Schweine


Die Schweinehaltung in Deutschland ist durch hoch spezialisierte Betriebe mit großen Tierbeständen gekennzeichnet. Dabei wird zwischen Schweinemast und Ferkelaufzucht unterschieden. Für beide Bereiche bietet die Landwirtschaftskammer Beratung.

Aktuelles Thema: Artgerechte Schweinehaltung

Im Interview: Dr. Onno Burfeind, Dipl. ECAR, Fachtierarzt für Reproduktionsmedizin,
                     Fachbereich Schweinehaltung, ­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp

 

Video: Ulrich Koglin, LandWild

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Kupierverzicht: Aktionsplan - Praxisrelevante Dokumente

Nora Hammer, Bundesverband Rind und Schwein e.V., Bonn

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Fachinformationen

Initiative Tierwohl

Am 1. Januar 2015 startete die Initiative Tierwohl, mit der sich Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel erstmalig gemeinsam für eine tiergerechtere und nachhaltigere Fleischerzeugung einsetzen. Die Initiative Tierwohl hat in Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Wirtschaft messbare Tierwohlkriterien entwickelt, die über gesetzliche Regelungen hinausgehen und eine Erweiterung der in Deutschland anerkannten Qualitätssicherungssysteme darstellen. Landwirte, die freiwillig bestimmte Maßnahmen umsetzen, erhalten unabhängig vom Marktpreis ein Tierwohlentgelt. Finanziert wird die Initiative durch die teilnehmenden Einzelhandelsketten. Sie zahlen für jedes verkaufte Kilo Fleisch- und Wurstware von Schwein, Hähnchen und Pute 6,25 ct auf ein Tierwohl-Konto ein. So kommen im Jahr 130 Mio. € zusammen.

Im Mai 2018 nahmen insgesamt 4.132 schweinehaltende Betriebe an der Initiative teil, davon 2.837 Schweinemastbetriebe, 752 Sauen haltende Betriebe und 543 Betriebe mit Ferkelaufzucht.

www.initiative-tierwohl.de


Inno-Pig

Tierschutz und Tierwohl stehen zunehmend im Fokus von Politik und Gesellschaft. Eine wichtige Forderung an die Tierhaltung ist dabei die Bewegungsfreiheit der Schweine in allen Haltungsabschnitten. Während die Gruppenhaltung tragender Sauen seit 2013 EU-weit vorgeschrieben ist, überwiegt bei den laktierenden Sauen in Deutschland wie auch in anderen EU-Ländern die Aufstallung im Ferkelschutzkorb.

Im Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp werden im Verbundprojekt "Inno-Pig" seit 2016 verschiedene Haltungssysteme (Gruppenhaltung ferkelführender Sauen, Bewegungsbuchten (ohne Fixierung) und konventionelle Einzelhaltung im Ferkelschutzkorb) in unterschiedlichen Ausführungen geprüft und miteinander verglichen. Weiterhin werden die Effekte der verschiedenen Abferkelsysteme in den nachfolgenden Produktionsstufen Ferkelaufzucht und Mast analysiert. Hierbei wird zusätzlich unterschieden zwischen:

  • einphasiger "Aufzucht" (Verbleib der Ferkel im Abferkelabteil bis zum Ende der Ferkelaufzucht)
  • einphasiger „Aufzucht und Mast“ („wean-to-finish“)
  • Standardverfahren: zweimaliges Umstallen der Tiere von der „Säugephase“ zur „Aufzucht“
    und weiter zur „Mast“

Die Bewertung der geprüften Verfahren orientiert sich an den Kriterien Tiergesundheit, Tierverhalten, Leistung und Wirtschaftlichkeit, was zugleich den interdisziplinären Ansatz des Verbundvorhabens dokumentiert.



Versuche & Erprobungen

Die Landwirtschaftskammer verfügt in Futterkamp über ein umfangreiches Versuchswesen für die Schweinehaltung. Aus der engen Verknüpfung von Versuchswesen, der Tierhaltung vor Ort sowie der Auswertungen und Erfahrungen aus der Beratung resultiert ein fundiertes praxisorientiertes Beratungsangebot.
Die Erprobungen, Versuche und Projekte werden zum Teil in Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen durchgeführt und dienen dem Wissenstransfer in die Praxis.

Schweinebestand und Ausstattung im LVZ Futterkamp

Sauen               393 Sauen, Wartestall 250 Plätze, 97 Abferkelplätze,
                         Deckzentrum 50 Plätze
Aufzucht           2.000 Plätze mit unterschiedlichen Stalleinrichtungen
Mast                 1.400 Plätze mit unterschiedlichen Ausstattungen und Abteilgrößen
                         Teilnahme an Initiative Tierwohl
Inno Pig-Stall    20 Plätze für Gruppenabferkelung, 448 Plätze für Aufzucht und Mast
Güllelager         6 Behälter, 6.000 m3

Für Fütterungsversuche stehen ca. 380 Sauen samt Nachzucht zur Verfügung. Durch die vorhandene Fütterungstechnik sind im Sauenbereich einzeltierbezogene Fütterungen möglich. Im Bereich der Ferkelaufzucht werden Fütterungsversuche in Kleingruppen mit jeweils zehn bis zwölf Ferkeln durchgeführt und im Mastbereich bestehen Versuchsmöglichkeiten für Tiergruppen unterschiedlicher Größe. Unterschiedliche Haltungsverfahren werden erprobt und geprüft.

Service & Downloads

Archiv

Ansprechpartner Versuche & Erprobungen

Dr. Onno Burfeind

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-20
Fax 04381/9009-8
oburfeind@lksh.de
Fachgebiete: Fachbereichsleitung Schweinehaltung, Versuchswesen Schweinehaltung

Christian Meyer

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-27
Fax 04381/9009-8
cmeyer@lksh.de
Fachgebiete: Produktionsberatung, Ausbildung, Haltungs- und Fütterungstechnik Schweinehaltung

Clemens Klindt

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-35
Fax 04381/9009-8
cklindt@lksh.de
Fachgebiete: Datenverarbeitung Schweinehaltung

Dr. Sibylle Reinecke

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-55
Fax 04381/9009-8
sreinecke@lksh.de
Fachgebiete: Datenverarbeitung und Auswertung Schweinehaltung

Beratung

Beratungsschwerpunkte für die Schweinehalter sind bauliche Fragestellungen, alle Haltungs- und Fütterungsthemen sowie die betriebswirtschaftlichen Auswertungen. Ideale Voraussetzungen dafür bietet die Bau- und Energielehrschau, die wie die Schweineställe eine Vielzahl von verschiedenen Haltungs- und Fütterungstechniken rund um das Schwein präsentiert.

Ansprechpartner Beratung

Dr. Onno Burfeind

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-20
Fax 04381/9009-8
oburfeind@lksh.de
Fachgebiete: Fachbereichsleitung Schweinehaltung, Versuchswesen Schweinehaltung

Christian Meyer

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-27
Fax 04381/9009-8
cmeyer@lksh.de
Fachgebiete: Produktionsberatung, Ausbildung, Haltungs- und Fütterungstechnik Schweinehaltung

Bildungsangebot

Futterkamp ist der Standort für die überbetriebliche Ausbildung der Land-, Pferde- und Tierwirte. Darüberhinaus bietet die Landwirtschaftskammer in Futterkamp spezielle Lehrgänge und Seminare sowie Führungen für Fachbesucher und Nichtlandwirte an. Für Schulen gibt es ein Angebot zu agrarpädagogischen Klassenfahrten. 

Überbetriebliche Ausbildung Schweinehaltung
Die überbetriebliche Ausbildung ist eine Erweiterung der Ausbildung auf dem landwirtschaftlichen Betrieb, denn das duale Ausbildungssystem sieht neben der schulischen und betrieblichen Ausbildung auch überbetriebliche Lehrgänge vor. Diese überbetrieblichen Lehrgänge sollen die Ausbildungsdefizite, die durch die Spezialisierung vieler Betriebe entstanden sind, ausgleichen. Sie erstreckt sich in Schleswig-Holstein auf eine Woche innerhalb der drei Ausbildungsjahre. Die Auszubildenden können wählen zwischen einem Lehrgang in der Milcherzeugung oder einem Grund- und einem Aufbaukurs in der Schweinehaltung.

Die Lehrgänge sind auch für Praktikanten und andere Interessierte geeignet. Sie finden wöchentlich statt von Oktober bis April eines jeden Schuljahres, mit dem Schwerpunkt Praxis, als Ergänzung der betrieblichen Ausbildung.
Die überbetriebliche Ausbildung ist eine Hauptaufgabe des Lehr- und Versuchszentrums Futterkamp.

1. Grundlehrgang Schweinehaltung
Lehrgang zur Vermittlung von Grundlagen in der Ferkelerzeugung und Schweinemast, geeignet für Auszubildende, Praktikanten und Interessierte von Oktober bis Mai, mit dem Schwerpunkt Praxis, als Ergänzung der betrieblichen Ausbildung.
Der Lehrgang bietet einen idealen Einstieg für Personen, die noch nie oder nur gelegentlich in der Ferkelerzeugung und Schweinemast tätig waren. Neben theoretischen Inhalten werden diese auch im Praxiseinsatz vermittelt.

2. Aufbaulehrgang Schweinehaltung

Der Lehrgang baut auf den Grundlehrgang Schweinehaltung auf und dient zur Vertiefung der Grundkenntnisse. Er beinhaltet einen Kurzlehrgang zur künstlichen Besamung, mit der Möglichkeit zum Erwerb der Besamungserlaubnis für den Eigenbestand.

Weitere Seminare zu speziellen Themen der Schweinehaltung

3. Intensivkurs Ferkelerzeugung
Dieser Lehrgang richtet sich an Praktiker/innen in der Ferkelerzeugung. In Theorie und Praxis werden aktuelle Themen zur Sauenhaltung und Ferkelaufzucht behandelt.

4. Intensivkurs Schweinemast
Dieser Lehrgang richtet sich an Praktiker/innen aus der Schweinemast. In Theorie und Praxis werden aktuelle Themen zur Schweinemast behandelt.

5. Besamungskurs in der Sauenhaltung
Dieser Lehrgang dient zur Erlangung der Erlaubnis für die Eigenbestandsbesamung und richtet sich an Betriebsleiter und Mitarbeiter in Sauenbetrieben. Der Lehrgang bietet viele Möglichkeiten, die Kenntnisse in der Reproduktion von Sauen zu vertiefen.


Aktuelle Termine zu diesen und weiteren Seminarangeboten finden Sie unter:

Weitere Seminarangebote der Landwirtschaftskammer


Ansprechpartner

Christian Meyer

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-27
Fax 04381/9009-8
cmeyer@lksh.de
Fachgebiete: Produktionsberatung, Ausbildung, Haltungs- und Fütterungstechnik Schweinehaltung

Ulrich Bioly

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-11
Fax 04381/9009-8
ubioly@lksh.de
Fachgebiete: überbetriebliche Ausbildung, Bildungsangebote, agrarpädagogische Klassenfahrten

Christian Hesselbarth

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-25
Fax 04381/9009-8
chesselbarth@lksh.de
Fachgebiete: Fachbereichsleitung Bildung Verwaltung, Aus-, Fort- und Weiterbildung, Agrarpädagogische Klassenfahrten

Fachartikel

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16. März 2019 | Von: Dr. Onno Burfeind, Landwirtschaftskammer
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02. März 2019 | Von: Dr. Onno Burfeind, Dr. Sibylle Reinecke, Landwirtschaftskammer
Schweine aktuell: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Ebermast als Alternative zur betäubungslosen Kastration?

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