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Digitalisierung: Vision für vielfältigere und kleinteiligere Landbewirtschaftung mit Hilfe autonomer Maschinen

Digitalisierung in der Landwirtschaft

Eine ressourcenschonender Pflanzenbau ist ein Ziel der Digitalisierung im der Landwirtschaft. Foto: adobe.stock

31. Januar 2018 | Von: pm
Die Landwirtschaft ist Teil der Digitalisierung und dem damit verbundenen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel. Nitratbelastung, Artenrückgang und Bodenverdichtung fordern ein Umdenken.

Der Bodenverdichtung entgegen wirken, indem autonome Miniroboter die Bestände pflegen und Pflanzenschutz- und Düngemittel einsparen, indem jede Einzelpflanze punktgenau versorgt wird: So sehen u.a. die Visionen für die Landbewirtschaftung der Zukunft aus, die Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (JKI), eine Einrichtung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, gemeinsamen mit ihren Projektpartnern in der Print-Ausgabe der Zeitschrift Landtechnik (Bd. 72, Nr. 2 (2017) aufzeigen. In dem vom Landwirtschaftsministerium über das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) geförderten Projekt, prüfen die Wissenschaftler, welche Möglichkeiten die fortschreitende Digitalisierung für Pflanzenbausysteme bereit hält und versuchen Pflanzenbausysteme von Grund auf „neu zu denken“.

Auf dem Feld soll „intelligente Technik“ helfen, zu erkennen, was der Patient Pflanze benötigt. Neben Nährstoff- und Wasserbedarf geht es darum, konkurrierendes Unkraut zu beseitigen und Pilzbefall oder Insektenfraß zu verhindern. Mit Sensoren ausgestattete Miniroboter sollen permanent durch den Pflanzenbestand fahren und erkannte Probleme möglichst gleich noch vor Ort beheben.
Solch ein Precision farming, das auf die Bedürfnisse der Einzelpflanze ausgerichtet ist, hätte natürlich auch einen Einfluss darauf, wie die Flächen künftig aussehen“, sagt Projektmitarbeiterin Lisa-Marie Urso. Spot farming nennen sie und ihre Kollegen das neue Anbausystem, dass kleinräumige Unterschiede in der Landschaft berücksichtigt. „Vorteil des Spot farmings wäre, dass auf einem großen Schlag nicht wie bisher nur eine, sondern verschiedene Fruchtfolgen gleichzeitig gefahren werden können“, so Urso weiter. Entsprechend der Bodenbeschaffenheit könnten verschiedene Kulturpflanzen (Raps, Weizen und Rüben) ausgesät und Eigenheiten der Fläche wie Senken mit Staunässe, trockene Kuppen oder andere Kleinstrukturen berücksichtigt werden. „Das würde auf jeden Fall für mehr Artenvielfalt auf dem Feld sorgen, von der Einsparung bei Düngung und Pflanzenschutz durch die Einzelpflanzenbehandlung ganz zu schweigen“, so Wegener.

Wie viele Mini-Roboter braucht man, um eine bestimmte Flächengröße zu pflegen? Welche Funktionen sollen und können die Roboter übernehmen? Wie kommunizieren sie untereinander? Sollen Drohnen als Kundschafter dienen? Wie teuer darf so ein Roboter sein? Soll er solarbetrieben fahren und selbstständig zur Ladestation am Feldrand oder auf dem Hof zurückfinden? Mit welchen Logistikkonzepten können Kleinmaschinen die zu transportierenden Mengen an Wasser, Dünger, Pflanzenschutzmitteln und Erntegut bewältigen? Rechnet sich das alles im Vergleich zur heutigen Bewirtschaftung? Und was ist am Ende noch die Aufgabe des Landwirts? Das alles sind Fragen, die neben vielen anderen noch im Raum stehen. Ihnen möchten die beteiligten Wissenschaftler gerne in Folgeprojekten weiter nachgehen.

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