Winterroggen

Bestandsführung und Anbautechnik

Als Saatmengen sind für die Hybridsorten zu normalen Saatterminen (zweite Septemberdekade bis Anfang Oktober) 180 bis 220 keimfähige Körner je qm (Zielpflanzenzahl) zu empfehlen. Spätsaaten und schwierige Saatbettbedingungen erfordern einen Saatmengenzuschlag von 10 bis maximal 15 %. Roggen ist in der Ablagetiefe flach - etwa 1,5 bis 2 cm - zu drillen. Extreme Dünnsaaten sollten eher vermieden werden, da damit das Bestäubungsverhalten in den Beständen eher schlechter wird, und zusätzlich die Gefahr von Zwiewuchs besteht. Beides kann, je nach Jahreswitterungsverlauf, den Mutterkonbesatz fördern.

Anbauempfehlungen und Anbautechnik


Ansprechpartner Anbautechnik und Sortenwahl

Dr. Helge Stephan

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-330
Fax 04331/9453-309
hstephan@lksh.de
Fachgebiete: Marktfruchtbau, Getreide

Düngeempfehlungen unter Berücksichtigung der neuen Düngeverordnung finden Sie auf einer gesonderten Seite.

zur Herbstdüngung 2018

weitere Informationen zur Düngung

Pflanzenschutz

Der Winterroggen wird von verschiedenen Schaderregern befallen. Die Saatgutbeizung richtet sich insbesondere gegen Schneeschimmel und Roggenstängelbrand

Von Ungräsern hat im Winterroggen der Windhalm die größte Bedeutung. Die Unkrautbekämpfung richtet sich vorrangig gegen Kamille, Vogelmiere, Ehrenpreis, Ackerstiefmütterchen sowie Klettenlabkraut. Die wichtigsten Pilzkrankheiten sind der Echte Mehltau, Rhynchosporium-Blattflecken sowie der sehr ertragsrelevante Braunrost. In einzelnen Jahren kann auch relativ spät noch Schwarzrost auftreten.

Als Schädlinge sind besonders die Thripse (auch als Blasenfüße oder Fransenflügler bezeichnet) von Bedeuteung. Der Einsatz von Wchstumsreglern spielt im Winterroggen eine wichtige Rolle.

Folgende Pflanzenschutzmittel können eingesetzt werden. Die Tabellen ersetzen jedoch nicht die genaue Beachtung der jeweiligen Gebrauchsanleitung:

Beizmittel

Fungizide

Glyphosat

Herbizide

Insektizide

Molluskizide

Wachstumsregler

Ansprechpartner Pflanzenschutz - Region Ost

Dr. Hans-Joachim Gleser

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-370
Fax 04331/9453-389
hjgleser@lksh.de
Fachgebiete: Leitung Fachbereich Pflanzenschutz, Grundsatzfragen im Bereich: pilzliche Schaderreger, Wachstumsregler im Ackerbau

Manja Landschreiber

Meesenring 9
23566 Lübeck
Tel. 0451-317020-25
Fax 0451-317020-29
mlandschreiber@lksh.de
Fachgebiete: Grundsatzfragen im Bereich: Ungräser und Unkräuter Ackerbau, Warndienst Ost und Pflanzenschutzberatung Ost

Susanne Hagen

Grüner Kamp 15 - 17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-387
Fax 04331/9453-389
shagen@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung

Henning Jonas

LVZ Futterkamp
Versuchsstation Futterkamp
24327 Blekendorf
Tel. 04381/9009-941
hjonas@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung

Nils Klein

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-377
Fax 04331/9453-389
nklein@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung

Asmus Klindt

Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Tel. 04331/9453-386
Fax 04331/9453-389
asklindt@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung

Lilli Krützmann

Meesenring 9
23566 Lübeck
Tel. 0451-317020-25
Fax 0451-31702029
lkruetzmann@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung

Ansprechpartner Pflanzenschutz - Region West

Anneke Karstens

Waldschlösschenstraße 47
25746 Heide
Tel. 0481/85094-56
Fax 0481/85094-49
akarstens@lksh.de
Fachgebiete: Demonstrationsbetriebe integrierter Pflanzenschutz in Schleswig-Holstein für Ackerbau, Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung

Ludger Lüders

Waldschlösschenstraße 47
25746 Heide
Tel. 0481/85094-54
Fax 0481/85094-49
llueders@lksh.de
Fachgebiete: Grundsatzfragen im Bereich: tierische Schaderreger, Warndienst West und Pflanzen-schutzberatung West, Versuchs-wesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung

Martina Popp

Theodor-Strom-Straße 2
25821 Bredstedt
Tel. 04671-9134-25
Fax 04671-9134-19
mpopp@lksh.de
Fachgebiete: Versuchswesen, Schaderregerüberwachung Landwirtschaft, Beratung

Fachartikel

18. August 2018 | Von: Dr. Hans-Joachim Gleser, Landwirtschaftskammer
Saatgutbezug in Wintergetreide 2018; Sicherer Schutz vor samenbürtigen Krankheiten

Die Saatgutbeizung galt lange als besonders effektive und umweltschonende Pflanzenschutzmaßnahme. Seit dem massiven Bienensterben im Jahr 2008 – verursacht durch Abriebstäube einer insektiziden Beize bei der Aussaat von...

04. August 2018 | Von: Dr. Helge Stephan, Landwirtschaftskammer
Ergebnisse der Landessortenversuche Winterroggen 2018; Unterdurchschnittliche Erträge

Nach Angaben des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein betrug die Anbaufläche des Winterroggens in diesem Jahr landesweit zirka 22.000 ha und ist damit leicht gegenüber dem Vorjahresniveau gesunken. Dabei wird...

14. Juli 2018 | Von: Henning Brogmus, Landwirtschaftskammer
Saatgutvermehrungsflächen in Schleswig-Holstein zur kommenden Ernte; Wintergetreidevermehrung auf historisch niedrigem Niveau

Die schwierigen Aussaatbedingungen im vergangenen Herbst haben neben dem Konsumanbau erwartungsgemäß auch den Vermehrungsanbau stark in Mitleidenschaft gezogen. Insbesondere die Hauptkulturen Winterweizen und Wintergerste zeigen...

21. April 2018 | Von: Asmus Klindt, Landwirtschaftskammer
Bekämpfung von Pilzkrankheiten in Wintergetreide; Wie widerstandsfähig sind die Bestände?

Das enorm schwierige Aussaatjahr führte aufgrund durchgehend starker Nässe zu schmalen Aussaatfenstern mit einer Vielzahl von deutlich späteren Saatterminen im Herbst. In nicht wenigen Fällen war überhaupt keine Aussaat möglich....

16. September 2017 | Von: Dr. Helge Stephan, Landwirtschaftskammer
Ergebnisse der Landessortenversuche Winterroggen 2017: Durchschnittliche Erträge, überwiegend zu niedrige Fallzahlen

Nach Angaben des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein betrug die Anbaufläche des Winterroggens in diesem Jahr landesweit zirka 26.400 ha und ist damit ungefähr auf Vorjahresniveau geblieben.


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