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Erster Phosphordialog in Schleswig-Holstein

Das Thema Klärschlamm wird die Landwirtschaft in den kommenden Jahren noch sehr beschäftigen. Foto/Themenbild: Adobe.Stock

03. April 2018 | Von: pm
Um neue Wege bei der Phosphorrückgewinnung aufzuzeigen, hat das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) zum ersten schleswig-holsteinischen Phosphordialog eingeladen.

„Klärschlamm enthält den wertvollen Rohstoff Phosphor, der essentiell für das Pflanzenwachstum ist. Weltweit gehen aber die Reserven zurück, so dass wir neue Strategien brauchen, Phosphor zurückzugewinnen. Gleichzeitig wollen wir eine umweltfreundliche Entsorgung der Klärschlämme gewährleisten. Angesichts von neuen Rahmenbedingungen ist dieses dringend erforderlich, auch im Sinne des Klimaschutzes“, sagte Umweltstaatsekretär Tobias Goldschmidt vor rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Stadthalle in Neumünster.  Anlass für die Informationsveranstaltung sind die Änderungen des Bundesrechts mit der Novelle der Klärschlammverordnung. Die Verordnung zur Neuausrichtung der Klärschlammverwertung ist am 03. Oktober 2017 in Kraft getreten. Sie wird in den kommenden Jahren einschneidende Veränderungen bei der Verwertung der anfallenden Klärschlämme in Deutschland und auch in Schleswig-Holstein mit sich bringen. Die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung wird nur noch für kleinere Kläranlagen möglich sein und eine Pflicht zur Phosphorrückgewinnung eingeführt. Die Neufassung der Verordnung sieht vor, dass nach einer Übergangsfrist ab 2029 bzw. 2032 bei Kläranlagen über 100.000 bzw. 50.000 Einwohnerwerten Phosphor aus dem Nassschlamm, dem Klärschlamm oder der Klärschlammasche zurückgewonnen und damit einhergehend der Klärschlamm thermisch behandelt werden muss. 

Grundsätzlich gibt die Verordnung keine bestimmte Technologie zur Phosphorrückgewinnung vor, sondern lässt genügend Spielraum für Einsatz oder Entwicklung innovativer Verfahren. „Hier wollen wir ansetzen und die betroffenen Akteure der Klärschlammentsorgung über die verschiedenen Verfahren der Phosphorrückgewinnung informieren“, sagte Goldschmidt. Ziel der Landesregierung sei es, die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung entsprechend der bundesrechtlichen Vorgaben in Schleswig-Holstein zu reduzieren, geeignete Fördermaßnahmen zur Rückgewinnung von Phosphor zu entwickeln und Möglichkeiten der Unterstützung bei der thermischen Klärschlammbehandlung aufzuzeigen. Zudem soll der kürzlich einberufene Klärschlammbeirat mit Vertretern von Verbänden und des Landes sowohl Lösungsstrategien für die Klärschlammentsorgung entwickeln als auch als Informationsplattform für die betroffenen Akteure dienen.

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