Dauergrünland

Dauergrünland

Sortenwahl und Pflanzenbestimmung

Die Leistungsfähigkeit der Grünlandflächen hängt in erster Linie von den Pflanzenbeständen ab. Die jeweiligen Standorte haben großen Einfluss auf die Artenzusammensetzung und Leistung der Grünlandnarbe. Gleiches gilt für die  Art und Intensität der Bewirtschaftung.

Die Mischungs- und Sortenempfehlungen basieren auf Versuchen und Bewertungen im Rahmen einer norddeutschen Zusammenarbeit der Landwirtschaftskammern. Die Empfehlungen für Grünlandmischungen und -sorten („Grünes Faltblatt“) werden alle drei Jahre aktualisiert.

Messungen der Kammer zum Reifegrad des Grünlandes

Schnittzeitpunkt für Graskonserven (Silage und Heu) üben auf den Energiegehalt den größten Einfluss aus. Deshalb ist im Futterbaubetrieb für dessen sichere Realisierung große Beachtung beizumessen. Als allgemeines Ziel für Hochleistungssilagen sollte der Rohfasergehalt in der fertigen Silage 23 % nicht überschreiten, um Energiegehalte von mehr als 6,4 MJ NEL/kg TM zu erreichen.

Die Landwirtschaftskammer erhebt wöchentlich im Beprobungszeitraum von Ende April bis Anfang Juni Messungen zum Reifegrad des Grünlandes im ersten Aufwuchs:

Ansprechpartner Reifeprüfung Grünland

  • Malin Bockwoldt

    Grüner Kamp 15-17
    24768 Rendsburg

    Tel. +49 4331 9453-317
    Fax +49 4331 9453-309
    mbockwoldt@lksh.de

    EIP Nährstoffmanagement im Grünland; EIP Nährstoffeffiziente Flächenkonzepte für Grünlandstandorte

  • Tammo Peters

    Grüner Kamp 15-17
    24768 Rendsburg

    Tel. +49 4331 9453-347
    Fax +49 4331 9453-309
    tpeters@lksh.de

    Grünland

Düngung

Düngeempfehlungen unter Berücksichtigung der neuen Düngeverordnung finden Sie auf einer gesonderten Seite:

Pflanzenschutz

Pflanzenschutzmaßnahmen auf dem Dauergrünland richten sich im Schwerpunkt gegen bestimmte mehrjährige Unkräuter wie Ampfer, Brennnesseln und Disteln. Auch Löwenzahn ist bei einem Anteil von mehr als 20 % bekämpfungswürdig. Auf nasseren Standorten können  Binsen und Hahnenfußarten von Bedeutung sein. Eine sorgfältige Pflege der Grünlandnarbe beugt einer stärkeren Verunkrautung vor. Auf extensiv genutzten Grünladflächen ist in den vergangenen Jahren eine  Ausbreitung des giftigen Jakobskreuzkrautes (Senecio jacobea) festzustellen. Mittlerweile spielt auf dem Grünland auch das ebenfalls giftige Schmalblättrige Kreuzkraut (Senecio inaequidens) eine zunehmende Rolle.
Als Schädlinge können die Larven der Wiesenschnake Tipula paludosa von Bedeutung sein. Die Schadensschwelle liegt im Herbst bei 300 Larven/m2 und im Frühjahr bei 100 Larven/m2. Derzeit ist kein Insektizid gegen Tipula zugelassen.
Auch Feldmäuse können auf dem Grünland Schäden verursachen. Diese können  nur noch mit Zinkphosphid-haltigen Ködern, die verdeckt mittels Legeflinte in die Gänge eingebracht werden müssen, bekämpft werden.


Folgende Pflanzenschutzmittel können eingesetzt werden. Die Tabellen ersetzen jedoch nicht die genaue Beachtung der jeweiligen Gebrauchsanleitung: