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Frühkartoffelernte ist gestartet: Jetzt regionale Ware direkt beim Erzeuger einkaufen

In Schleswig-Holstein hat die Ernte der Frühkartoffeln begonnen. Der trockene, kalte April und der nasse Mai haben zunächst für Verzögerungen im Wachstum gesorgt.

Foto: Pexels, Pixabay

Die Ernte in diesem Jahr hat aber ähnlich früh wie sonst üblich begonnen, teilt die Landwirtschaftskammer mit. Frühkartoffeln werden in Schleswig-Holstein überwiegend direkt vermarktet. Eine Auswahl
an Betrieb findet sich auf der Seite des Gütezeichens der Landwirtschaftskammer hier https://www.gzsh.de/produkte-hersteller/  Stichwort Kartoffeln.

Die Anbaufläche der Frühkartoffeln beträgt rund 450 ha. Davon werden mehr als die Hälfte unter Folie oder Vliesabdeckung erzeugt. Die empfindlichen Jungpflanzen sind hier vor Frost geschützt. Eine frühe Auspflanzung mit
vorgekeimtem Pflanzgut unter Folie fördert die Wachstumsbedingungen auch im weiteren Verlauf, da sich die Erde schneller erwärmt.

Die Verbraucherpreise für den 2,5-kg-Beutel liegen bei etwa 3,50 bis 5 €. Der Lebensmitteleinzelhandel und die Discounter stellen zunehmend auf hiesige Ware um. Derzeit werden nur noch wenige Kartoffeln aus der Vorjahresernte
angeboten. Die Erzeuger hoffen nun auf guten Absatz der Frühkartoffeln, aktuell wird die Verbrauchernachfrage aber insgesamt als zurückhaltend beschrieben. Warme Temperaturen und der Ferienbeginn werden als Gründe angeführt.

Blick auf die Haupternte im Herbst

Die hiesigen Bestände der späteren Sorten für die Haupternte im Herbst entwickelten sich seit der Auspflanzung gut. Sie sind im Vergleich zu anderen Jahren in der Entwicklung etwa gleichauf bis eine Woche voraus. Bei hohen
Temperaturen relativiert sich dies zunehmend.

Anbauzahlen im Blick

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes liegt in Schleswig-Holstein die Anbaufläche bei rund 6.000 ha Kartoffeln. Davon sind rund 3.300 ha Speisekartoffeln (davon 450 ha Frühkartoffeln) und 2.700 ha Pflanzkartoffeln.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Daniela Rixen, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Tel.: 0 43 31-94 53-110, drixen@lksh.de