Getreide und Raps

Erzeugerpreise Getreide, Raps frei Lager, ab 2 t

Preisermittlung der Landwirtschaftskammer für Schleswig-Holstein
(wöchentliche Berichterstattung im VLK/Kammer-Programm und Marktinformationssystem)
 

31. Woche vom 01.08. bis 07.08.2022

Preise für Terminware zur Lieferung in der Ernte 2022 in Euro/Tonne ohne MwSt.

Mehrwertsteuersatz ab 1. Januar 2022 für pauschalierende Landwirte: 9,5 % beim Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse;

7 % beim Einkauf von Betriebsmitteln landwirtschaftlicher Herkunft, sonst 19 %.

Getreide und Raps

  Spanne Schwerpunktpreis Preis in der Vorjahreswoche
Eliteweizen (E-Weizen) 0,00 - 0,00 0,00 213,00
Qualitätsweizen (A-Weizen) 328,00 - 345,00 337,00 211,00
Brotweizen (B-Weizen) 325,00 - 337,00 332,20 209,00
Brotweizen der Ernte 2023 260,00 - 270,00 265,00 0,00
Mahl- und Brotroggen 256,00 - 270,00 263,30 168,60
Roggen and. Verwendung 246,00 - 260,00 252,30 157,00
Braugerste 0,00 - 0,00 0,00 195,00
Futtergerste 63- 64. kg/hl 265,00 - 278,00 271,40 187,80
Futtergerste der Ernte 2023 230,00 - 240,00 236,00 0,00
Futterweizen 292,00 - 312,00 303,80 194,00
Qualitätshafer 290,00 - 296,00 291,90 167,50
Futterhafer 240,00 - 265,00 248,60 145,00
Triticale 270,00 - 285,00 274,50 179,00
Raps 620,00 - 675,00 648,70 510,70
Raps der Ernte 2023 600,00 - 630,00 618,00 0,00
Futtererbsen 0,00 - 0,00 0,00 240,00
Ackerbohnen 312,00 - 338,00 321,90 233,00

Getreide- und Rapsmarkt:

Erfreuliche Getreideernte / Zweifel an ukrainischen Exporten

Die Preise am hiesigen Getreidemarkt liegen über der Vorwoche. Jedoch schwankten die zugrunde liegenden Terminkurse so stark, dass sich vergrößerte Preisspannen ergaben. Die bisherigen Ergebnisse der Getreideernte sind erfreulich. Gerste konnte bei passenden Inhaltsstoffen teilweise Spitzenerträge erzielen, Raps übertrifft ebenso die Erwartungen. Weizen wird in westlichen Landesteilen anfänglich gedroschen, während südöstlich schon die späteren Sorten reif sind. Die Weizenerträge machen einen guten Eindruck, beim Proteingehalt macht sich Schwäche bemerkbar. Am Weltmarkt stehen die internationalen Konflikte im Vordergrund: Die Wiederherstellung der Exportfähigkeit der Ukraine unter dem Dach des Getreideabkommens macht Fortschritte. Unsicher ist, mit welchen Ausfuhrmengen in den nächsten Monaten zu rechnen ist. Das setzt die Getreidekurse, speziell Mais und Weizen, unter Druck. Beim Mais wirkt die unter Trockenheit leidende europäische Ernte an der Matif preislich dagegen. Eine Rückkehr der Ukraine als exportierender Marktteilnehmer würde die derzeit hohe Nachfrage nach europäischem Getreide stark drosseln. Parallel entfacht der neue Konflikt zwischen China und den USA Sorgen um die chinesischen Importe, etwa bei Sojabohnen. Die Börsen reagieren daher mit starken Rücknahmen, besonders im Bereich der Ölsaaten.