Aktuelles

Igeln über den Winter helfen

Igel im Herbst

Igel stehen unter einem besonderen Schutz. Foto: Adobe.Stock

26. November 2018 | Von: pm
Eigentlich halten Igel jetzt Winterschlaf. Einige Tiere sind jedoch noch aktiv. Der Deutsche Jagd Verband teilt in einer Presseerklärung mit, woran der Laie hilfebedürftige Tiere erkennt und was Gartenbesitzer für den Igelschutz tun können.

Igel-Helfer haben derzeit alle Hände voll zu tun. Aufgrund der warmen Temperaturen im Herbst haben viele Tiere ein zweites Mal Nachwuchs bekommen. Die meisten dieser Igelkinder sind allerdings noch zu klein und schwach, um über den Winter zu kommen. Damit die kleinen Säuger die kalte Jahreszeit gut überstehen, müssen sie mindestens 600 Gramm auf die Waage bringen. „Wer vorsorglich helfen will, gestaltet seinen Garten möglichst naturnah, indem er engmaschige Drahtzäune vermeidet und Totholz sowie Laubhaufen über den Winter liegen lässt“, erklärte Vanessa-Viktoria Haloui von der Igelstation LOOKI dem Deutschen Jagdverband (DJV). Die 37-jährige und ihr Team kümmern sich im Raum Hamburg derzeit um 201 verletzte oder verwaiste Tiere.

Igel gefunden, was nun?

Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sobald der Frost kommt, begeben sich die Insektenfresser für gewöhnlich in den Winterschlaf. Individuen, die jetzt tagsüber herumstreunen, abgemagert oder verletzt sind, benötigen in der Regel professionelle Hilfe. Zum Selbstschutz vor Stacheln und Krankheiten sollten Fundtiere nur mit Handschuhen oder einem Handtuch angefasst werden. Als Erstmaßnahme den Igel ins Warme (Zimmertemperatur!) tragen – unterkühlte Igel auf eine lauwarme, in ein Handtuch gehüllte Wärmflasche setzen. Sofern möglich: vorsichtig untersuchen.

Als Erstversorgung kommen Wasser und Katzen- oder Hunde-Nassfutter infrage. Keinesfalls Getreide- und Milcherzeugnisse reichen! Niemals versuchen, das Tier gewaltsam zu entrollen. Da die meisten Igel unter Parasitenbefall leiden, den Kontakt zu Haustieren vermeiden. Zur kurzfristigen Unterbringung eignen sich Plastikbox, Pappkarton oder auch die Badewanne. Als Erstversorgung kommen Wasser und Katzen- oder Hunde-Nassfutter infrage. Keinesfalls Getreide- und Milcherzeugnisse reichen – das könnte tödlich enden! Sofern eine Küchenwaage vorhanden ist: den Igel wiegen.Insbesondere verletzte Tiere gehören in sachkundige Hände. Deshalb gilt: Grundsätzlich einen Tierarzt verständigen, der auf Wildtiere spezialisiert ist, oder eine Igelstation. Die Experten nehmen sich hilfsbedürftiger Igel an oder geben Tipps zur artgerechten Überwinterung.

Wichtiger Hinweis: Igel sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt und dürfen nur in Ausnahmefällen in menschliche Obhut genommen werden.

< Zurück


Presse

Ansprechpartner

Daniela Rixen

Pressesprecherin
Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-110
Fax 04331/9453-119
drixen@lksh.de
Fachgebiete: Leitung der Pressestelle, Fachredaktion Bauernblatt, Öffentlichkeitsarbeit, Internet, Pressesprecherin

Isa-Maria Kuhn

Pressesprecherin
Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331-9453-111
Fax 04331-9453-119
ikuhn@lksh.de
Fachgebiete: Bauernblattfachredaktion in den Bereichen Tierhaltung, Tierzucht, Wald & Jagd, Öffentlichkeitsarbeit, Norla, Pressesprecherin


Navigation

Presse- & Öffentlichkeitsarbeit