Nährstoffvergleich / Bilanzierung

Schnell zum Ziel mit EDV-Anwendungsprogrammen

Mithilfe verschiedener EDV-Anwendungen kann das Betriebsmanagement im Bereich Nährstoffbilanzierung unterstützt werden. Die Landwirtschaftskammer bietet hierzu geeignete Programme an.

Nährstoffvergleich erforderlich?

Nährstoffvergleich / Bilanzierung

Der Betriebsinhaber muss jährlich spätestens bis zum 31. März einen betrieblichen Nährstoffvergleich für Stickstoff (N) und für Phosphat (P) für das angelaufene Düngejahr erstellen und ihn zu einem jährlich fortgeschriebenen mehrjährigen Nährstoffvergleich zusammen fassen (§ 8 Abs. 1 DüV):

  • als Flächenbilanz und plausibilisierte Flächenbilanz:

Dies kann in Form einer Flächenbilanz (Feld-Stall) als zusammengefasste Schlagbilanz erfolgen.

ACHTUNG: Betriebe, die Rinder halten, müssen ab dem Kalenderjahr 2018 oder Wirtschaftsjahr 2018/2019  eine plausibilisierte Flächenbilanz erstellen. Bei der plausibilisierten Flächenbilanz wird die Nährstoffaufnahme der Tiere über Tabellenwerte der DLG ermittelt und die Nährstoffabfuhr der Grundfutterflächen eben mit dieser Nährstoffaufnahme gleichgesetzt (plausibilisiert).

  • als Stoffstrombilanz:

ab 2018 sind darüber hinaus u.a. Betriebe mit mehr als 50 Großvieheinheiten je Betrieb oder mit mehr als 30 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche bei einer Tierbesatzdichte von jeweils mehr als 2,5 Großvieheinheiten pro Hektar verpflichtet, eine Stoffstrombilanz zu erstellen.

Durch die Verordnung über den Umgang mit Nährstoffen im Betrieb und betriebliche Stoffstrombilanzen ist dies gesetzlich verankert. Ziel ist es, den Umgang mit Nährstoffen auf dem gesamten Hof zu dokumentieren.

Der Betriebsinhaber muss den Nährstoffimport über Futter- und Düngemittel, Viehzukauf, Saatgut und Stickstoffbindung über Leguminosen erfassen. Auf der anderen Seite muss er im Rahmen des Nährstoffexportes den Verkauf pflanzlicher und tierischer Erzeugnisse dokumentieren.

  • Stickstoffobergrenze für organische Dünger:

→ Der Einsatz von allen organischen und organisch-mineralischen Düngemitteln inkl. Wirtschaftsdüngern ist auf max. 170 kg Gesamtstickstoff je Hektar und Jahr begrenzt.

→ Ausnahme Kompost:  innerhalb von drei Jahren max. 510 kg Gesamtstickstoff  je Hektar nicht überschreiten.

  • Zulässige Stickstoff- und Phosphat-Salden:

→ Stickstoff-Saldo: ab 2018 max. 50 kg Stickstoff pro Hektar im Drei-Jahresmittel
→ Phosphat-Saldo: ab 2018 max. 19 kg Stickstoff pro Hektar im Sechs-Jahresmittel

Ansprechpartner

  • Dr. Lars Biernat

    Grüner Kamp 15-17
    24768 Rendsburg

    Tel. +49 4331 9453-340
    Fax +49 4331 9453-349
    lbiernat@lksh.de

    Fachbereichsleitung Umwelt: Grundwasserschutzberatung und Bodenschutz, Umwelt- und Naturschutz, Knickpflege

  • Henning Schuch

    Grüner Kamp 15-17
    24768 Rendsburg

    Tel. +49 4331 9453-353
    Fax +49 4331 9453-349
    hschuch@lksh.de

    Düngeverordnung (DÜV), Mikronährstoffdüngung, Biogassubstrat, Düngungsversuche

  • Peter Lausen

    Grüner Kamp 15-17
    24768 Rendsburg

    Tel. +49 4331 9453-341
    Fax +49 4331 9453-349
    plausen@lksh.de

    Leitung Meldestelle Wirtschaftsdünger