Green Care – Soziale Angebote auf dem Bauernhof

Mit dem Begriff Green Care werden alle Angebote auf Bauernhöfen umschrieben, die Menschen mit Beeinträchtigungen und ihr Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellen.

Green Care-Angebote fördern die körperliche und psychische Gesundheit der Menschen und eröffnen neue Einkommensalternativen für landwirtschaftliche Betriebe. Hierfür nutzen die Betriebe Pflanzen, Tiere, Natur und alle weiteren den Höfen zur Verfügung stehenden Ressourcen.

Menschen mit Beeinträchtigungen werden passende Arbeitsplätze, barrierearme Hofführungen, Wohnmöglichkeiten, Betreuungsmöglichkeiten für einige Stunden oder für ganze Tage angeboten.

Der Bauernhof ist ein idealer Ort, um Menschen emotional zu berühren und zu ihren Wurzeln zu führen. Gerade für Menschen mit Behinderungen, psychischen Erkrankungen oder einer Demenz sind positive Erlebnisse und berührende Momente auf dem Bauernhof besonders wertvoll.

Hier finden interessierte Landwirte und Landwirtinnen
Informationen zum Beratungsangebot
und zum Green Care Lehrgang der Landwirtschaftskammer.

Angebote zur Unterstützung im Alltag Alltagsförderungsverordnung SH §45a SGB XI

Inzwischen gibt es Höfe, die speziell für Menschen mit Beeinträchtigungen stundenweise Hofbesuche mit qualifizierter Betreuung anbieten. Für Menschen, die bereits vom Medizinischen Dienst der Kranken-und Pflegekassen (MD) einen Pflegegrad zugesprochen bekommen haben und in der eigenen Häuslichkeit gepflegt werden, können diese Leistungen von der Pflegekasse* bezuschusst werden.

Weitere Infos: Amt für Soziale Dienste in Schleswig-Holstein:
Infos zu Angeboten zur Unterstützung im Alltag.
 

Neuer Lehrgang für interessierte Bauern und Bäuerinnen:
Green Care - Betreuung auf dem Bauernhof
 

*Wer hat Anspruch auf den Entlastungsbetrag?

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich (also insgesamt bis zu 1.500 Euro im Jahr). Das gilt auch für Pflegebedürftige des Pflegegrades 1. Der Betrag ist zweckgebunden einzusetzen für qualitätsgesicherte Leistungen zur Entlastung pflegender Angehöriger und vergleichbar Nahestehender in ihrer Eigenschaft als Pflegende sowie zur Förderung der Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen bei der Gestaltung ihres Alltags. Soweit der monatliche Leistungsbetrag in einem Kalendermonat nicht (vollständig) ausgeschöpft worden ist, wird der verbliebene Betrag jeweils in die darauffolgenden Kalendermonate übertragen. Leistungsbeträge, die am Ende des Kalenderjahres noch nicht verbraucht worden sind, können noch bis zum Ende des darauffolgenden Kalenderhalbjahres übertragen werden.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit. 

Höfe mit Unterstützungsangeboten

Inzwischen gibt es Höfe, die stundenweise Veranstaltungen für Menschen mit Betreuungsbedarf anbieten (siehe unten). Erste Wohnprojekte sind in Schleswig-Holstein in Planung. 

Außerdem bieten Demeter-Höfe für Menschen mit Behinderungen langfristige Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten an. Weitere Informationen auf der
Webseite des Verbandes 
oder auch aufder Webseite des
Bundesverbandes anthroposophisches Sozialwesen e.V. 

Auskunft erteilt auch Frau Krause-Trapp vom Bundesverband anthroposophisches Sozialwesen: Tel: +49 06035 81190