Getreide und Raps

Erzeugerpreise Getreide, Raps frei Lager, ab 2 t

Preisermittlung der Landwirtschaftskammer für Schleswig-Holstein
(wöchentliche Berichterstattung im VLK/Kammer-Programm und Marktinformationssystem)
 

48. Woche vom 29.11. bis 05.12.2021

Preise für Terminware der neuen Ernte 2021 in Euro/Tonne ohne MwSt.

Mehrwertsteuersatz ab 1. Januar 2021 für pauschalierende Landwirte: 10,7 % beim Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse;

7 % beim Einkauf von Betriebsmitteln landwirtschaftlicher Herkunft, sonst 19 %.

Getreide und Raps

Preise für Terminware der Ernte 2021

  Spanne Schwerpunktpreis Preis in der Vorjahreswoche
Eliteweizen (E-Weizen) 273,00 - 288,00 281,00 203,80
Qualitätsweizen (A-Weizen) 271,00 - 286,00 279,00 202,90
Brotweizen (B-Weizen) 268,00 - 283,00 276,10 197,90
Vorkontrakt Brotweizen (2022) 232,00 - 240,00 0,00 0,00
Mahl- und Brotroggen 229,00 - 250,00 238,90 147,30
Roggen and. Verwendung 219,00 - 245,00 230,20 141,40
Braugerste 265,00 - 330,00 293,40 162,30
Futtergerste 63- 64. kg/hl 240,00 - 250,00 246,30 169,40
Vorkontrakt Futtergerste (2022) 204,00 - 215,00 0,00 0,00
Futterweizen 253,00 - 269,00 262,40 188,00
Qualitätshafer 200,00 - 250,00 217,60 165,20
Futterhafer 180,00 - 240,00 200,00 148,90
Triticale 236,00 - 251,00 244,70 170,20
Raps 625,00 - 661,00 642,60 392,90
Vorkontrakt Raps (2022) 515,00 - 526,00 0,00 0,00
Futtererbsen 288,00 - 330,00 305,40 218,90
Ackerbohnen 290,00 - 328,00 306,60 214,60

Getreide- und Rapsmarkt:

Dunkelrote Vorzeichen am Terminmarkt.

Die Terminkurse für Raps und Getreide haben eine Kehrtwende hingelegt. Nur zwei Wochen nach den historischen Höchstständen befinden sich die Kurse im Sturzflug. Der Matif-Kurs für Weizen ging von 311,50 EUR/t am 23. November zurück auf 279,50 EUR/t am Dienstag. Entsprechend tiefer liegen auch die Erzeugerpreise vor Ort, das hat zu einer Belebung des Vorkontraktgeschäftes geführt. Viele Erzeuger möchten sich die hohen Preise für die Ernte 2022 sichern. Auslöser für den Preisverfall am Weltmarkt war die düstere Stimmung, die aufgrund des Corona-Geschehens weltweit an den Aktienmärkten besteht. Aus Sorge um die wirtschaftliche Erholung ging der Rohölkurs stark zurück, was eine Serie an Gewinnmitnahmen auslöste - auch im Bereich der Agrarrohstoffe. Der Rapskurs an der Matif ist auf 644,75 EUR/t Schlusskurs Dienstag zurückgegangen und verzeichnet damit den größten Verlust im 2-Wochen-Vergleich. Im Gegensatz zur Börsenentwicklung hat sich an den grundlegenden Daten zur Marktversorgung wenig geändert. Die Märkte für Getreide und Ölsaaten bleiben knapp versorgt. Der Fokus der Aufmerksamkeit liegt derzeit auf der laufenden australischen Ernte, wo Rekorderntemengen für Weizen, Gerste und Raps prognostiziert werden.