Abstandsauflagen, Lagerkapazitäten

Abstandsauflage zu Gewässern

Beim Aufbringen von stickstoff- oder phosphathaltigen Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln ist:

  • ein direkter Eintrag und ein Abschwemmen von Nährstoffen  in oberirdische Gewässer zu vermeiden und
  • dafür zu sorgen, dass kein direkter Eintrag und kein Abschwemmen von Nährstoffen auf benachbarte Flächen, insbesondere in schützenswerte natürliche Lebensräume, erfolgt.

Folgende Abstandsauflagen zu Gewässern  sind einzuhalten:

→ 4 m zwischen  Ausbringungsfläche und Böschungsoberkante
→ 1 m, wenn Streubreite der Arbeitsbreite entspricht oder Grenzstreueinrichtung vorhanden ist
→ 5 m bei Hangneigung ab 10 %

Lagerkapazitäten

  • 6 Monate für Gülle, Jauche, Gärreste
  • 2 Monate für Festmist von  Huf- oder Klauentieren, Kompost ab 1. Januar 2020
  • 9 Monate für Betriebe, die mehr als drei Großvieheinheiten je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche halten. Für Betriebe ohne eigene Fläche gilt dies ab 1. Januar 2020

Die Einhaltung bzw. Nichteinhaltung  hat Einfluss auf die Cross-Compliance, durch die Landwirte seit 2005 angehalten werden, bestimmte, durch die EU erlassene Umwelt- und Tierschutz-Richtlinien einzuhalten. Bei Nichteinhaltung der gesetzlichen Vorgaben kann die Betriebsprämie gekürzt werden, oder es drohen Bußgelder.

Empfehlungen zur Vorgehensweise bei Notfallsituationen (Haverie) 

PDF Lagerkapazität bei Havarie
PDF Hinweise für die Lagerung von flüssigen Wirtschaftsdüngern in Not- und Haveriefällen

Bodennahe Aufbringung auf bestelltem Acker

  • Flüssige organische oder flüssige organisch-mineralische Düngemittel mit wesentlichem Gehalt an Stickstoff müssen auf bestelltem Acker ab dem 1. Februar 2020streifenförmig auf den Boden abgelegt oder direkt in den Boden injiziert werden.
     
  • Im Falle von Grünland, Dauergrünland oder mehrschnittigem Feldfutterbau gilt diese Vorschrift erst am dem 1. März 2025.
     

Ansprechpartner

  • Henning Schuch

    Grüner Kamp 15-17
    24768 Rendsburg

    Tel. +49 4331 9453-353
    Fax +49 4331 9453-349
    hschuch@lksh.de

    Düngeverordnung (DÜV), Mikronährstoffdüngung, Biogassubstrat, Düngungsversuche