Rund 173.733 Tonnen Fisch landeten die 1.077 Fischereifahrzeuge der deutschen Hochsee- und Küstenfischerei an – sieben Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Erlöse stiegen um 32 Prozent auf 236,4 Millionen Euro, was vor allem durch die vermehrte Anlandung von höherpreisigen Fischen wie Speisekrabbe, Kabeljau oder Schwarzer Heilbutt bedingt war.
„Trotz des kritischen Zustands der Ostsee und der damit einhergehenden minimalen Fangquoten sowie des dortigen Verbots der gezielten Dorsch- und Heringsfischerei sind die Anlandemengen und Erlöse insgesamt gestiegen“, sagt BLE-Referatsleiter Lutz Wessendorf. „2025 war mit Abstand das beste seit vielen Fangjahren für die Krabbenfischer, was ihnen betriebswirtschaftlich wieder Aufschwung gegeben hat. Eine bereits eingeleitete finanzielle Krisenbeihilfe musste daher am Ende nicht umgesetzt werden.“ Allein die Erlöse für Speisekrabbe haben sich 2025 auf 64,6 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Die Top 3 der angelandeten Fischarten waren Blauer Wittling (35,7 Prozent), Hering (26,7 Prozent) und Sprotte (8,5 Prozent). Makrele und Speisekrabbe folgten mit jeweils sechs Prozent.
Inländische Häfen: Knapp drei Viertel der Ware ist Speisekrabbe
Insgesamt wurden 13.423 Tonnen Fisch (Anlandegewicht) einschließlich Beifang, eingelagerter Ware, Fischmehl und Futterfisch in den Fischereihäfen der Küstenländer Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen angelandet. Von den 12.748 Tonnen (Anlandegewicht) an verkaufter und eingelagerter Ware fielen die Hauptmengen auf Speisekrabbe (74,4 Prozent), Plattfische wie Scholle, Flunder und Steinbutt (6,4 Prozent) sowie Schwarzer Heilbutt (5,7 Prozent). Die stark gesunkene deutsche Fangquote bei Makrele führte dazu, dass 2025 nur noch drei Tonnen Makrele verkauft und eingelagert wurden – 2024 waren es noch rund 3.560 Tonnen.
Mit rund 160.310 Tonnen (Anlandegewicht) Fisch im Wert von 163 Millionen Euro steuerten die deutschen Fischereifahrzeuge ausländische Häfen an. Mehr als drei Viertel der 159.877 Tonnen (Anlandegewicht) verkaufter und eingelagerter Ware wurden über die Niederlande angelandet, 11,3 Prozent entfielen auf Häfen in Dänemark und 7,5 Prozent auf norwegische Häfen.
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