligen Bewirtschaftungseinheiten müssen geschätzt, und entsprechende Abschläge vorgenommen werden (Übersicht 4)
  • wegen hoher Kosten für Eiweißkonzentrate oder mineralischer N-Dünger sollten die Vorteile der Leguminosen genutzt werden
  • Beispiel Nachsaat Weißklee im Dauergrünland: Zum Zeitpunkt der geringen Konkurrenzkraft vorhandener Gräser; Nachsaaterfolge bei dauerhaft kurzer Grasnarbe unter Beweidung oder bei geringeren Zuwachsraten im Spätsommer am höchsten
  • Klee-Nachsaat kann mit 1 – 2 kg Klee /ha im Gemenge mit Gräsern erfolgen
  • pH-Wert nahe des bodenspezifischen Optimums ist entscheidend für erfolgreiche Klee-Etablierung

Wirtschaftsdünger effizient einsetzen

  • es gelten generell die Werte für die Mindestwirksamkeit des Stickstoffs aus organischen oder organisch-mineralischen Düngemitteln im Jahr des Aufbringens organischer Dünger (Übersicht 5), mindestens jedoch der ermittelte Gehalt an verfügbarem Stickstoff oder Ammoniumstickstoff (NH4-N)
  • übertrifft der Gehalt an verfügbarem Stickstoff oder Ammoniumstickstoff den angegebenen Wert der Mindestausnutzung im Jahr des Aufbringens, dann muss dieser für die N- Ausnutzung angesetzt werden (der jeweils höhere Wert gibt den Weg in der weiteren Berechnung vor)
  • Beispiel: Liegt bei einer Rindergülle (3,5 kg Gesamt-N/m³, 2 kg NH4-N/m³) der NH4-N-Anteil oberhalb von der 50%-Mindestwirksamkeit (Übersicht 5), können nicht nur 1,75 kg N/m³ (50 % von 3,5 kg Gesamt-N) geltend gemacht werden, sondern müssen 2 kg NH4-N/m³ (57 % von 3,5 kg Gesamt-N) angerechnet werden, da dieser Anteil zu 100 % pflanzenverfügbar und mineralisch wirksam ist
  • hohe mineralische Wirksamkeit der Gülle kann nur bei optimaler Witterung und effizienter Ausbringtechnik gewährleistet werden (Reduktion gasförmiger Verluste)
  • bodennahe Ausbringtechnik ist dringend zu bevorzugen (nach DüV ab 2025 im Grünland verpflichtend!); N-Verluste sind in folgender Reihenfolge der Ausbringtechnik am geringsten: Injektion < Schleppschuh < Schleppschlauch < Breitverteilung
  • Nährstoffzusammensetzung organischer Düngemittel muss generell auf Basis eigener Analysen oder anhand von Richtwerten nachzuweisen sein
  • in N-Gebietskulissen müssen eigene Wirtschaftsdüngeranalysen vorliegen (nicht älter als ein Jahr alt!); für jede ausgebrachte Wirtschaftsdüngerart (z.B. Rindergülle, Gärsubstrat) muss eine separate Analyse vorliegen (Festmist von Huf- oder Klauentieren ausgenommen)
  • Aufteilung der Gesamt-N-Menge sollte nach dem Pflanzenbedarf ausgerichtet werden; bei 4 Schnitten macht erste ertragsstarke Schnitt circa 40 % des Jahresertrags aus, sodass dementsprechend die N-Gabe hier höher ausfallen sollte als zu den nachfolgenden Schnitten
  • Einzelgaben von circa 15–20 m³ Gülle pro Hektar sollten möglichst nicht wesentlich
    überschritten werden; bei stark verdünnter Gülle sind allerdings auch
    höhere Mengen möglich

Phosphordüngung

  • P-Düngebedarf muss unter jeweiligen Standort- und Anbaubedingungen an zu erwartenden Erträge und Qualitäten unter Berücksichtigung der im Boden verfügbaren Phosphatmenge berechnet werden
  • auf Flächen mit hoher P-Versorgungsstufe (P2O5-Versorgung >25 mg/100 g Boden (DL Methode)) dürfen phosphathaltige Düngemittel im Rahmen einer Fruchtfolge über drei Jahre höchstens bis in Höhe der voraussichtlichen Phosphatabfuhr aufgebracht werden
  • aktuelle P-Bodenversorgung muss anhand repräsentativer Bodenproben, die für jeden Schlag ab einem Hektar Fläche, spätestens alle sechs Jahre erhoben und nachgewiesen werden
  • Bodenversorgungsspezifische Beratungsempfehlungen finden sich in den Richtwerten für die Düngung 2021, herausgegeben von der Landwirtschaftskammer

Grundnährstoffe und pH-Wert bedenken

  • um hohes Maß an Nährstoffeffizienz mit einer leistungsfähigen Grünlandnarbe zu realisieren, ist auch die Düngung der übrigen Grundnährstoffe Kalium (K), Magnesium (Mg) und Schwefel (S) näher zu fokussieren
  • besonders sollte auch Augenmerk auf den standortspezifischen optimalen pH-Wert gelegt werden, um eine hohe Bodenfruchtbarkeit und Nährstoffnachlieferung zu gewährleisten und eine erfolgreiche Klee-Etablierung zu gewährleisten
  • Wie immer gilt: Pflegemaßnahmen (Striegeln, Nachsaat, Walzen) sind in Abhängigkeit des Anteils an Qualitätsgräsern und der Lückigkeit des Bestandes anzuwenden

Planungstool der Landwirtschaftskammer

 

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Tammo Peters,
Landwirtschaftskammer

Dr. Lars Biernat,
Landwirtschaftskammer

Praxishandbuch: Grünland für Pferde

Neuer umfassender Leitfaden für Pferdegrünland

Das 90-seitige „Praxishandbuch Grünland für Pferde“ greift umfassend und praxisorientiert alle wichtigen Aspekte für die Bewirtschaftung von Pferdegrünland auf. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen dabei gleichermaßen die hohen Ansprüche an Futtergrundlage und Auslauf, als Basis für die Gesunderhaltung und Leistungsfähigkeit des Pferdes.

In verständlicher Weise werden die komplexen Zusammenhänge zwischen den Standortgegebenheiten und dem praktizierten Weidemanagement sowie deren Einflüsse auf die Pflanzenbestandsentwicklung und Futterqualität behandelt. Weiterhin werden Themen wie Pflegemaßnahmen und Düngung eingehend erläutert. Viele praktische Hinweise untermauern die Einflüsse der Pflege und Düngung zur Entwicklung und Zusammensetzung des Pflanzenbestandes. Dabei stehen die Anforderungen des Pferdes an den Grünlandbestand stets im Vordergrund.

Zunehmend gewinnt die umweltfreundliche und nachhaltige Pferdehaltung und Grünlandbewirtschaftung an Bedeutung. So hebt ein eigenes Kapitel die Beweidung von artenreichen Grünlandbeständen mit Pferden als einen wesentlichen Beitrag für die Biodiversität hervor. Allerdings können unverträgliche und giftige Pflanzenarten, Weideparasiten oder auch eine sehr ungünstige Zusammensetzung der Futterinhaltsstoffe ernährungsphysiologische und gesundheitliche Risiken wie Hufrehe für Pferde bedingen. Das Handbuch zeigt diverse Risikobereiche auf und leitet daraus Handlungsempfehlungen der Risikovermeidung ab.

Das „Praxishandbuch Grünland für Pferde“ richtet sich nicht nur an interessierte Pferdehalterinnen und Pferdehalter, sondern auch an beratend Tätige, Berufs- und Fachschulen sowie landwirtschaftliche Lohnunternehmen. Es wurde in Zusammenarbeit der Landwirtschaftskammern Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein sowie der Universitäten Göttingen und Halle erstellt.

Das Handbuch erhalten Sie für 15 €. Ihre Bestellung richten Sie an pflanzenbau@lksh.de oder 0 43 31-94 53-342.

Tammo Peters, Liesel Grün
Landwirtschaftskammer