Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft erklärt. Ziel ist es, die Rolle von Frauen in der Landwirtschaft stärker sichtbar zu machen und den fachlichen Austausch zu bestehenden Rahmenbedingungen weiterzuführen.
Vor diesem Hintergrund hat eine Verbändeallianz ein gemeinsames Positionspapier veröffentlicht, an dem unter anderem der Verband der Landwirtschaftskammern mitgewirkt haben. Das Papier beschreibt aktuelle Entwicklungen und benennt aus Sicht der beteiligten Verbände weiterhin bestehende strukturelle Herausforderungen, etwa bei Betriebsübernahmen, Führungspositionen, dem Zugang zu Finanzierung sowie der sozialen Absicherung.
Nach Angaben des Papiers werden in Deutschland rund 11 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe von Frauen geführt, was im EU-Vergleich einen niedrigen Wert darstellt. Vor diesem Hintergrund werden acht Handlungsfelder skizziert, darunter Fragen der Berufs- und Rollenbilder, der politischen Beteiligung, der Ausgestaltung von Förderinstrumenten, der Beratung sowie von Netzwerken und der Altersvorsorge.
Das Internationale Jahr der Frauen in der Landwirtschaft 2026 soll aus Sicht der beteiligten Organisationen genutzt werden, um diese Themen fachlich zu beleuchten und den Dialog zwischen Politik, Verbänden und Praxis weiterzuführen.
Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein greift das Themenjahr 2026 auf und wird den fachlichen Austausch zu Frauen in der Landwirtschaft im Rahmen bestehender und geplanter Formate begleiten. Dazu zählt unter anderem auch ein Coachingangebot für Unternehmerinnen, das in dieser Woche gestartet ist.
Verantwortlich für diesen Pressetext: Die Pressesprecherin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Dr. Laura Maxi Stange
