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Der Ozean: Leben und Lebensgrundlagen

Zum Tag des Meeres fordert der NABU ein Sofortprogramm Meeresschutz

 

Das offenen Meer in Dänisch Niehnhof. Foto: Ingken Wehrmeyer

Seit 2009 wird der Welttag der Ozeane von den Vereinten Nationen am 8. Juni begangen.

Der NABU fordert im Rahmen des internationalen Tages mehr Schutz für Nord- und Ostsee. Trotz vielfältiger Schutzverpflichtungen ist der Zustand der beiden Meere vor unserer Haustür besorgniserregend. Der NABU appelliert an die Bundesregierung, ein Sofortprogramm Meeresschutz zu starten.

„Jeder zweite Atemzug kommt aus dem Meer. Meere speichern große Mengen Kohlendioxid, sie ernähren uns, verbinden uns, sind Orte der Erholung. Das alles können sie nur, wenn sie gesund sind“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Verantwortung für Deutschland, wie es im Titel des Koalitionsvertrages der Bundesregierung steht, bedeutet auch Verantwortung für Nord- und Ostsee. Wir fordern ein Sofortprogramm Meeresschutz, welches wirksame und mindestens zur Hälfte nutzungsfreie Schutzgebiete, eine Raumplanung nach Ökosystemansatz und eine Offensive zur Wiederherstellung von Salzwiesen, Seegraswiesen und artenreichen Riffen festschreibt, um die Trendwende beim Verlust der marinen Biodiversität zu erreichen.“

Am 9. Juni beginnt die „UN Ocean Conference“ im französischen Nizza. Es geht um den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Meere. Deutschland könnte mit gutem Beispiel vorangehen, wenn ein nationales Sofortprogramm Meeresschutz die Weichen stellt für artenreiche Meere und eine florierende und nachhaltige maritime Wirtschaft von morgen. Krüger: „Keine der großen Herausforderungen unserer Zeit, sei es die Klimakrise, der Verlust der Biodiversität oder die Transformation unseres Energiesystems, können wir ohne gesunde Meere bewältigen.“

Quelle: Dr. Kim Cornelius Detloff, NABU-Leiter Meeresschutz