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Waldbrandstatistik 2017: Die geringsten Waldbrände seit 40 Jahren

Waldbrände

Nicht mehr Waldbrände in Deutschland. Foto: Adobe.Stock

26. Juli 2018 | Von: pm
Verheerende Waldbrände in Griechenland und Schweden sorgen aktuell wieder für große öffentliche Aufmerksamkeit. In Deutschland hingegen gab es 2017 mit 424 Waldbränden (2016: 608) die geringste Anzahl seit Erhebung der Waldbrandzahlen 1977. Insgesamt verbrannten dabei 395 (2016: 283) Hektar Wald.

Damit stieg die verbrannte Fläche um 39 Prozent, während die Zahl an Bränden um 30 Prozent sank. Die aktuelle Waldbrandstatistik der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zeigt auch, dass die häufigste Ursache neben unbekannten Ursachen Brandstiftung war.

Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre sind jährlich fast 700 Waldbrände in Deutschland zu verzeichnen. Damit liegt das Brandjahr 2017 mit insgesamt 424 Waldbränden deutlich darunter, während die Waldbrandfläche mit 395 Hektar im Vergleich zum 10-Jahres-Durchschnittswert von 333 Hektar etwas darüber liegt. Die meisten Waldbrände gab es im Mai mit insgesamt 114 Bränden, bei denen eine Fläche von rund 279 Hektar zum Opfer fiel; davon allein fast 250 Hektar in der Lieberoser Heide (Brandenburg) an der Grenze der Landkreise Spree-Neiße und Dahme-Spreewald.

Die meisten Waldbrände in Brandenburg

Im Bundesländervergleich liegt erneut Brandenburg 2017 mit 141 Bränden auf rund 286 Hektar an der Spitze. Brandenburg ist wegen seiner sandigen Böden und leicht brennbaren Kiefernwälder besonders anfällig für Waldbrände. Unter anderem durch die in Brandenburg eingesetzte Kameraüberwachung konnte ein weiteres Ansteigen der Brandfläche verhindert werden. An zweiter und dritter Stelle stehen Hessen mit 58 Bränden auf sechs Hektar und Bayern mit 44 Bränden bei 42,5 Hektar Waldverlust.

Häufigste bekannte Ursache: Brandstiftung

Die häufigste bekannte Brandursache war im Jahr 2017 Brandstiftung. 129 Waldbrände auf 31 Hektar wurden vorsätzlich herbeigeführt, 93 Waldbrände auf 20 Hektar entstanden durch Fahrlässigkeit, was im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 34 Prozent ist. Bei 153 Waldbränden auf 304 Hektar war die Ur-sache hingegen unbekannt.

Damit werden mehr als die Hälfte der bekannten Ursachen (222 Brände) durch den Menschen verursacht. Sämtliche waldbaulichen Maßnahmen wie Waldwegeausbau, Löschwasserteiche oder Laubbaum-Unterbau können Waldbrände nicht verhindern, wenn nicht rechtzeitig auf die Gefahren durch Rauchen oder offenes Feuer hingewiesen wird. Die Kameraüberwachung kann die Waldbrände nur frühzeitig melden, aber nicht verhindern.

Schaden je Hektar: 735 Euro

Mecklenburg-Vorpommern zeigt mit seinen 1,13 Millionen Ausgaben für Vorbeugung und Kontrollen, dass ein flächenmäßig sehr großes Bundesland die Brandgefahr bannen und 2017 auf eine Gesamtanzahl von vier Waldbränden auf 0,06 Hektar zurückblicken kann.

Insgesamt entstand im Jahr 2017 durch Waldbrände ein finanzieller Schaden in Höhe von durchschnittlich 735 Euro je Hektar verbrannter Waldfläche.

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