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Umfrage zur Krisenvorsorge in der Landwirtschaft

Warum ist betriebliche Notfallvorsorge wichtig? Landwirtschaftliche Betriebe sind auf das zuverlässige Zusammenspiel vieler verschiedener Abläufe angewiesen ...

Die betriebliche Notfallvorsorge betrifft auch die Tierhaltung. Foto: HAW Kiel

Ein großflächiger Stromausfall über mehrere Tage kann landwirtschaftliche Betriebe vor große Herausforderungen stellen. Bei einem 72-Stunden-Blackout fällt nicht nur die Stromversorgung aus. Auch andere wichtige Infrastrukturen und Dienstleistungen können beeinträchtigt sein. Dazu gehören beispielsweise Mobilfunk und Internet, Wasserversorgung, Kraftstoffversorgung sowie Liefer- und Transportwege. Fällt ein wichtiger Bestandteil aus, kann dies schnell weitere Betriebsbereiche beeinträchtigen.
Vorsorge beginnt mit der Frage: Was wäre, wenn?
Betriebliche Notfallvorsorge bedeutet nicht, für jedes denkbare Krisenszenario eine optimale Lösung bereitzuhalten. Vielmehr geht es darum, die eigenen kritischen Betriebsabläufe zu kennen und sich auf mögliche Ausfälle vorzubereiten. 

Dazu können beispielsweise folgende Fragen helfen:
• Was muss auch im Notfall funktionieren?
• Welche Personen, Anlagen und Betriebsmittel werden dafür benötigt?
• Was passiert, wenn Strom, Wasser, Futter, Personal oder ein wichtiger Dienstleister nicht zur Verfügung stehen?
• Welche Alternativen gibt es?

Neben technischen Maßnahmen wie einer geeigneten Notstromversorgung können auch Vorräte, alternative Lieferanten, klare Vertretungsregelungen, Kommunikationsmöglichkeiten, schriftliche Notfallpläne oder Kooperationen mit anderen Betrieben wichtige Bestandteile der Vorsorge sein. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt dabei immer von den Gegebenheiten des jeweiligen Betriebs ab.

Wo stehen die Betriebe in Schleswig-Holstein?
Doch wie gut sind die landwirtschaftlichen tatsächlich auf solche Situationen vorbereitet? Und in welchen Bereichen besteht Unterstützungsbedarf? 
Darüber ist bislang leider nur wenig bekannt. Insbesondere fehlen praxisnahe Daten dazu, wie Betriebe ihre eigene Vorsorge einschätzen, welche Maßnahmen bereits umgesetzt werden und welche Herausforderungen bei der Umsetzung bestehen.

Hier setzt eine aktuelle Befragung der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kiel (HAW Kiel) in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz Schleswig-Holstein (MLLEV) an. Im Rahmen einer Projektarbeit wird der aktuelle Stand der betrieblichen Notfallvorsorge sowie der Unterstützungsbedarf landwirtschaftlicher Betriebe in Schleswig-Holstein untersucht.

Ihre Erfahrung ist gefragt!
Über den folgenden Link erhalten Sie Zugang zu der 10- bis 15-minütigen Online-Befragung:

https://ww3.unipark.de/uc/notfallvorsorge/

Die Teilnahme ist freiwillig und anonym. Die Umfrage läuft bis zum 31.12.2026.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!