Winterraps

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Sortenempfehlungen


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Düngung

Zur Optimierung der N-Düngung des Winterrapses wurde in Zusammenarbeit und unter wissenschaftlicher Leitung und Federführung durch das Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel das Frischmassemodell entwickelt. Über dieses Modell wird die N-Aufnahme des Rapses bei Vegetationsende im Herbst geschätzt und dann bei der N-Düngung im Frühjahr angerechnet.

Düngeempfehlungen unter Berücksichtigung der neuen Düngeverordnung finden Sie auf einer gesonderten Seite:

Schaderregerüberwachung im Winterraps: Gelbschalen direkt nach der Rapsaussaat aufstellen

Die Gelbschalen sollten direkt nach der Aussaat des Rapses auf jeder Rapsfläche aufgestellt werden, denn der Insektenzuflug ist schlagspezifisch, variiert je nach regionaler Rapsanbaudichte, Größe und Lage des Schlages und ist auch abhängig davon, wo vorjähriger Raps stand, sich Waldkanten und Knicks (Sommerquartiere) befinden.

Die Gelbschalen sollten leicht eingegraben werden, denn die Rapserdflöhe (REF) hüpfen eher zufällig rein, halb voll mit Spüliwasser befüllt und mit dem dazugehörigen Gitter abgedeckt werden. Die Gelbschalen müssen 1-3x/Woche kontrolliert (je wärmer, umso häufiger), die Anzahl der Käfer notiert und das Wasser gewechselt werden. Aber auch der Blattflächenfraß sollte beobachtet werden. Optimale Zuflugbedingungen liegen bei Temperaturen zwischen 16 und 20 °C und Sonnenschein. Die Bekämpfungsschwelle (BKS) der Rapserdflöhe beträgt 50 REF innerhalb von 3 Wochen pro Gelbschale oder >10 % Blattfraß des Rapses bis zum Entwicklungsstadium (ES) 16. Erst mit Erreichen der BKS ist eine Insektizidbehandlung mit zugelassenen Pyrethroiden (Blattfraßspritzungen) oder den Cyantraniliprole-haltigen Insektiziden wie Exirel und Minecto Gold (Anwendung zur Eiablage; Notfallzulassungen in 2022) notwendig, um die REF an der Eiablage (ab ca. Mitte/Ende September bis Mitte Oktober) zu hindern. Eine Behandlung sollte zum Ende einer Warmwetterphase, vorrangig abends, da die Käfer mit Beginn des Reifungsfraßes lichtempfindlich werden, also noch in aktiver Phase stattfinden. Bei milder Herbst-/Winterwitterung und Käferaktivität müssen die Gelbschalen auch weiterhin (November-März) kontrolliert werden. Bei mehrmaliger Behandlung ist auf die maximale Anwendungshäufigkeit und den zugelassenen Abstand in Tagen des jeweiligen Insektizids zu achten.

Weitere Informationen sowie die aktuellen Auflagentabellen  stehen hier online zur Verfügung.

Susanne Hagen
Landwirtschaftskammer

Schaderreger im Winterraps

Im Winterraps haben verschiedene Schaderreger eine große Bedeutung. Mit der Saatgutbeizung wurde bisher neben den Auflaufkrankheiten auch der Rapserdfloh erfasst. Aufgrund des zunächst zweijährigen Verbots der Neonicotinoide (Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam) stehen für die kommenden Aussaaten derzeit keine insektiziden Beizmittel zur Bekämpfung der Kleinen Kohlfliege und des Rapserdflohs zur Verfügung. Bei Spätsaaten ist eine zusätzliche Beizung gegen den Falschen Mehltau sinnvoll. Sehr wichtig ist eine effektive Bekämpfung von Unkräutern und Ungräsern, die mit den verfügbaren Herbiziden im Schwerpunkt bereits im Vorauflauf bzw. im Keimblattstadium der Unkräuter und Ungräser erfolgen muss. Mittlerweile stehen auch einige Herbizide für gezielte Behandlungen im Nachauflauf zur Verfügung.
Bei den Schädlingen ist im Herbst insbesondere der Rapserdfloh von Bedeutung. Im Frühjahr richten sich Insektizidbehandlungen gegen den Großen Rapsstängelrüssler (besonders im Südosten Schleswig-Holsteins), den Gefleckten Kohltriebrüssler, den Rapsglanzkäfer sowie den Kohlschotenrüssler und die Kohlschotenmücke. 
Wichtige Krankheiten im Winterraps sind Kohlhernie, Phoma lingam (Wurzelhalsfäule), Weißstängeligkeit und Verticillium. Gelegentlich können auch Botrytis und Cylindrosporium von Bedeutung sein.

NEU: Seit dem 22. März 2022 werden seitens der Pflanzenschutzdienstes der Landwirtschaftskammer Daten des Rapsschädlingsmonitoring tagesaktuell in ISIP (Informationssystem für die integrierte Pflanzenproduktion) dargestellt.

Entscheidungshilfen zur Befallserhebung zum Auftreten von Rapsschädligen

 


Folgende Pflanzenschutzmittel können eingesetzt werden. Die Tabellen ersetzen jedoch nicht die genaue Beachtung der jeweiligen Gebrauchsanleitung:

Aktuelle Warndienste Region Ost und West

Hier finden Sie die aktuelles Warndienste!

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