Aktuelles

Afrikanische Schweinepest: Ausbreitung in Polen

Wildschweine können den Erreger der Schweinpest auf Haus- und Mastschweine übertragen. Foto: Adobe.Stock

02. Januar 2018 | Von: Landwirtschaftskammer
In der Region Masuren wurde bei einem tot aufgefundenen Wildschwein die Afrikanische Schweinpest festgestellt.

Dies meldete heute (2. Januar 2018) das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein, Referat Veterinärwesen. Der neue Fall liegt nur unweit entfernt von den Fällen in der russischen Exklave Kaliningrad. Polen hatte aufgrund der Fälle dort in der Region Masuren bereits eine Pufferzone eingerichtet.  Für Dr. Robert Habeck, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, hat die Bekämpfung der Seuche oberste Priorität. „Wenn die Tierseuche kommt, werden wir alle wie auf hoher See im Orkan agieren“, sagte er den Kieler Nachrichten in einem Interview. Die Geflügelpest sei nichts dagegen gewesen. 

Der Minister setzt auf eine intensivere Kontrolle von Tiertransporten, Jäger sollten verstärkt Schwarzwild schießen und zudem Proben von jedem tot aufgefundenem Wildschwein nehmen. Darüber hinaus soll eine „beleuchtete Jagd" ermöglicht werden. Das Landwirtschaftsministerium prüft derzeit dafür geeignete Änderungen im Jagdgesetz. Sollte die Seuche in Deutschland ausbrechen, wären die Folgen katastrophal für die Wirtschaft, da von einem Tag auf den anderen kein Schweinefleisch mehr verkauft werden dürfte. Minister Habeck plant im noch in diesem Monat daher einen Krisengipfel, um das weitere Vorgehen festzulegen.

Zur Info:
Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Tierkrankheit, die ausschließlich Wild- und Hausschweine befällt. Eine Gefahr, dass Menschen sich anstecken, besteht nicht, allerdings können sie die Krankheit verbreiten. Das Virus bleibe, so Experten, in nicht gegarten Schweineprodukten längere Zeit, teils sogar über Monate, stabil. Wildschweine könnten sich über den Verzehr derartiger Essensreste infizieren, wenn sie z.B. Mettbrötchen fressen, die Autofahrer auf Raststätten in die Natur werfen. 

< Zurück


Presse

Ansprechpartner

Daniela Rixen

Pressesprecherin
Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-110
Fax 04331/9453-119
drixen@lksh.de
Fachgebiete: Leitung der Pressestelle, Fachredaktion Bauernblatt, Öffentlichkeitsarbeit, Internet, Pressesprecherin

Isa-Maria Kuhn

Pressesprecherin
Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331-9453-111
Fax 04331-9453-119
ikuhn@lksh.de
Fachgebiete: Bauernblattfachredaktion in den Bereichen Tierhaltung, Tierzucht, Wald & Jagd, Öffentlichkeitsarbeit, Norla, Pressesprecherin


Navigation

Presse- & Öffentlichkeitsarbeit