Conservation Agriculture – die Kombination aus reduzierter Bodenbearbeitung, ganzjähriger Bodenbedeckung und vielfältiger Fruchtfolge – wird in Deutschland als vollständiges System bislang nur auf rund einem Prozent der Ackerfläche praktiziert.
Eine im März 2025 veröffentlichte Studie von NABU, der Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung (GKB e. V.) und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf hat die ökologischen und wirtschaftlichen Effekte des Systems auf 17 Beispielbetrieben in vier bodenklimatischen Regionen Deutschlands untersucht. In den untersuchten Betrieben zeigten sich unter anderem ein deutlich geringerer Treibstoffeinsatz, ein reduzierter Düngemitteleinsatz sowie im Durchschnitt leicht höhere Erträge. Warum die Umsetzung trotz dieser Befunde so gering ausfällt, beantwortet die Studie nicht.
An dieser Frage setzt eine Masterarbeit am Institut für Agrarökonomie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel an. Sie untersucht, welche betrieblichen und persönlichen Faktoren einer Umstellung entgegenstehen und wie ein Förderprogramm ausgestaltet sein müsste, damit ein Einstieg für Betriebe infrage kommt.
In der Online-Befragung werden dazu verschiedene hypothetische Förderprogramme gegenübergestellt, die sich in Prämienhöhe, Vertragslaufzeit, Beratungsangebot, Auflagen und erforderlichem Mindestanteil der Ackerfläche unterscheiden. Die Teilnehmenden entscheiden jeweils, welches Programm für ihren Betrieb infrage käme – oder ob sie keines davon wählen würden.
Angesprochen sind: Betriebsleitende und andere Personen mit betrieblicher Entscheidungsverantwortung, die Conservation Agriculture noch nicht als vollständiges Anbausystem umsetzen.
Die Anwendung einzelner Maßnahmen wie Zwischenfruchtanbau oder pfluglose Bodenbearbeitung schließt eine Teilnahme nicht aus. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Befragung dauert etwa 15 Minuten und ist anonym:
