Getreide und Raps

Erzeugerpreise Getreide, Raps frei Lager, ab 2 t

Preisermittlung der Landwirtschaftskammer für Schleswig-Holstein
(wöchentliche Berichterstattung im VLK/Kammer-Programm und Marktinformationssystem)
 

48. Woche vom 28.11. bis 04.12.2022

Preise für Terminware zur Lieferung in der Ernte 2022 in Euro/Tonne ohne MwSt.

Mehrwertsteuersatz ab 1. Januar 2022 für pauschalierende Landwirte: 9,5 % beim Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse;

7 % beim Einkauf von Betriebsmitteln landwirtschaftlicher Herkunft, sonst 19 %.

Getreide und Raps

\\ Diese Preise stellen die Ergebnisse einer wöchentlichen Abfrage dar und gewähren keine Preisgarantie. //

  Spanne Schwerpunktpreis Preis in der Vorjahreswoche
Eliteweizen (E-Weizen) 0,00 - 0,00 0,00 281,00
Qualitätsweizen (A-Weizen) 310,00 - 329,00 316,20 279,00
Brotweizen (B-Weizen) 301,00 - 314,00 305,30 276,10
Brotweizen der Ernte 2023 268,00 - 278,00 275,90 0,00
Mahl- und Brotroggen 243,00 - 266,00 259,40 238,90
Roggen and. Verwendung 235,00 - 258,00 248,10 230,20
Braugerste 0,00 - 0,00 0,00 293,40
Futtergerste 63- 64. kg/hl 257,00 - 274,00 263,50 246,30
Futtergerste der Ernte 2023 230,00 - 238,00 236,70 0,00
Futterweizen 273,00 - 287,00 278,60 262,40
Qualitätshafer 260,00 - 297,00 280,10 217,60
Futterhafer 230,00 - 269,00 251,70 200,00
Triticale 250,00 - 272,00 262,10 244,70
Raps 560,00 - 585,00 567,20 642,60
Raps der Ernte 2023 555,00 - 580,00 562,50 0,00
Futtererbsen 0,00 - 0,00 0,00 305,40
Ackerbohnen 334,00 - 370,00 347,50 306,60

Getreide- und Rapsmarkt:

Terminmärkte korrigieren scharf

Die Handelsaktivität am Getreidemarkt verläuft hierzulande schleppend. Die hiesigen Erzeugerpreise haben erneut nachgegeben, wenn auch nur in kleinen Schritten. Die meisten Landwirte sind nach den Preiskorrekturen nicht bereit Getreide zu vermarkten.

In den USA sind die Börsennotierungen deutlich runtergerutscht. In der vergangenen Woche lagen die Notierungen für den Frontmonat beim Weizen in Chicago noch mehrheitlich bei rund 285 €/t, in dieser Woche gaben die Kurse nach bis auf umgerechnet 266 €/t, so niedrig wie Mitte August zuletzt. Eine große Verunsicherung wurde ausgelöst durch die Proteste in China wegen der Umsetzung der Null-Covid-Strategie. Bei einer Intensivierung der Unruhen sehen Analysten die wirtschaftliche Situation Chinas und damit auch die weltweite Nachfrage in Gefahr. Würde die chinesische Regierung bezüglich der Corona-Maßnahmen einlenken, wäre eine positive Änderung hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation denkbar.

Die Erzeugerpreise für Raps sind nochmals deutlich zurückgegangen. Innerhalb von fünf Wochen kam es dementsprechend zu einem Preisrückgang von rund 65 €/t auf hierzulande rund 567 €/t. Die Abgabebereitschaft der Erzeuger ist dadurch sehr gering. Allerdings sehen Marktteilnehmer derzeit wenig Raum für eine Preisanpassung nach oben. Das Angebot kann mit den ukrainischen Exportmengen als vergleichsweise groß bezeichnet werden. Der Internationale Getreiderat hat ein Plus von 15 % gegenüber dem Vorjahr für die globale Rapserzeugung veröffentlicht. Damit würden die Lagerendbestände für Raps in der Saison 2022/23 weltweit deutlich zunehmen.