Wann ist ein Betrieb aufzeichnungspflichtig?

Ob und in welchem Umfang für ein Betrieb bestimmte Aufzeichnungspflichten laut DüV bestehen finden Sie hier:

Bagatellgrenzen DüV 2020

Verpflichtende Düngeaufzeichnungen

Die Aufzeichung der tatsächlich durchgeführten Düngemaßnahme muss ab sofort spätestens zwei Tage nach jeder Düngungsmaßnahme erfolgen. Ebenso müssen Aufzeichnungen über die Beweidung nach Abschluss der Weidehaltung geführt werden. Die entsprechenden Formblätter, bzw. die Excel-Vorlagen dazu sowie die Zusammenstellung der Mindestwirksamkeiten von organisch und organisch-mineralischen Düngemitteln finden Sie hier:

Verpflichtende Düngeaufzeichnungen zum 31.03.22

Die aktuelle Aufstellung zu den notwendigen Zusammenfassungen ausschließlich für das vorangegangene Düngejahr (2021), die nach Maßgabe der Anlage 5 (DüV) bis zum 31.03.2022 auf den Betrieben vorliegen und im Rahmen einer Kontrolle u.a. vorgelegt werden müssen sind:

  • der gesamtbetriebliche Düngebedarf für N und P resultierend aus den schlagspezifischen Düngebedarfsermittlungen;
  • der gesamtbetriebliche Düngereinsatz für N und P (Gesamt-N, verfügbarer N-Anteil, Phosphat) resultierend aus der schlagspezifischen Düngedokumentation;
  • die Dokumentation der Weidehaltung;
  • die Berechnung der betriebsindividuellen 170 kg N-Obergrenze nach § 6 (4) (DüV).

Da die erforderlichen Daten nach Maßgabe der Anlage 5 (DüV) vorliegen müssen, ist es grundsätzlich möglich, diese Dokumentationspflicht zusammengesetzt über die Auswertungen des Düngeplanungsprogrammes ((DüV) NP-Bedarfsermittlung; (DüV) Dokumentation der Düngung, Einzelschlagbezogen; Dokumentation der Düngung, Gesamtübersicht; (DüV) Dokumentation der Weidehaltung) und des NP-Bilanzrechners (170 kg N-Obergrenze) zusammenzustellen. Daneben können auch Auswertungen aus anderen Programmen oder Berechnungstools (z.B. Excelaufstellung, Ackerschlagkartei) für den Nachweis herangezogen werden, sofern diese plausibel sind und auch den maßgeblichen Vorgaben nach Anlage 5 (DüV) entsprechen.

Ein manueller Vordruck mit der Übersicht zur Erfüllung der aufgeführten Kriterien finden Sie hier.

Neben den vorgenannten Aufzeichnungen gemäß Anlage 5 müssen Betriebe, die Flächen innerhalb der N-Kulisse bewirtschaften, zusätzlich die um 20 % verringerte Gesamtsumme des Stickstoffdüngebedarfs für diese Flächen vorlegen können.

Für alle dargestellten Dokumente besteht eine Aufbewahrungsfrist von 7 Jahren.