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Ernährungsreport 2018: Für 79 Prozent der Befragten ist die regionale Herkunft der Produkte wichtig

Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Ladnwirtschaft, präsentierte den Ernährungsreport 2018. Foto: BMEL

04. Januar 2018 | Von: pm
Das ist ein Ergebnis des Ernährungsreports 2018 „Deutschland, wie es isst“ der forsa-Befragung im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zu Ernährungsgewohnheiten, -wünschen und -trends in Deutschland, den Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, am Mittwoch der Öffentlichkeit präsentierte.

Das Thema Ernährung sei nach wie vor wichtig für die Menschen. Bildung, Information und Transparenz seien die Grundlagen für eine ausgewogene Ernährung. Das Fundament dafür werde im Kinderalter gelegt. Neun von zehn Befragten meinen, dass gute Ernährung in der Schule erlernt werden sollte. Hier die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Die Kochlust der Menschen ist ungebrochen

43 Prozent kochen so gut wie täglich, weitere 38 Prozent gaben an, etwa zwei- bis dreimal wöchentlich zu kochen. 51 Prozent der Befragten ab 60 Jahren kochen in einer gewöhnlichen Woche so gut wie jeden Tag. Allerdings gaben 32 Prozent von ihnen an, diese Aufgabe nur ungern zu erledigen.

Was kommt täglich auf den Tisch?

Obst und Gemüse sind nicht nur gesund, sie werden auch gern gegessen. Knapp drei Viertel der Befragten (72%) geben an, täglich Obst und Gemüse zu verzehren. Daneben erfreuen sich Milchprodukte wie Käse, Joghurt und Quark zunehmender Beliebtheit, bei 65 % der befragten Menschen stehen sie täglich auf dem Speisenplan. Dies spiegelt sich auch bei den Getränken wieder: 40 Prozent trinken täglich Frischmilch, Buttermilch oder Molke.
Fleisch und Wurst kommen bei knapp jedem Dritten (30%) jeden Tag auf den Tisch. 14 Prozent der Menschen gaben an, täglich Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine, Mineralien oder Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Durstlöscher Nummer eins ist in Deutschland das Wasser: 91 Prozent trinken es täglich. 84 von 100 Personen genießen täglich eine Tasse Kaffee oder Tee. Softdrinks wie Cola oder Limonaden kommen bei nur 24 Prozent jeden Tag ins Glas.

Beliebt: Der Snack unterwegs:

Bei 43 Prozent der Menschen sind kleine und große Mahlzeiten unterwegs beliebt. 23 Prozent der Deutschen kaufen sich mindestens einmal die Woche Snacks wie belegte Brötchen, ein Fünftel (20 %) geht ein- oder mehrmals die Woche essen. 74 % gehen mindestens einmal im Monat ins Restaurant.

Wie orientieren sich die Käufer?

Fast alle Menschen in Deutschland (97 %) kaufen, was ihnen schmeckt. Doch dies ist nicht das einzige Kriterium. Mehr als drei Viertel der Verbraucherinnen und Verbraucher (78 %) legen Wert darauf, dass ihre Lebensmittel aus ihrer Region stammen. Die Regionalität ist Frauen (85 %) deutlich wichtiger als Männern (70 %) und Älteren wichtiger als Jüngeren: Bei den über 60-jährigen spielt das Kriterium für 86 Prozent eine Rolle, bei den 19- bis 20-jährigen messen ihm nur 63 Prozent Bedeutung zu. Schließlich informieren sich immer mehr Menschen online über Lebensmittel (42 %). 57 Prozent der Befragten achten zudem auf Produktinformationen. Gegenüber den Vorjahren hat die Bedeutung von Siegeln zugenommen: Waren diese 2015 nur für jeden Dritten (33 %) ein Kriterium beim Einkauf, so achten inzwischen 41 % auf die verschiedenen Siegel.

Was erwarten wir von der Landwirtschaft?

Zwei Drittel der Befragten (66 %) erwarten, dass die Tiere artgerecht gehalten werden. 62 Prozent ist die Qualität der Produkte sehr wichtig, 59 Prozent, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fair bezahlt werden. Jeder Zweite (48 %) misst umweltschonenden Produktionsmethoden sehr hohe Bedeutung zu. 44 Prozent nennen die Pflege ländlicher Räume und 39 Prozent die Transparenz eines Betriebs als sehr wichtig. Jeder zweite Verbraucher (52 %) ist daher auch bereit, z.B. für eine Kilo Fleisch, das zehn Euro kostet, bis zu 15 Euro zu zahlen.

Hintergrund: Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hat das Meinungsforschungsinstitut forsa im Oktober 2017 rund 1.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 14 Jharen zu ihren Ess- und Einkaufsgewohnheiten befragt. Dies ist die dritte Untersuchung nach 2015 und 2016.

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