Futtererbsen

Futtererbsen

Sortenempfehlungen

Bei den Futtererbsen ist nicht die Ertragsleistung in den Landessortenversuchen die entscheidende Größe für die Sortenwahl, sondern die Standfestigkeit. Sie entscheidet über die Erntbarkeit der Sorten und damit in vielen Fällen über den Ertrag, der in der Praxis gedroschen wird. Ihr sollte daher bei der Sortenwahl über die Parameter Lager bei Ernte, Bestandeshöhe bei Ernte und den HEB-Index größte Bedeutung beigemessen werden.

Der HEB-Index errechnet sich aus der Bestandesdichte bei Ernte / Bestandeshöhe nach Blüte (wenn die Erbsen „ausgewachsen“ sind). Er ist ein Maß dafür, wie wenig oder wie stark die Sorte bis zur Ernte hin „zusammengerutscht“ sind.

Die Ergebnisse der LSV sind mehrjährig in den Sortenempfehlungen zusammengefasst.

Ansprechpartner Sortenwahl

  • Dr. Christian Kleimeier

    Grüner Kamp 15-17
    24768 Rendsburg

    Tel. +49 4331 9453-334
    Fax +49 4331 9453-339
    ckleimeier@lksh.de

    Raps, Ölsaaten, Körnerleguminosen, Fruchtfolgegestaltung

  • Henning Schuch

    Grüner Kamp 15-17
    24768 Rendsburg

    Tel. +49 4331 9453-353
    Fax +49 4331 9453-349
    hschuch@lksh.de

    Düngeverordnung (DÜV), Mikronährstoffdüngung, Biogassubstrat, Düngungsversuche

Düngung

Futtererbsen benötigen keine  mineralische Stickstoffdüngung, weil sie sich über die Knöllchenbakterien selber mit Stickstoff versorgen. Eine Impfung des Saatgutes ist in Schleswig-Holstein – auch nach sehr langjährigen Anbaupausen – nach den bisherigen Erfahrungen nicht nötig.

Die Versorgung mit den anderen Nährstoffen sollte über die Entzugswerte erfolgen. Ausführliche Informationen gibt es dazu in der Broschüre „Richtwerte für die Düngung“.

Pflanzenschutz

In Futtererbsen spielen verschiedene Schaderreger eine wichtige Rolle. Das Saatgut kann gegen Auflaufkrankheiten gebeizt werden.
Zur chemischen Unkrautbekämpfung stehen nur wenige Mittel zur Verfügung, die überwiegend im Vorauflauf eingesetzt werden müssen. Im Nachauflauf kann in Futtererbsen neben Stomp Aqua auch noch Spectrum Plus eingesetzt werden. Eine mechanische Unkrautbekämpfung ist in Futtererbsen aufgrund der geringen Konkurrenzkraft nur eingeschränkt möglich.
Pilzliche Schaderreger im Blattbereich sind die Brennfleckenkrankheit sowie der Grauschimmel.
Wirtschaftlich bedeutende Schädlinge sind die Erbsenblattlaus und der Erbsenwickler.
Zur Steuerung des Erntetermins und Vermeidung von Verlusten bei ungleichmäßig abreifenden oder stark verunkrauteten Beständen kann eine Sikkation sinnvoll sein.

Ansprechpartner Bestandesführung und Anbautechnik

  • Dr. Christian Kleimeier

    Grüner Kamp 15-17
    24768 Rendsburg

    Tel. +49 4331 9453-334
    Fax +49 4331 9453-339
    ckleimeier@lksh.de

    Raps, Ölsaaten, Körnerleguminosen, Fruchtfolgegestaltung