Versuche Pflanzenschutz

Versuchsstandorte Pflanzenbau, Pflanzenschutz, Umwelt

Die Landwirtschaftskammer unterhält fünf Versuchsstandorte im Bereich Pflanzenbau, Pflanzenschutz, Umwelt:
 

  • Versuchsstation Barlt
  • Versuchstation Futterkamp
  • Versuchstation Kastorf
  • Versuchsstation Schuby
  • Versuchsstation Sönke-Nissen-Koog in Reußenköge

Hier finden Sie eine Kartenansicht und weitere Informationen!

Das Versuchswesen wird in drei Bereiche unterteilt.

Die amtliche Mittelprüfung wird bei noch nicht zugelassenen Pflanzenschutzmitteln auf Antrag der jeweiligen Pflanzenschutzmittelfirma durchgeführt. Diese Versuche müssen nach einem verbindlichen Qualitätsstandard, der guten experimentellen Praxis (GEP) erfolgen  und dürfen nur von amtlichen oder amtlich anerkannten Versuchseinrichtungen durchgeführt werden.

Auftragsversuche werden im Auftrag der Pflanzenschutzmittelindustrie durchgeführt. Die Nachfrage in diesem Bereich hat deutlich zugenommen, allerdings sind die Versuchskapazitäten in diesem Bereich begrenzt.

Orientierende Versuche liefern die Grundlage für die unabhängige Beratung des Pflanzenschutzdienstes. Hier werden zugelassene oder kurz vor der Zulassung stehende Pflanzenschutzmittel geprüft. Im Schwerpunkt geht es in diesen Versuchen darum, die Wirkungsprofile der Pflanzenschutzmittel zu ermitteln, den Anwendungstermin zu optimieren, die Krankheitsanfälligkeit unter hiesigen Bedingungen zu prüfen und die Resistenzentwicklung zu minimieren. Darüber hinaus finden im Gewächshaus Versuche zur Überprüfung der Ackerfuchsschwanzresistenz gegenüber verfügbaren Herbiziden statt.

Die Ergebnisse der orientierenden Versuche werden im jährlich erstellten Versuchsbericht „Pflanzenschutz im Ackerbau“ veröffentlicht.

Die Beratung, Aufklärung und Schulung auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes, insbesondere der guten fachlichen Praxis, gehören ebenfalls zu den Aufgaben des Pflanzenschutzdienstes.  Dazu zählt auch die Durchführung des Pflanzenschutzwarndienstes.

Die Pflanzenschutzberatung verfolgt das Ziel, Kulturpflanzen vor Schadorganismen zu schützen und Gefahren, die durch die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln entstehen können, abzuwenden oder ihnen vorzubeugen.

Versuchsbericht 2019: Pflanzenschutz im Ackerbau

Jubiläum: 30 Jahre gemeinsamer Versuchsbericht

Seit 1989 werden die Ergebnisse der Pflanzenschutzversuche im Ackerbau als gemeinsamer Versuchsbericht aller Pflanzenschutzdienststellen veröffentlicht. Der Versuchsbericht feiert also dieses Jahr 30-jähriges Jubiläum. Versuche sind hierzu in diesem Jahr auf den sechs Kammerversuchsstandorten Barlt, Bovenau, Futterkamp, Kastorf, Loit und Sönke-Nissen-Koog und auf zahlreichen Praxisflächen durchgeführt worden. Der Wegfall von Pflanzenschutzwirkstoffen sowie die Resistenzentwicklung bei einigen Krankheiten, wie zum Beispiel Echtem Mehltau, lassen den Anbau gesünderer Sorten immer wichtiger werden. Bonituren auf Anfälligkeiten gegen Pilzkrankheiten der Landessortenversuche liefern hier eine wichtige Einschätzung. Doch auch neue Wirkstoffe stehen für die neue Saison 2020 zur Verfügung. Details dazu finden sich in ausführlicher Form im Bericht.

Der Pflanzenschutzversuchsbericht  kann für 10 € bei der Landwirtschaftskammer unter Tel.: 0 43 31-94 53-373 beziehungsweise per E-Mail an shoehnl@lksh.de erworben werden.

Ansprechpartner

  • Dr. Hans-Joachim Gleser

    Grüner Kamp 15-17
    24768 Rendsburg

    Tel. +49 4331 9453-370
    Mobil +49 175 933 5666
    Fax +49 4331 9453-389
    hjgleser@lksh.de

    Leitung Fachbereich Pflanzenschutz, Grundsatzfragen im Bereich: pilzliche Schaderreger, Wachstumsregler im Ackerbau