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Alternative Einkommensquellen in der Landwirtschaft: 22 Teilnehmer/-innen haben das Zertifikat „Bauernhofpädagogik“ der Landwirtschaftskammer nun in der Tasche

Heute haben 22 Teilnehmerinnen ihr Zertifikat für den Lehrgang Bauernhofpädagogik in Thumby von der Landwirtschaftskammer erhalten. Die Nachfrage dieser Bildungsangebote im Land wächst und rund 200 Betriebe haben den Betriebszweig Bauernhofpädagogik mittlerweile etabliert. Das Ergebnis sei beeindruckend, betonte Enno Karstens, der bei der Landwirtschaftskammer die Abteilung Bildung, Betriebswirtschaft, Beratung leitet und darunter auch für Einkommensalternativen zuständig ist.

22 Bauernhofpädagoginnen freuen sich über ihre Zertifikate. Ganz rechts Lehrgangsleiterin Heiderose Schiller und Abteilungsleiter Enno Karstens, beide von der Landwirtschaftskammer. Links außen Hauptreferentin Christine Hamester-Koch. Foto: Landwirtschaftskammer

Die meisten Teilnehmerinnen haben bereits mit Kindergruppen auf ihren Höfen erlebnispädagogisch gearbeitet und konnten das neu erworbene Wissen schon anwenden. Der Lehrgang hat enorm viel gebracht“, so die Rückmeldung der Kursteilnehmerinnen, „und wenn so ein Projekt professionell angegangen wird, ist eine große Nachfrage bei Eltern und Kinder vorprogrammiert,“ ließ Seminarleiterin Heiderose Schiller, zuständig bei der Kammer für die Bauernhofpädagogik, wissen.

17 Jahre Bauernhofpädagogik in Schleswig-Holstein

Seit 17 Jahren führt die Landwirtschaftskammer den Lehrgang Bauernhofpädagogik durch. Diese Zusatzqualifikation befähigt, hochwertige, erlebnispädagogische Angebote, auf Höfen durchzuführen, um damit einen Einkommensbeitrag zu erwirtschaften. Durch den hohen Praxisanteil und die betriebs- und persönlichkeitsorientierte Konzeption sowie die vielen kreativen Methoden, ist dieser Kurs bundesweit einmalig und weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins bekannt. Dabei wurden die Teilnehmerinnen aus Schleswig-Holstein aus Mitteln des Landes Schleswig-Holstein (MELUND) und der EU (ELER) gefördert.

Auch weiterhin große Nachfrage nach dem Lehrgang

In der gesamten Zeit haben 412 Lehrgangsteilnehmer/-innen das Zertifikat erhalten. Es ist eine Welle entstanden, die laufend an Dynamik zunimmt. Immer mehr Bauernhöfe öffnen ihre Türen, um wertvolle Bildungsarbeit zu leisten. Schon für den Lehrgang im kommenden Jahr (März 2022) haben sich weitere Innovationsbegeisterte bei der Landwirtschaftskammer angemeldet.

Bauernhöfe sind ideal für Kinder

Der Bauernhof ist ein attraktiver Erlebnisort für Kinder. Egal ob Kindergartenkinder, Schulkinder, Ferienkinder oder Geburtstagskinder, auf dem Bauernhof können sie unvergessliche Tage erleben. Ein landwirtschaftlicher Betrieb ist mittlerweile viel mehr als eine reine Produktionsstätte für Nahrungsmittel. Heutzutage sind typische Hofarbeiten und die jahreszeitlichen Tätigkeiten in der Natur, mit Tieren und Pflanzen Balsam für viele große und kleine Menschen, dies gilt einmal mehr in der Coronazeit.

Schulklassen auf dem Bauernhof

Inzwischen wird der Bauernhof als „Lernort“ auch für Schulklassen sehr geschätzt. Der Bauernhof ist der Ort, wo Lebensmittel entstehen, wo die Natur eine wichtige Existenzgrundlage darstellt und wo Nachhaltigkeit hautnah erlebt werden kann. Seit September 2019 werden Höfe, die Schulklassen empfangen, mit einer Aufwandsentschädigung von 100 Euro pro Hofbesuch vom Bildungsministerium unterstützt. Mehr dazu unter https://lernendurcherleben.de/

Auf dem Bauernhof kann Wissen zum Erfahrungsschatz werden, und so den Menschen prägen. Positive Kindheitserlebnisse sind auf dem Bauernhof eine der effektivsten Möglichkeiten, Menschen an die Natur und an unsere Lebensgrundlage heranzuführen. Da diese Art von Wissensvermittlung pädagogisches Basiswissen sowie Kenntnisse in Gruppenführung, Rhetorik und Sinnesschulung bedarf, hat die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein zusammen mit einer Pädagogin, Christine Hamester-Koch, den Lehrgang Bauernhofpädagogik konzipiert. Der Lehrgang wurde in vier Blöcken innerhalb des vergangenen Jahres in Futterkamp und auf dem Naturerlebnishof Helle durchgeführt.

Inhalte des Lehrganges sind zum Beispiel:

  • Schatzkammer Bauernhof
    Eigene Wertschätzung für sich und den Hof mobilisieren.
    Persönliche und betriebliche Ressourcenanalyse.
    Bedürfnisse der Menschen in der heutigen Zeit, Defizite benennen.
    Was bietet der landwirtschaftliche Betrieb diesbezüglich?
  • Pädagogische Grundlagen
  • Betriebliche und rechtliche Grundlagen
  • Wirtschaftlichkeitsberechnung
  • Der Bauernhof ein idealer Lernort mit „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
  • Entwicklung eines betriebs- und persönlichkeitsorientierten Angebotes
  • Praktisches Lernen auf Bauernhöfen mit Exkursionen zu besonderen Betrieben

Erfolgreich ihr Zertifikat erhalten haben:

Catharina

Biel

Barghorst

Ann-Katrin

Ellerbrock

Sommerland

Linda

Hinrichsen

Kattrepel

Johanna

Jensen

Brekendorf

Miriam-Elisabeth

Johannsen

Handewitt

Sabine

Johannsen

Handewitt

Marie Jonna

Lehmann

Nordhackstedt

Sarah

Mohr

Dägeling

Silke

Petersen

Neu Glasau

Silke

Petersen-Bukop

Flensburg

Marthe

Ralfs-Löding

Oldenborstel

Mirja

Ratjen

Aukrug

Carolin

Rickert

Fehmarn

Andrea

Rossnagel

Hohen Viecheln

Jenny

Sagemann

Schenefeld

Friederike

Schacht

Zarrentin OT Techin

Katja

Schroedter

Lentföhrden

Farina

Sextroh

Sierksdorf

Vanessa

Steinweg

Kiel

Jessica

Stoldt

Grube

Nina

Storm

Zarpen

Simone

Weiß

Giekau/Fresendorf

Zahlen zu alternativen Einkommensquellen

Nach der Landwirtschaftszählung 2020 gaben 42 % der Betriebe an, Nebeneinkünfte aus alternativen Einkommensquellen zu haben. Auf den vorderen Plätzen rangieren dabei Einkünfte aus Erneuerbaren Energien (35 %), gefolgt von Arbeiten im Lohn für andere landwirtschaftliche Betriebe (29 %), Einkünfte aus Pensions- und Reitpferdehaltung (25 %). Rund 18 % werden aus der Direktvermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse realisiert. Darin sind mögliche Veränderungen durch die Pandemie noch nicht enthalten. Etwa 200 Betriebe, so schätzt die Landwirtschaftskammer, haben die Bauernhofpädagogik als Standbein auf dem Betrieb etabliert.

Weitere Anfragen an: Daniela Rixen, Pressesprecherin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Telefon: 0 43 31-94 53-110, E-Mail: drixen@lksh.de

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