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Rinderseuche BHV1 in Schleswig-Holstein: keine weiteren Fälle

In Schleswig-Holstein gibt es aktuell keine neuen Fälle von Rindersuche. Foto/Themenbild: wem

20. Februar 2018 | Von: pm
Entwarnung: Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Naturschutz und Digitalisierung (MELUND) teilte mit, dass alle aktuellen Proben negativ ausgefallen seien.

Anfang Februar war in Schleswig-Holstein das Bovine Herpesvirus 1 in vier Betrieben festgestellt worden. Betroffen ist unter anderem ein Milch- und Mastviehbetrieb im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Das BHV1-Virus wurde hier in einem erkrankten Tier nachgewiesen. In nahezu allen anderen rund 660 Tieren wurden zudem Antikörper gegen das Virus festgestellt. Es handelt sich um sogenannte Reagenten; diese Tiere tragen also das Virus in sich, ohne selbst erkrankt zu sein. Das Fleisch dieser Tiere muss laut dem Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung nicht vernichtet, sondern kann bedenkenlos verzehrt werden, da der Erreger nicht auf den Menschen übertragbar ist. Klinisch erkrankte Tiere dagegen werden gemäß der BHV1-Bundesverordnung getötet und dürfen nicht als Lebensmittel in den Handel gelangen.

Vier Betriebe in Schleswig-Holstein sind betroffen. Zudem wurden in einem weiteren Betrieb im Kreis Rendsburg-Eckernförde sowie in zwei Betrieben im Kreis Stormarn ebenfalls BHV1-Reagenten festgestellt. Die betroffenen Betriebe sind gesperrt und die vorgeschriebenen Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet worden. Infizierte Tiere, in denen Antikörper nachgewiesen wurden, wurden bzw. werden geschlachtet. Von den insgesamt 1.800 betroffenen Rindern wurde bereits die Hälfte der Rinder geschlachtet. Für die geschlachteten Tiere wird zusätzlich zum Schlachterlös eine Entschädigung bis zur Gesamthöhe des gemeinen Wertes dieser Tiere vom Tierseuchenfonds und vom Land Schleswig-Holstein gezahlt. Eine genaue Entschädigungssumme kann erst nach Durchführung der Maßnahmen bestimmt werden.

Hintergrund: 

Das Bovine Herpesvirus Typ 1 ist eine für den Menschen ungefährliche Krankheit, die aber bei Rindern zu Lungenerkrankungen, Fieber, verringerter Milchleistung und Aborten führen kann. Das Virus ist weltweit verbreitet. Es wird durch direkten Kontakt zwischen Tieren, kann aber auch indirekt durch Personen- oder Fahrzeugkontakte übertragen werden. Die Erkrankung zählt zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen in Deutschland und wird seit 1997 in Deutschland staatlich bekämpft. Die Bekämpfung richtet sich nach der bundesweit geltenden Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Herpesvirus Typ 1 (BHV1-Verordnung).

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