Getreide und Raps

Erzeugerpreise Getreide, Raps frei Lager, ab 2 t

Preisermittlung der Landwirtschaftskammer für Schleswig-Holstein
(wöchentliche Berichterstattung im VLK/Kammer-Programm und Marktinformationssystem)
 

35. Woche vom 24.08. bis 30.08.2026

Preise in Euro/Tonne ohne MwSt.

Mehrwertsteuersatz ab 1. Januar 2025 für pauschalierende Landwirte: 7,8 % beim Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse;

7 % beim Einkauf von Betriebsmitteln landwirtschaftlicher Herkunft, sonst 19 %.

Getreide-Rapspreise Schleswig-Holstein

\\ Diese Preise stellen die Ergebnisse einer wöchentlichen Abfrage dar und gewähren keine Preisgarantie. //

  Spanne D-Schnitt Vorjahr
Eliteweizen (E-Weizen)      
Qualitätsweizen (A-Weizen)      
Brotweizen (B-Weizen) 200,00 - 210,00 205,00 169,60
Brotweizen der Ernte 2027 197,00 - 204,00 0,00 0,00
Mahl- und Brotroggen 154,00 - 170,00 162,00 146,80
Roggen and. Verwendung 149,00 - 160,00 154,10 134,90
Braugerste      
Futtergerste 63- 64. kg/hl 175,00 - 196,00 184,00 148,00
Futtergerste der Ernte 2027 165,00 - 177,00 168,60 0,00
Futterweizen 185,00 - 192,00 189,70 152,70
Futterweizen der Ernte 2027 178,00 - 195,00 186,50 0,00
Qualitätshafer 133,00 - 144,00 138,60 144,50
Futterhafer 102,00 - 116,00 109,10 112,40
Triticale 169,00 - 178,00 173,15 144,60
Raps 489,00 - 495,00 493,10 435,00
Raps der Ernte 2027 452,00 - 476,00 462,10 0,00
Futtererbsen      
Ackerbohnen 200,00 - 206,00 203,10 225,90

Getreide- und Rapsmarkt:

In SH werden aktuell die letzten Getreideflächen gedroschen. Auch hat die Ernte der Ackerbohnen begonnen. Nach der letzten Ernteschätzung liegen die Getreideerträge unter dem Vorjahresergebnis. Beim Weizen fehlt zum Teil Hektolitergewicht. Protein und Fallzahl sind gut. Die Matif-Weizenkurse haben im Wochenverlauf leicht zugelegt. Entsprechend zeigt sich auch eine feste Tendenz der Gebote vor Ort. Einige Landwirte rechnen jetzt Teilmengen ab, bevor beim Landhandel Einlagerungsgebühren erhoben werden. Der hohe Eurokurs bremst den Export. Dazu haben die Importländer wenig Bedarf. Dennoch bleibt die Nachfrage an den norddeutschen Hafenplätzen rege, da aufgrund der Pegelstände wenig Ware aus dem Binnenland kommt. Futtergerste wird weiterhin rege nachgefragt. Die Preisspanne hat sich hier erhöht. Weizen wird aktuell eher verkauft, da man mittelfristig mit einem höheren Angebot aus dem Schwarzen Meer rechnet. Bei Futtergerste sieht man eher noch Perspektiven beim Preis, da auch die Körnermaisernte im Süden gering ausfällt.
Aktuell läuft die Rapsaussaat bei guten Bodenbedingungen. Weitere Regenfälle sind aber notwendig. Die Rapskurse gaben im Wochenverlauf nach und folgen damit den schwachen Vorgaben der internationalen Märkte für pflanzliche Öle. Der Rohölkurs blieb dagegen relativ fest. Die knappe Rapsversorgung in der EU sollte jedoch den Preisrückgang hierzulande bremsen. Es gibt nur noch wenig Raps in Erzeugerhand.

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