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Landwirtschaftskammer: „Immer mehr Farbenvielfalt bei den Weihnachtssternen aus Schleswig-Holsteins Gärtnereien“

Weihnachtssterne sind aus der Weihnachtszeit nicht wegzudenken: Sie werden regional angebaut und gehören zu den Verkaufsschlagern in der Weihnachtszeit. Die Landwirtschaftskammer präsentierte heute in Schürsdorf die Farbenvielfalt bei den Weihnachtssternen aus Schleswig-Holstein, und zwar im Kreis Ostholstein bei Familie Rahlf in Schürsdorf. Seit Jahren gibt es gerade zu Beginn der Saison immer mehr Sonderfarben wie Pink und Apricot.

Weihnachtssterne sind farbenfrohe Hingucker in der Adventszeit. Foto: Daniela Rixen, Landwirtschaftskammer

Ute Volquardsen, Präsidentin der Landwirtschaftskammer, hob im Rahmen des Pressetermins die enorme Bedeutung der Weihnachtssterne für den Gartenbau in der Region hervor. Etwa 110 Mio. Euro Umsatz macht der Einzelhandel in der Vorweihnachtszeit mit Weihnachtssternen in Deutschland, davon wird der Großteil in Deutschland kultiviert. Gut 500.000 Weihnachtssterne wachsen in den Gärtnereien in Schleswig Holstein. „Der Weihnachtssternist das wichtigste Produkt für die Erzeuger in dieser Zeit. Denn wie kein anderes regionales Saisonprodukt ist der Weihnachtsstern ein Symbol für die gemütliche Weihnachtszeit“. Gerade in diesen unsicheren Zeiten bekomme er noch mehr Gewicht, betonte Ute Volquardsen und sagte weiter: „Die Menschen bleiben zu Hause und möchten es sich dort besonders schön machen, gerade in der Adventszeit, die jetzt bald beginnt, da gehören auch Weihnachtssterne mit dazu.“

Gärtnerei Rahlf in Schürsdorf
Familie Rahlf betreibt in Schürsdorf, Gemeinde Scharbeutz, im Städtedreieck Lübeck – Eutin – Neustadt eine besonders vielfältige Gärtnerei mit Baumschule, Garten- und Landschaftsbau, Zierpflanzenbau und einem Gartencenter. Auf dem Betriebsgelände in Schürsdorf von 52 ha Gesamtfläche befinden sich die Produktionsflächen, die Container-Anzuchtflächen von 2,5 ha und die Glasflächen von 24.000 m². Auch bei Rahlf dominiert bei den Weihnachtssternen weihnachtliches Rot, aber die Farbenvielfalt spielt in der eigenen Produktion eine große Rolle. Zu Beginn der Saison im November gehen besonders leuchtend rosa farbene und eiskalt anmutende weiße Sterne sehr gut. Bei den Sonderfarben liegen Blush-Töne im Trend wie Apricot, Rosa oder Lachs. In leuchtendem Gelb bringen die Poinsettien Räume zum Erstrahlen und versprühen jede Menge Heiterkeit und Optimismus. Und elegantes Weiß ist besonders wie Rot auch zum Fest gefragt.

In Rekordzeit verkaufsreif
Weihnachtssterne werden in zwölf bis 20 Wochen zu prächtigen Blühpflanzen herangezogen. Wie die Landwirtschaftskammer mitteilt, ist es eine logistische Meisterleistung, die Pflanzen so schnell und in langlebiger Qualität an die Kunden zu bringen. Denn Weihnachtssterne vertragen keinen Transportstress. Regionalität im Anbau kommt daher nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch der Qualität der Pflanzen.

Transport nach Hause und Pflege
Für den Transport nach Hause sollten Weihnachtssterne locker in Papier gegen die Kälte eingewickelt und zügig nach Hause transportiert werden, da die Pflanzen kälteempfindlich sind. Der Weihnachtsstern benötigt keine anspruchsvolle Pflege, wohl aber einen sonnigen Platz und nasse Füße mag er nicht, also nicht zu viel gießen.

Weihnachtssterne: Zahlen und Fakten
Mit etwa 85 % werden nach wie vor hauptsächlich rote Weihnachtssterne verkauft. Nach Angabenn von Stars for Europe (SfE), der Marketinginitiative der Züchter von Weihnachsternen, wird der größte Teil der andersfarbigen Sterne bereits vor dem ersten Advent verkauft, diese Sterne bereichern vor allem das Herbstsortiment. In Schleswig-Holstein werden nach Angaben des Statistikamtes Nord rund eine halbe Million Weihnachtssterne erzeugt, deutschlandweit sind es knapp 17 Mio. Bundesweit liegt der Marktanteil der Weihnachtssterne bei 10 % laut Marktdaten der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) und wird damit nur noch von den Orchideen bei den blühenden Zimmerpflanzen übertroffen. Die Landwirtschaftskammer unterstützt die Qualitätssicherung regionaler Produkte aus Schleswig-Holstein unter anderem mit ihrem Gütezeichen Geprüfte Qualität Schleswig-Holstein, welches seit neuestem auch für Zierpflanzen vergeben wird. Derzeit führen es 17 Gärtnereien, bei denen rund 10 Mio. Pflanzen wachsen. Sie können mit dem Qualitätssiegel der Landwirtschaftskammer ihren regionalen Anbau bewerben. Auch der Betrieb von Familie Rahlf gehört dazu und führt das Label „im Norden gewachsen“.

Aus warmen Gefilden
Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Pflanze mit Seefahrern von Amerika nach Europa gebracht. Der Weihnachtsstern stammt ursprünglich aus wärmeren Gefilden. Da die Blüte durch anhaltende Kurztage ausgelöst wird, blühen die Pflanzen bei uns zur kalten Jahreszeit. Mit Verdunklungs- bzw. Lichtprogrammen können die Gärtner optimal steuern, zu welchem Zeitpunkt die Blüte erfolgen soll. Es handelt sich hier aber nicht um echte Blüten, sondern um Brakteen, genannt Hochblätter, die sich aufgrund des Licht-Dunkel-Reizes farbig einfärben. Während die Wildform eine Höhe von bis zu vier Metern erreichen kann, sind die kultivierten Formen deutlich kleiner.

Wichtiger Nützlingseinsatz
Die Gärtnerinnen und Gärtner werden beim Gesunderhalten der Weihnachtssterne durch Nützlinge unterstützt. Sie können diese Nützlinge für ihre Pflanzenkulturen von spezialisierten Züchtern beziehen. Ein Beispiel für diese hervorragende Hilfe ist die Schlupfwespe (Encarsia formosa), die von der Weißen Fliege lebt, einem der bedeutendsten Schädlinge des Weihnachtssterns. Diese und andere biologischen Helfer spielen in den Weihnachtssternkulturen eine wichtige Rolle.

Zu Weihnachten und im Advent ein Muss!
Beliebt für die eigene Tischdekoration oder als Geschenk, die Weihnachtssterne haben nach wie vor eine hohe Symbolkraft. Regionale Produkte erlangen eine immer größere Bedeutung, und jedes Jahr begeistert diese Zimmerpflanze zur Weihnachtszeit aufs Neue. Sie ist aus den Wohnzimmern nicht wegzudenken und für viele Verbraucher ein Muss.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Daniela Rixen, Landwirtschaftskammer
Schleswig-Holstein, Tel.: 0 43 31-94 53-110, drixen@lksh.de