Schweine

 

Die Schweinehaltung in Deutschland ist durch hoch spezialisierte Betriebe mit großen Tierbeständen gekennzeichnet. Dabei wird zwischen Schweinemast und Ferkelaufzucht unterschieden. Für beide Bereiche bietet die Landwirtschaftskammer Beratung.

 


TOP-Termine der Landwirtschaftskammer

3. Dezember: Auf die Schweinepest vorbereitet sein

Seminarinformationen


TOP-Thema: Afrikanische Schweinepest (ASP)

Karten zur afrikanischen Schweinepest

Auf Strohzukauf aus Osteuropa verzichten
Aufgrund der diesjährigen Wetterverhältnisse ist die Strohernte geringer ausgefallen, sodass Tier haltende Betriebe vielfach auf den Zukauf von Stroh angewiesen sind. Das Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holstein (MELUND) hat in diesem Zusammenhang empfohlen, auf den Zukauf von Stroh aus osteuropäischen Nachbarländern zu verzichten, da sich dort die Afrikanische Schweinepest (ASP) immer weiter ausbreitet. Wird Stroh aus diesen ASP-Gebieten geerntet, kann dabei infektiöses Material wie Teile von verendeten Wildschweinen eingearbeitet werden. Solches Stroh birgt ein großes ASP-Übertragungspotenzial.

mehr dazu

Aktuelles ASP-Geschehen
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) stellt auf seiner Internetseite wöchentlich aktualisierte Daten und Karten zum Tierseuchengeschehen bereit. Vom Publikationsserver der Bundesforschungseinrichtungen im Geschäftsbereich des BMEL (OPEN AGRAR) können zwei Dokumente zu Schutzmaßnahmen für Schweine haltende Betriebe heruntergeladen werden.



Karten zur Afrikanischen Schweinepest

Checkliste zum Prüfen und Optimieren bestehender Biosicherheitskonzepte

Merkblatt über Schutzmaßnahmen gegen die ASP

Fachartikel zur aktuellen Lage 10/2018 mit Hinweisen zu Biosicherheitsmaßnahmen



Fachinformationen

Initiative Tierwohl

Am 1. Januar 2015 startete die Initiative Tierwohl, mit der sich Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel erstmalig gemeinsam für eine tiergerechtere und nachhaltigere Fleischerzeugung einsetzen. Die Initiative Tierwohl hat in Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Wirtschaft messbare Tierwohlkriterien entwickelt, die über gesetzliche Regelungen hinausgehen und eine Erweiterung der in Deutschland anerkannten Qualitätssicherungssysteme darstellen. Landwirte, die freiwillig bestimmte Maßnahmen umsetzen, erhalten unabhängig vom Marktpreis ein Tierwohlentgelt. Finanziert wird die Initiative durch die teilnehmenden Einzelhandelsketten. Sie zahlen für jedes verkaufte Kilo Fleisch- und Wurstware von Schwein, Hähnchen und Pute 6,25 ct auf ein Tierwohl-Konto ein. So kommen im Jahr 130 Mio. € zusammen.

Im Mai 2018 nahmen insgesamt 4.132 schweinehaltende Betriebe an der Initiative teil, davon 2.837 Schweinemastbetriebe, 752 Sauen haltende Betriebe und 543 Betriebe mit Ferkelaufzucht.

www.initiative-tierwohl.de


Inno-Pig

Tierschutz und Tierwohl stehen zunehmend im Fokus von Politik und Gesellschaft. Eine wichtige Forderung an die Tierhaltung ist dabei die Bewegungsfreiheit der Schweine in allen Haltungsabschnitten. Während die Gruppenhaltung tragender Sauen seit 2013 EU-weit vorgeschrieben ist, überwiegt bei den laktierenden Sauen in Deutschland wie auch in anderen EU-Ländern die Aufstallung im Ferkelschutzkorb.

Im Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp werden im Verbundprojekt "Inno-Pig" seit 2016 verschiedene Haltungssysteme (Gruppenhaltung ferkelführender Sauen, Bewegungsbuchten (ohne Fixierung) und konventionelle Einzelhaltung im Ferkelschutzkorb) in unterschiedlichen Ausführungen geprüft und miteinander verglichen. Weiterhin werden die Effekte der verschiedenen Abferkelsysteme in den nachfolgenden Produktionsstufen Ferkelaufzucht und Mast analysiert. Hierbei wird zusätzlich unterschieden zwischen:

  • einphasiger "Aufzucht" (Verbleib der Ferkel im Abferkelabteil bis zum Ende der Ferkelaufzucht)
  • einphasiger „Aufzucht und Mast“ („wean-to-finish“)
  • Standardverfahren: zweimaliges Umstallen der Tiere von der „Säugephase“ zur „Aufzucht“
    und weiter zur „Mast“

Die Bewertung der geprüften Verfahren orientiert sich an den Kriterien Tiergesundheit, Tierverhalten, Leistung und Wirtschaftlichkeit, was zugleich den interdisziplinären Ansatz des Verbundvorhabens dokumentiert.



Versuche & Erprobungen

Die Landwirtschaftskammer verfügt in Futterkamp über ein umfangreiches Versuchswesen für die Schweinehaltung. Aus der engen Verknüpfung von Versuchswesen, der Tierhaltung vor Ort sowie der Auswertungen und Erfahrungen aus der Beratung resultiert ein fundiertes praxisorientiertes Beratungsangebot.
Die Erprobungen, Versuche und Projekte werden zum Teil in Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen durchgeführt und dienen dem Wissenstransfer in die Praxis.

Schweinebestand und Ausstattung im LVZ Futterkamp

Sauen               393 Sauen, Wartestall 250 Plätze, 97 Abferkelplätze,
                         Deckzentrum 50 Plätze
Aufzucht           2.000 Plätze mit unterschiedlichen Stalleinrichtungen
Mast                 1.400 Plätze mit unterschiedlichen Ausstattungen und Abteilgrößen
                         Teilnahme an Initiative Tierwohl
Inno Pig-Stall    20 Plätze für Gruppenabferkelung, 448 Plätze für Aufzucht und Mast
Güllelager         6 Behälter, 6.000 m3

Für Fütterungsversuche stehen ca. 380 Sauen samt Nachzucht zur Verfügung. Durch die vorhandene Fütterungstechnik sind im Sauenbereich einzeltierbezogene Fütterungen möglich. Im Bereich der Ferkelaufzucht werden Fütterungsversuche in Kleingruppen mit jeweils zehn bis zwölf Ferkeln durchgeführt und im Mastbereich bestehen Versuchsmöglichkeiten für Tiergruppen unterschiedlicher Größe. Unterschiedliche Haltungsverfahren werden erprobt und geprüft.

Service & Downloads

Archiv

Ansprechpartner Versuche & Erprobungen

Dr. Onno Burfeind

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-20
Fax 04381/9009-8
oburfeind@lksh.de
Fachgebiete: Fachbereichsleitung Schweinehaltung, Versuchswesen Schweinehaltung

Christian Meyer

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-27
Fax 04381/9009-8
cmeyer@lksh.de
Fachgebiete: Produktionsberatung, Ausbildung, Haltungs- und Fütterungstechnik Schweinehaltung

Clemens Klindt

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-35
Fax 04381/9009-8
cklindt@lksh.de
Fachgebiete: Datenverarbeitung Schweinehaltung

Dr. Sibylle Reinecke

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-55
Fax 04381/9009-8
sreinecke@lksh.de
Fachgebiete: Datenverarbeitung und Auswertung Schweinehaltung

Beratung

Beratungsschwerpunkte für die Schweinehalter sind bauliche Fragestellungen, alle Haltungs- und Fütterungsthemen sowie die betriebswirtschaftlichen Auswertungen. Ideale Voraussetzungen dafür bietet die Bau- und Energielehrschau, die wie die Schweineställe eine Vielzahl von verschiedenen Haltungs- und Fütterungstechniken rund um das Schwein präsentiert.

Ansprechpartner Beratung

Dr. Onno Burfeind

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-20
Fax 04381/9009-8
oburfeind@lksh.de
Fachgebiete: Fachbereichsleitung Schweinehaltung, Versuchswesen Schweinehaltung

Christian Meyer

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-27
Fax 04381/9009-8
cmeyer@lksh.de
Fachgebiete: Produktionsberatung, Ausbildung, Haltungs- und Fütterungstechnik Schweinehaltung

Bildungsangebot

Futterkamp ist der Standort für die überbetriebliche Ausbildung der Land-, Pferde- und Tierwirte. Darüberhinaus bietet die Landwirtschaftskammer in Futterkamp spezielle Lehrgänge und Seminare sowie Führungen für Fachbesucher und Nichtlandwirte an. Für Schulen gibt es ein Angebot zu agrarpädagogischen Klassenfahrten. 

Überbetriebliche Ausbildung Schweinehaltung
Die überbetriebliche Ausbildung ist eine Erweiterung der Ausbildung auf dem landwirtschaftlichen Betrieb, denn das duale Ausbildungssystem sieht neben der schulischen und betrieblichen Ausbildung auch überbetriebliche Lehrgänge vor. Diese überbetrieblichen Lehrgänge sollen die Ausbildungsdefizite, die durch die Spezialisierung vieler Betriebe entstanden sind, ausgleichen. Sie erstreckt sich in Schleswig-Holstein auf eine Woche innerhalb der drei Ausbildungsjahre. Die Auszubildenden können wählen zwischen einem Lehrgang in der Milcherzeugung oder einem Grund- und einem Aufbaukurs in der Schweinehaltung.

Die Lehrgänge sind auch für Praktikanten und andere Interessierte geeignet. Sie finden wöchentlich statt von Oktober bis April eines jeden Schuljahres, mit dem Schwerpunkt Praxis, als Ergänzung der betrieblichen Ausbildung.
Die überbetriebliche Ausbildung ist eine Hauptaufgabe des Lehr- und Versuchszentrums Futterkamp.

1. Grundlehrgang Schweinehaltung
Lehrgang zur Vermittlung von Grundlagen in der Ferkelerzeugung und Schweinemast, geeignet für Auszubildende, Praktikanten und Interessierte von Oktober bis Mai, mit dem Schwerpunkt Praxis, als Ergänzung der betrieblichen Ausbildung.
Der Lehrgang bietet einen idealen Einstieg für Personen, die noch nie oder nur gelegentlich in der Ferkelerzeugung und Schweinemast tätig waren. Neben theoretischen Inhalten werden diese auch im Praxiseinsatz vermittelt.

2. Aufbaulehrgang Schweinehaltung

Der Lehrgang baut auf den Grundlehrgang Schweinehaltung auf und dient zur Vertiefung der Grundkenntnisse. Er beinhaltet einen Kurzlehrgang zur künstlichen Besamung, mit der Möglichkeit zum Erwerb der Besamungserlaubnis für den Eigenbestand.

Weitere Seminare zu speziellen Themen der Schweinehaltung

3. Intensivkurs Ferkelerzeugung
Dieser Lehrgang richtet sich an Praktiker/innen in der Ferkelerzeugung. In Theorie und Praxis werden aktuelle Themen zur Sauenhaltung und Ferkelaufzucht behandelt.

4. Intensivkurs Schweinemast
Dieser Lehrgang richtet sich an Praktiker/innen aus der Schweinemast. In Theorie und Praxis werden aktuelle Themen zur Schweinemast behandelt.

5. Besamungskurs in der Sauenhaltung
Dieser Lehrgang dient zur Erlangung der Erlaubnis für die Eigenbestandsbesamung und richtet sich an Betriebsleiter und Mitarbeiter in Sauenbetrieben. Der Lehrgang bietet viele Möglichkeiten, die Kenntnisse in der Reproduktion von Sauen zu vertiefen.


Aktuelle Termine zu diesen und weiteren Seminarangeboten finden Sie unter:

Weitere Seminarangebote der Landwirtschaftskammer


Ansprechpartner

Christian Meyer

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-27
Fax 04381/9009-8
cmeyer@lksh.de
Fachgebiete: Produktionsberatung, Ausbildung, Haltungs- und Fütterungstechnik Schweinehaltung

Ulrich Bioly

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-11
Fax 04381/9009-8
ubioly@lksh.de
Fachgebiete: überbetriebliche Ausbildung, Bildungsangebote, agrarpädagogische Klassenfahrten

Christian Hesselbarth

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-25
Fax 04381/9009-8
chesselbarth@lksh.de
Fachgebiete: Fachbereichsleitung Bildung Verwaltung, Aus-, Fort- und Weiterbildung, Agrarpädagogische Klassenfahrten

Fachartikel

10. November 2018 | Von: Dr. Onno Burfeind, Dr. Sibylle Reinecke, Christian Meyer, Landwirtschaftskammer
Schweine aktuell: Erkenntnisse aus dem Projekt Innopig, Teil 2; Kurzzeitfixierung der Sau in der Bewegungsabferkelbucht

In der vergangenen Folge von Schweine aktuell wurden die ersten Ergebnisse der Leistungen von Sauen im Ferkelschutzkorb, in der freien Abferkelung und in der freien Abferkelung mit anschließender Gruppenhaltung säugender Sauen...

27. Oktober 2018 | Von: Dr. Onno Burfeind, Landwirtschaftskammer
Schweine aktuell: Erkenntnisse aus dem Projekt Innopig, Teil 1; Freie Abferkelung und Gruppenhaltung laktierender Sauen

Gesellschaftlich und politisch wird immer wieder der Ruf nach mehr Bewegung für Sauen in der Abferkelbucht laut. Vorangetrieben wurde die Diskussion durch das Magdeburger Urteil, welches die üblichen Kastenstandbreiten von 65 und...

22. September 2018 | Von: Gerd Hermeling, Hanke Bokelmann, Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Weniger Stickstoff und Phosphor in der Schweinehaltung; Fütterungstechnik muss passen

Viele Schweinehalter stehen durch die neue Düngeverordnung unter großem Druck bezüglich der Verwertung ihres Wirtschaftsdüngers. Eine Stickstoff- und Phosphorreduzierung im Futter ist ein wichtiger Ansatz. Dabei muss jedoch auch...

01. September 2018 | Von: Andrea Meyer, Wolfgang Vogt, Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Schweine aktuell: Viel roggen für Mastschweine

Das Düngerecht erhöht den Druck auf die Mastbetriebe, den Nährstoffanfall weiter zu senken. Für N-reduzierte Rationen bietet sich der Roggen wegen seines geringen Eiweißgehalts geradezu an. Preislich gesehen ist er häufig eine...

18. August 2018 | Von: VFT: Dr. Onno Burfeind, Landwirtschaftskammer
Schweine aktuell: Vergleichender Mischfuttertest; Schweinemastfutter aus Schleswig-Holstein

Im Zeitraum von Mai bis Dezember 2017 wurden Mastschweinefutter im Rahmen des vergleichenden Mischfuttertests 81/2017 aus Schleswig-Holstein untersucht. In dem Zeitraum wurden insgesamt acht Alleinfuttermittel von vier...


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