Dauergrünland

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Neues Gesetz zur Erhaltung von Dauergrünland in Schleswig-Holstein

Bis vor Kurzem noch standen alle schleswig-holsteinischen Dauergrünlandflächen unter dem Schutz des Dauergrünlanderhaltungsgesetzes (DGLG). Das hat sich im Februar 2019 geändert. Seitdem begrenzt die verabschiedete Gesetzesänderung der Landesregierung den Schutz auf das Dauergrünland in besonders sensiblen Gebieten (Gebietskulissen DGLG). Außerhalb der Gebietskulissen sind Umbruch und Umwandlung der Dauergrünlandflächen durch das Prämienrecht reglementiert.

mehr Informationen dazu im Fachartikel

Sorten & Pflanzenbestimmung

Die Mischungs- und Sortenempfehlungen basieren auf Versuchen und Bewertungen im Rahmen einer norddeutschen Zusammenarbeit der Landwirtschaftskammern. Die Empfehlungen für Grünlandmischungen und -sorten („Grünes Faltblatt“) werden alle drei Jahre aktualisiert.

Pflanzenbestimmung

Die Leistungsfäigkeit hinsichtlich Ertrag und Qualität hängt sehr wesentlich von den Anteilen wertvoller Gräser, Kräuter und Leguminosen ab. Die dafür erforderlichen Bestimmungshilfen erhalten Sie hier:

Dauergrünland

Landwirtschaft - Pflanze - Grünland und Ackerfutterbau

Dauergrünland
Dauergrünland werden Grobfutterflächen genannt, die längere Zeit eine kurzrasige Vegetation als Dauerkultur tragen. Dauergrünland ist somit eine auf mindestens 5 Jahre angelegte Vegetationsform (Wiese oder Weide) mit relativ geschlossener Grasnarbe, die von einer Pflanzengemeinschaft aus Gräsern, Kräutern und Hülsenfrüchtler gebildet wird. Die botanische Artenzusammensetzung der Grünflächen wird von der Stärke der Nutzung entscheidend beeinflusst. Diese ergibt sich zum Teil durch den Standort und die Intensität der Düngung. Bei intensiver Nutzung durch mehrere Schnitte oder hohen Tierbesatz bei Weidenutzung verringert sich die Artenvielfalt des Graslandes. Wegen der großen Zahl von Grünland-Pflanzengesellschaften und der unterschiedlichsten Nomenklatur von Grünlandtypen ist eine dreigliedrige Grobeinteilung entsprechend der Nutzungsintensität gebräuchlich:

Intensivgrünland
Unter Intensivgrünland wird ein Grünlandtyp verstanden, der so stark genutzt wird, dass sich die Erzeugung von Grobfutter für die Milchviehhaltung – in Konkurrenz zu Silomais – ökonomisch lohnt. Die Häufigkeit liegt je nach Naturraum und Standortverhältnissen zwischen 3 und 6 Nutzungen pro Jahr (als Schnitt, Weide oder Mähweide). Die Ertragserwartung liegt zwischen 80 und 120 dt TM/ha, die Qualität des Futters zwischen 5,0 und 6,0 MJ NEL/kg TM.

Extensivgrünland
Unter Extensivgrünland bzw. artenreichem Grünland sind vorwiegend 1-3-schürige Heuwiesen zu verstehen. Es gehören aber auch langjährig extensiv bewirtschaftete Weiden in Niederungslagen dazu. Solches Grünland wird standortgerecht genutzt und erfährt nur eine teilweise Rückführung der Nährstoffe über Wirtschaftsdünger (Stallmist, Jauche, Gülle). Die Pflanzenbestände weisen einen mittleren Futterwert auf und nehmen auch im Arteninventar eine Mittelstellung zwischen dem Wirtschafts- und dem Biotopgrünland ein. Extensivgrünland muss unterschieden werden von "extensiviertem Grünland", das sich durch Reduzierung von Nutzungshäufigkeit und Düngung aus artenarmem Wirtschaftsgrünland heraus entwickelte, in der Regel aber (noch) nicht den bioökologischen Wert von Extensivgrünland besitzt.

Biotopgrünland
Biotopgrünland ist ein Sammelbegriff für Grünland, das nicht (mehr) primär der landwirtschaftlichen Futtergewinnung dient. Dabei handelt es sich um Magerwiesen oder -weiden extremer Standortverhältnisse, auf denen die allgemeine Nährstoffverfügbarkeit gering ist, in der Regel entweder wegen zu trockenen oder zu nassen Bodens. Beispiele für Biotopgrünland sind: Halbtrockenrasen und Kleinseggenwiesen. Die Größenordnung der natürlichen Biomasse-Produktion liegt auf Magerrasen-Niveau und damit unter 35 dt TM/ha. Die Pflanzengesellschaft stellt das artenreichste Ökosystem Mitteleuropas dar. Biotopgrünland steht häufig bereits seit langem unter Naturschutz (z.B. Wacholderheiden, Pfeifengras-Streuwiesen), oder die Flächen werden im Auftrag der Naturschutzverwaltung gepflegt.

 


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Hinweise zum Wildtierschutz bei der Frühjahrsmahd

Weitere Informationen zum Grünland sowie zur Futterkonservierung befinden sich auch unter www.gruenland-online.de


Ansprechpartner

Tammo Peters

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-347
Fax 04331/9453-309
tpeters@lksh.de
Fachgebiete: Grünland

Dr. Susanne Ohl

LVZ Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-49
Fax 04381/9009-98
sohl@lksh.de
Fachgebiete: Grünland, Futterkonservierung, Futterqualität, Ökologischer Futterbau, Silage, Heu

Hans-Christian Hinrichsen

Versuchsstation Schuby
Wiehorn
24850 Schuby
Tel. 04621/4504
Fax 04621/3014604
hchinrichsen@lksh.de
Fachgebiete: Grünlandsaaten

Düngung

Die standortangepasste Düngung landwirtschaftlicher Kulturen ist traditionell ein Beratungsschwerpunkt der Landwirtschaftskammer. Ziel ist, fachlich fundierte Empfehlungen für eine ökonomische wie auch ökologische und damit bedarfsgerechte Düngung unter besonderer Berücksichtigung von organischen Düngemitteln anzubieten. Eine Beratung zur Umsetzung von düngerelevanten Gesetzen und Verordnungen (z.B. Düngeverordnung) wird ebenfalls geleistet.


Düngung allgemein


Richtwerte für die Düngung


Web-App: "Wann wächst das Gras?"


Ansprechpartner

Dr. Lars Biernat

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-340
Fax 04331/9453-349
lbiernat@lksh.de
Fachgebiete: Düngeverordnung (DÜV), Mikronährstoffdüngung, Biogassubstrat, Düngungsversuche

Pflanzenschutz

Pflanzenschutzmaßnahmen auf dem Dauergrünland richten sich im Schwerpunkt gegen bestimmte mehrjährige Unkräuter wie Ampfer, Brennnesseln und Disteln. Auch Löwenzahn ist bei einem Anteil von mehr als 20 % bekämpfungswürdig. Auf nasseren Standorten können  Binsen und Hahnenfußarten von Bedeutung sein. Eine sorgfältige Pflege der Grünlandnarbe beugt einer stärkeren Verunkrautung vor. Auf extensiv genutzten Grünladflächen ist in den vergangenen Jahren eine  Ausbreitung des giftigen Jakobskreuzkrautes (Senecio jacobea) festzustellen. Mittlerweile spielt auf dem Grünland auch das ebenfalls giftige Schmalblättrige Kreuzkraut (Senecio inaequidens) eine zunehmende Rolle.
Als Schädlinge können die Larven der Wiesenschnake Tipula paludosa von Bedeutung sein. Die Schadensschwelle liegt im Herbst bei 300 Larven/m2 und im Frühjahr bei 100 Larven/m2. Derzeit ist kein Insektizid gegen Tipula zugelassen.
Auch Feldmäuse können auf dem Grünland Schäden verursachen. Diese können  nur noch mit Zinkphosphid-haltigen Ködern, die verdeckt mittels Legeflinte in die Gänge eingebracht werden müssen, bekämpft werden.

Folgende Pflanzenschutzmittel können eingesetzt werden. Die Tabellen ersetzen jedoch nicht die genaue Beachtung der jeweiligen Gebrauchsanleitung

Glyphosat


Herbizide


Umgang mit dem Jakobskreuzkraut


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