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Die Rostrote Mauerbiene ist „Insekt des Jahres 2019“

Die Rostrote Mauerbiene ist auch in heimischen Gärten zu finden. Foto: Adobe.Stock

05. April 2019 | Von: pm
Die Rostrote Mauerbiene ist eine echte Frühlingsbotin. Sobald die auffallend pelzige Wildbiene auftritt, ist die Zeit der andauernden Fröste vorübe,r und Frühjahrsblüher wie Krokusse oder Hyazinthen recken sich der Sonne entgegen. Mit Hilfe von Nisthölzern lässt sich Osmia bicornis 8so der lateinsiche Name) problemlos im Garten ansiedeln.

Mit der Rostroten Mauerbiene (Osmia bicornis, früher auch als Osmia rufa bekannt) wurde zum zweiten Mal eine Wildbiene zum „Insekt des Jahres“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz gekürt. Rund 700 Wildbienenarten leben in Mitteleuropa. „Wir möchten mit dieser Wahl auch auf das Artensterben der Wildbienen aufmerksam machen – auch wenn unser Jahresinsekt bisher nicht als gefährdet gilt“, begründet Prof. Dr. Thomas Schmitt, Direktor des Senckenberg Deutschen Entomologischen Institut in Müncheberg und Vorsitzender des Auswahl-Kuratoriums die Entscheidung. „Auch wollen wir generell auf die hohe Bedeutung der Bestäubung als Ökosystemdienstleistung hinweisen, die für unsere Nahrungsmittelproduktion äußerst wichtig ist.“

Fast jeder kleine Hohlraum ist geeignet

Aufgrund ihres Nistverhaltens ist die Rostrote Mauerbiene häufig in der Nähe menschlicher Behausungen zu finden. Die 8 bis 14 Millimeter großen Insekten nutzen vorhandene Hohlräume in Trockenmauern, Löß- und Lehmwänden, aber auch in Totholz, lockerem Gestein und zahlreichen anderen Strukturen, um darin ihre einzelnen gemörtelten Brutnester anzulegen. Nester dieser Biene wurden schon in Türschlössern, in der Plastikhülle eines Rolladenstoppers und sogar in einer Holzflöte gefunden. Gerne nimmt die Rostrote Mauerbiene künstliche Nistgelegenheiten aus Holz, Bambus oder Schilf an.

Hintergrund:

Das Insekt des Jahres wird seit 1999 proklamiert. Die Idee hierzu stammte vom Prof. Dr. Holger Dathe, damaliger Leiter des Senckenberg Deutschen Entomologischen Instituts in Müncheberg. Ein Kuratorium, dem namhafte Insektenkundler und Vertreter wissenschaftlicher Gesellschaften und Einrichtungen angehören, wählt jedes Jahr aus verschiedenen Vorschlägen ein Insekt aus.

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