Landwirtschaftliches Bauen

Landwirtschaftliches Bauen

Erkenntnisse für die Praxis vermitteln

Das landwirtschaftliche Bauen beinhaltet: Allgemeines Bauen und Baurecht für die Landwirtschaft, Immissionsschutz und insbesondere bautechnische Fragen zur Rinder-, Schweine- und Pferdehaltung. Es dient als Mittler zwischen Vorgaben der Verwaltung, Erkenntnissen der Wissenschaft und Forderungen der Praxis.

Bei der Stallbauplanung für die landwirtschaftliche Nutztierhaltung werden die Aspekte der artgerechten Tierhaltung, des Tierschutzes und der Hygiene besonders berücksichtigt. Bei Neubau, Um- und Anbau von Stallgebäuden, baulichen Anlagen für Mist-, Gülle und Silagelagerung sowie Maschinen- und Futterlagerhallen sind gesetzliche Anforderungen und praxisnahe Baukonstruktionen in Einklang zu bringen.

Die Bau- und Energieausstellung wird dabei als Anschauungs- und Beratungselement mit einbezogen. Erkenntnisse aus der Kombination von Ausstellung in der Bau- und Energielehrschau und Erprobung in den Ställen werden an die Praxis weiter gegeben. Über Vorträge, Vorführungen und Diskussion an den Tagen der offenen Tür besteht die Möglichkeit zum Erhalt weiterer relevanter Information.

Beratung Bau- und Stalltechnik

Die gebührenpflichtige Beratung zur Rinder-, Schweine-und Pferdehaltung erfolgt auf Anfrage in Einzel- oder Gruppengesprächen auf dem landwirtschaftlichen Betrieb oder am Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp.

Informationen zur Technik der Tierhaltung erhalten Sie zum monatlichen „Tag der offenen Tür“ in der Bau- und Energieausstellung.

Immissionsschutz

Nach dem Bundesimmissionsschutz- und Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz von 2007 sind Stallanlagen ab 1.500 Schweinemast-, 560 Sauen-, 15.000 Legehennen-, 30.000 Masthähnchen- oder 600 Rinderplätzen genehmigungsbedürftig.

Die Landwirtschaftskammer bietet Beratungen und gutachterliche Stellungnahmen im Rahmen von Genehmigungsverfahren an. Ferner werden in den einfachen immissionsschutzrechtlichen Verfahren (ohne Veröffentlichung) Stellungnahmen zur Vorprüfung erstellt, um durch eine Fachbeurteilung den Nachweis zu erbringen, dass keine aufwändige Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist.

Zudem ist die richtige Standortwahl von Stallanlagen bzw. von geplanten Wohnbaugebieten von großer Bedeutung. Nur ausreichende Mindestabstände ermöglichen eine Weiterentwicklung der Tierbestände. In diesem Bereich prüft die Landwirtschaftskammer bei Neubauten, Erweiterungen und Nutzungsänderungen von Viehställen durch Beurteilung der Einzelvorhaben nach den VDI-Richtlinien oder durch Anwendung der GIRL die immissionsschutzrechtliche Zulässigkeit.

Hier finden Sie Informationen zu unserer Bau- und Energieaustellung!