Kartoffeln

Bestandsführung und Anbautechnik

Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein führt zahlreiche Praxisversuche zur Optimierung der Kartoffelproduktion durch. Gleichzeitig ist das Referat Kartoffeln im Beirat der Versuchsstation Dethlingen tätig.


Sortenversuche

Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein führt an vier Standorten Landessortenversuche zu Kartoffeln durch.

Diese Standorte sind:

  • Versuchsfeld Barlt
  • Versuchsfeld Schuby
  • Versuchsfeld Hohenlockstedt
  • Öko-Versuchsfeld Lindhof

An allen Standorten werden Speisekartoffelsorten auf ihre agronomischen Eigenschaften geprüft. Der Versuchsstandort Hohenlockstedt dient speziell der Prüfung einer Eignung der Kartoffelsorten im Frühkartoffelanbau mit Vorkeimung und Anbau unter Fliesabdeckung.

Landessortenversuche 2017 - Versuchsstandorte Barlt und Schuby

Landessortenversuche Speisekartoffeln - Stammdatenblätter

Ansprechpartner Sorten

Gert Tiedemann

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-320
Fax 04331/9453-309
gtiedemann@lksh.de
Fachgebiete: Fachbereichsleitung Pflanzenbau/Versuchswesen, Kartoffeln, Gütezeichen-Kartoffeln, Pflanzenschutz Kartoffeln

Sensorischer Kartoffeltest

Alle auf den Versuchsfeldern angebauten Speisesorten werden einer neutralen Koch- und Speiseprüfung unterworfen. Hierzu werden die Kartoffelsorten einheitlich in der Landfrauenschule Hanerau-Hademarschen in einem Konvektomat bei durchschnittlich 65 °C gegart und anonym von Testpersonen auf sensorische Eigenschaften wie Fleischfarbe, Festigkeit, Mehligkeit, Feuchtigkeit und Geschmack geprüft und bewertet.

Übersicht Sortieranteile und Geschmacksnote

 

 

 

Düngung

Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein für an zwei Versuchsstandorten Versuche zur Kartoffeldüngung durch. An dem Standort Hohenlockstedt werden stabilisierte Stickstoffdünger im Vergleich mit Kalkammonsalpeter geprüft.

Am Standort Schuby wurde 2011 ein Versuchsprogramm zur Bewässerung über Tropfschläuche mit Fertigation angelegt. Ziel ist hier die Erstellung einer Ökobilanz in der Kartoffelproduktion.

Ansprechpartner Düngung

Gert Tiedemann

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-320
Fax 04331/9453-309
gtiedemann@lksh.de
Fachgebiete: Fachbereichsleitung Pflanzenbau/Versuchswesen, Kartoffeln, Gütezeichen-Kartoffeln, Pflanzenschutz Kartoffeln

Pflanzenschutz

Kartoffeln können durch verschiedene Schaderreger befallen werden. Die Beizung des Pflanzgutes richtet sich vorrangig gegen Rhizoctonia solani. Auch gegen den Silberschorf sowie gegen Schwarzbeinigkeit und Erwinia-Nassfäule ist eine Saatgutbeizung möglich. Bei der Produktion von Pflanzkartoffeln ist auch eine insektizide Beizung gegen Blattläuse als Virusvektoren sinnvoll.
Sehr wichtig im Kartoffelbau ist eine frühzeitige und effiziente Unkrautbekämpfung. Die Palette der verfügbaren Herbizide ist nicht sehr groß, es fehlen insbesondere geeignete und verträgliche Nachauflaufherbizide.
Der wirtschaftlich bedeutendste Krankheitserreger im Kartoffelbau ist die Kraut- und Knollenfäule.
Wichtige Schädlinge sind Kartoffelzystennematoden. Auch Drahtwürmer, die Larven des Schnellkäfers, können schädigen. Blattläuse spielen im Vermehrungsanbau als Virusüberträger eine wichtige Rolle. Auch der Kartoffelkäfer muss bei entsprechendem Befall beachtet werden.

Folgende Pflanzenschutzmittel können eingesetzt werden. Die Tabellen ersetzen jedoch nicht die genaue Beachtung der jeweiligen Gebrauchsanleitung:

Beizmittel

Fungizide

Herbizide

Insektizide

Molluskizide

Ansprechpartner Pflanzenschutz

Gert Tiedemann

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-320
Fax 04331/9453-309
gtiedemann@lksh.de
Fachgebiete: Fachbereichsleitung Pflanzenbau/Versuchswesen, Kartoffeln, Gütezeichen-Kartoffeln, Pflanzenschutz Kartoffeln

Ludger Lüders

Waldschlösschenstraße 47
25746 Heide
Tel. 0481/85094-54
Fax 0481/85094-49
llueders@lksh.de
Fachgebiete: Grundsatzfragen im Bereich: tierische Schaderreger, Warndienst West und Pflanzen-schutzberatung West, Versuchs-wesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung

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