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Diese Fläche gilt nicht als schneebedeckt, da der Bestand und die Oberfläche des Bodens noch zu erkennen sind.

Foto: Dr. Lars Biernat

 

 

 

 

Düngeverordnung aktuell:

• Vorverlegte Düngesperrfrist
• Sperrfrist für Festmist von Huf- und Klauentieren endete am 15. Januar

 

Im Falle einer genehmigten Vorverlegung der regulären Sperrfrist darf unter gewissen Bedingungen
nach Ablauf des 15. Januar
wieder gedüngt werden.
Dabei ist vor allem zu beachten, dass zunächst nur die in der Sperrfristverschiebung beantragten Kulturen (Wintergerste, Winterraps, mehrjähriges Feldfutter und Dauergrünland)
als Applikationsflächen vom 16. Januar bis zum 31. Januar zur Verfügung stehen.

Mit Beginn des 1. Februar dürfen dann wieder sämtliche Ackerkulturen gedüngt werden.

  • Ausbringungsverbot: Gemäß der Düngeverordnung ist das Aufbringen von stickstoff- oder phosphathaltigen Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln verboten, sofern der Boden überschwemmt, wassergesättigt, gefroren oder schneebedeckt ist. Als schneebedeckt gilt ein Boden, dessen Oberfläche durch Schneeauflage nicht mehr zu erkennen ist. Auf diesen Flächen und Teilflächen eines Schlages darf kein Dünger ausgebracht werden. Die Höhe der Schneedecke – nach alter Düngeverordnung noch entscheidend für ein Aufbringen – ist nicht mehr maßgebend.
  • Gefrorener Boden
    Auf gefrorenem Boden darf nur gedüngt werden, wenn der Boden durch Auftauen am Tag des Aufbringens aufnahmefähig wird (Nachweis durch DWD-Prognose erforderlich: https://www.dwd.de/DE/leistungen/bodenfrost/bodenfrost.html ); ein Abschwemmen in oberirdische Gewässer oder auf benachbarte Flächen nicht zu besorgen ist; der Boden durch Einsaat einer Winterkultur oder von Zwischenfrüchten im Herbst eine Pflanzendecke trägt oder es sich um Grünland oder Dauergrünland handelt.
  • Nicht gedüngt werden dürfen selbstbegrünte Flächen und abgefrorene Haupt- und Zwischenfruchtbestände!; anderenfalls die Gefahr von Bodenverdichtungen und von Strukturschäden durch das Befahren der Flächen bestehen würde. Dabei ist zu beachten, dass maximal 60 kg Gesamtstickstoff über Gülle, Gärrückstände oder Mineraldünger je Hektar auf gefrorenen Boden aufgebracht werden dürfen. Sofern der Boden nicht gefroren ist, dürfen auch größere N-Mengen appliziert werden.
  • Ausnahme Festmist/Kompost: Auf gefrorenem Boden darf Kompost und Festmist von Huf- und Klauentieren nur gedüngt werden, wenn der Boden bewachsen ist. Eine Düngegabe über 60 kg Gesamt-N/ha ist möglich. Auf unbewachsenem Boden darf nur unter frostfreien Bedingungen gestreut werden. Grundsätzlich sind wasserrechtliche Gefährdungen (z. B. Abschwemmungsgefahr am Gewässer) den oben genannten Bedingungen voranzustellen.

In jedem der genannten Applikationsbedingungen muss eine schriftliche Düngebedarfsermittlung vorliegen.

Henning Schuch, Landwirtschaftskammer

 

 


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