Pflanzenschutzempfehlungen: Neuer Ratgeber für dem Herbst erschienen

Der Ratgeber Herbst 2021 zum Thema „Pflanzenschutz im Ackerbau“ kann hier heruntergeladen werden.

Der Ratgeber liegt aber auch auf den Versuchsstationen und Standorten der Landwirtschaftskammer zur Abholung bereit. Möglich ist es auch, den Ratgeber zugeschickt zu bekommen. Dafür ist die Adresse, an die der Ratgeber geschickt werden sollen, per E-mail an shoehnl@lksh.de zu senden.

 

YouTube-Videos zum Thema Pflanzenschutz im Ackerbau im Frühjahr 2021

Aufgrund der aktuellen Coronalage bietet die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein anstatt der Winterveranstaltungen aus dem Bereich „Pflanzenschutz im Ackerbau im Frühjahr 2021“ nun kurze Info-Videos aufgeteilt nach kulturbezogenen Themen an.

- Aktuelle Rechtsvorschriften im Pflanzenschutz, Frühjahr 2021, LKSH

- Neue Pflanzenschutzmittel, Aufbrauchfristen, Notfallgenehmigungen, Frühjahr 2021, LKSH


Wintergetreide:

- Ackerfuchsschwanz im Wintergetreide, Frühjahr 2021, LKSH

- Unkräuter + Ungräser im Wintergetreide, Frühjahr 2021, LKSH

- Hundskerbel im Wintergetreide, Frühjahr 2021

- Krankheiten im Winterweizen, Frühjahr 2021, LKSH

- Krankheiten in der Wintergerste, Frühjahr 2021, LKSH

- Krankheiten im Winterroggen, Frühjahr 2021, LKSH

- Krankheiten in der Wintertriticale, Frühjahr 2021, LKSH

- Wachstumsregler im Wintergetreide, Frühjahr 2021, LKSH

- Schädlinge im Winter- + Sommergetreide, Frühjahr 2021, LKSH


Winterraps:

- Wachstumsregler im Winterraps, Frühjahr 2021, LKSH

- Stängelschädlinge + Rapsglanzkäfer im Winterraps, Frühjahr 2021, LKSH

- Bienenschutz im Winterraps, Frühjahr 2021, LKSH

- Schotenschädlinge im Winterraps, Frühjahr 2021, LKSH

- Blütenbehandlung im Winterraps, Frühjahr 2021, LKSH

- Schaderregerüberwachung + Bekämpfungsrichtwerte im Winterraps, Frühjahr 2021, LKSH


Sommergetreide:

- Unkräuter + Ungräser im Sommergetreide, Frühjahr 2021, LKSH

- Krankheiten + Wachstumsregler im Sommerweizen, Frühjahr 2021, LKSH

- Krankheiten + Wachstumsregler in der Sommergerste, Frühjahr 2021, LKSH

- Krankheiten + Wachstumsregler im Sommerhafer, Frühjahr 2021, LKSH


Ackerbohnen:

- Unkräuter + Ungräser in der Ackerbohne, Frühjahr 2021, LKSH

- Schädlinge in der Ackerbohne, Frühjahr 2021, LKSH

- Krankheiten in der Ackerbohnen, Frühjahr 2021, LKSH


Mais:

- Unkräuter + Ungräser im Mais, Frühjahr 2021, LKSH

- Grasuntersaaten, Mischanbau und mechanische Unkrautbekämpfung im Mais, Frühjahr 2021, LKSH


Grünland:

Notfallzulassung für Cruiser 600 FS in Zuckerrüben erteilt

Blattläuse haben als Virusüberträger in Zuckerrüben auch in Schleswig-Holstein eine zunehmende Bedeutung. Im vergangenenen Jahr zeigten sich auf Zuckerrübenflächen in der Marsch Befallsnester mit der virösen Vergilbung und einem um 40 % reduzierten Zuckerertrag. Das BVL hat eine entsprechende Notfallzulassung für 120 Tage für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. April erteilt. Die zugelassene Menge ist ausreichend für die Behandlung einer Saatgutmenge für etwa 1.500 ha Zuckerrübenfläche und gilt nur für den Kreis Dithmarschen im Vertragsgebiet der Nordzucker AG.

Auflagen zu beachten

Die Notfallzulassung wurde mit strengen Auflagen, insbesondere zum Insektenschutz, verbunden, u. a.:

  • Verbot der Ausbringung des Saatgutes in Naturschutzgebieten,
  • die Saatgutbehandlung ist nur in vom JKI gelisteten Beizanlagen zulässig,
  • durch einen geringeren Mittelaufwand je Saatguteinheit und eine verringerte Aussaatstärke von 1,1 Saatguteinheiten je ha wird die ausgebrachte Wirkstoffmenge auf 49,5 g Wirkstoff/ha (gegenüber 78 g/ha bei früheren Zulassungen) reduziert,
  • bei der Aussaat darf jeweils in der äußersten Reihe des zu bestellenden Ackers kein mit Cruiser 600 FS behandeltes Saatgut ausgebracht werden oder es ist ein Mindestabstand von 45 cm zum Feldrand einzuhalten,
  • eine Nachsaat mit diesem mit Thiamethoxam gebeizten Saatgut ist nicht zulässig,
  • die Aussaat des behandelten Saatgutes darf nur mit mechanischen Sägeräten oder mit einem pneumatischen Sägerät erfolgen, das mit Unterdruck arbeitet, wenn dieses in der „Liste der abdriftmindernden Sägeräte“ des Julius Kühn-Instituts aufgeführt ist,
  • Nachfolgekulturen: Es ist verboten in den Jahren 2021 und 2022 nach der Aussaat von mit Thiamethoxam gebeiztem Saatgut auf den betroffenen Flächen bienenattraktive Pflanzen auszusäen. Hierzu zählen insbesondere Raps, Sonnenblumen, Mais, durchwachsene Silphie, Leguminosen und Kartoffeln, die vor dem 01. Januar 2023 zur Blüte gelangen. Die betroffene Fläche darf auch nicht als Blühfläche genutzt werden,
  • Imkerverbände oder Bienensachverständige sind über den Zeitraum der Aussaat vorab zu informieren,
  • der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein ist die Aussaat unter Angabe der Gemarkung, der Flur, der Flurstücks- und der Feldblocknummer sowie der Größe der für die Aussaat bestimmten Flächen mindestens drei Werktage vor der Aussaat schriftlich anzuzeigen.

Die Allgemeinverfügung regelt Details

Die Aussaat des behandelten Saatgutes darf gemäß Notfallzulassung nur unter Kontrolle der zuständigen Behörde und unter Beachtung einer hierzu zu erlassenden Verordnung nach § 6 Pflanzenschutzgesetz (PflSchG) oder einer Allgemeinverfügung nach § 8 in Verbindung mit § 6 PflSchG erfolgen. In der Rechtsverordnung oder der Allgemeinverfügung sind rechtlich verbindliche, die Aussaat begleitende Maßgaben zu erlassen, die insbesondere die Festlegung der räumlichen Begrenzung sowie auch über den Geltungszeitraum der Notfallzulassung hinaus wirksame Risikominderungsmaßnahmen festlegen, die eine ordnungsgemäße Aussaat, einen angemessenen Sicherheitsabstand und Erosionsschutz sowie Beikrautbekämpfung und nicht-bienenattraktive Nachfolgekulturen sicherstellen.

Die Allgemeinverfügung der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein zum Herunterladen

Hier können Sie sich die Aussatmeldung für mit Cruiser 600 FS-gebeiztem Zuckerrüben-Saatgut herunterladen:

als PDF

als Excel-Datei

Hier finden Sie die Liste abdriftminderder Sägeräte (Julius Kühn-Institut, nach unten scrollen).

 

Ansprechpartner

  • Dr. Hans-Joachim Gleser

    Grüner Kamp 15-17
    24768 Rendsburg

    Tel. +49 4331 9453-370 Mobil +49 175 933 5666
    Fax +49 4331 9453-389
    hjgleser@lksh.de

    Leitung Fachbereich Pflanzenschutz, Grundsatzfragen im Bereich: pilzliche Schaderreger, Wachstumsregler im Ackerbau