Blaue Süßlupine

Online-Seminarreihe: Rinder, Geflügel und Schweine mit heimischen Körnerleguminosen füttern

Körnerleguminosen aus heimischer Erzeugung wie Erbsen, Ackerbohnen, Lupinen und Sojabohnen erbringen vielfältige Leistungen für Landwirtschaft und Umwelt. Zudem leisten sie einen wichtigen Beitrag für eine regionale und gentechnikfreie Nutztierfütterung. In den letzten Jahren wurde der Einsatz in verschiedenen Fütterungsversuchen neu bewertet. Zudem gibt es viele positive Erfahrungen mit der Fütterung von heimischen Körnerleguminosen aus der Praxis. Dieses Wissen möchten wir mit Ihnen teilen. In unseren Online-Seminaren berichten Experten über die Fütterung und die Rationszusammenstellung unter Einsatz heimischer Körnerleguminosen.

Hier können Sie sich das Programm downloaden!

Blaue Süßlupine

Sortenempfehlungen

Bei der Sortenwahl ist zwischen Verzweigungstypen und endständigen Sorten zu unterscheiden. Die Verzweigungstypen kommen für Schleswig-Holstein nicht infrage, weil sie sehr ungleichmäßig abreifen. Sie hatten immer wieder Nachblüher, sobald nach der Hauptblüte erneut Niederschläge kamen. Daher werden nur endständige Sorten empfohlen. Von diesem Pflanzentyp gibt es derzeit nur zwei Sorten: Boruta und Haags Blaue. Haags Blaue macht dabei ihrem Namen alle Ehre, denn sie hat eine kräftige blaue Blütenfarbe. Beide Sorten reifen gleichmäßig ab und haben eine gute Standfestigkeit. Das Versuchsprogramm mit Blauen Süßlupinen ist stark eingeschränkt.

Ansprechpartner Sortenwahl

  • Dr. Christian Kleimeier

    Grüner Kamp 15-17
    24768 Rendsburg

    Tel. +49 4331 9453-334
    Mobil +49 171 2245 483
    Fax +49 4331 9453-339
    ckleimeier@lksh.de

    Raps, Ölsaaten, Körnerleguminosen, Fruchtfolgegestaltung

  • Henning Schuch

    Grüner Kamp 15-17
    24768 Rendsburg

    Tel. +49 4331 9453-353
    Mobil +49 151 40088907
    Fax +49 4331 9453-349
    hschuch@lksh.de

    Düngeverordnung (DÜV), Mikronährstoffdüngung, Biogassubstrat, Düngungsversuche

Düngung

Blaue Süßlupinen benötigen keine mineralische Stickstoffdüngung, weil sie sich über die Knöllchenbakterien selbst mit Stickstoff versorgen. Bei den Blauen Süßlupinen ist dafür allerdings die Voraussetzung, dass das Saatgut mit den entsprechenden Rhizobienstämmen unmittelbar vor der Aussaat geimpft wird, denn in den Böden sind diese Rhizobienstämme nicht vorhanden.

Die Versorgung mit den anderen Nährstoffen sollte über die Entzugswerte erfolgen. Ausführliche Informationen gibt es dazu in der Broschüre „Richtwerte für die Düngung“.

Pflanzenschutz

In Futtererbsen spielen verschiedene Schaderreger eine wichtige Rolle. Das Saatgut kann gegen Auflaufkrankheiten gebeizt werden.
Zur chemischen Unkrautbekämpfung stehen nur wenige Mittel zur Verfügung, die überwiegend im Vorauflauf eingesetzt werden müssen. Im Nachauflauf kann in Futtererbsen neben Basagran auch noch Stomp Aqua eingesetzt werden. Eine mechanische Unkrautbekämpfung ist in Futtererbsen aufgrund der geringen Konkurrenzkraft nur eingeschränkt möglich.
Pilzliche Schaderreger im Blattbereich sind die Brennfleckenkrankheit sowie der Grauschimmel.
Wirtschaftlich bedeutende Schädlinge sind die Erbsenblattlaus und der Erbsenwickler.
Zur Steuerung des Erntetermins und Vermeidung von Verlusten bei ungleichmäßig abreifenden oder stark verunkrauteten Beständen kann eine Sikkation sinnvoll sein.


Folgende Pflanzenschutzmittel können eingesetzt werden. Die Tabellen ersetzen jedoch nicht die genaue Beachtung der jeweiligen Gebrauchsanleitung:

Bestandesführung und Anbautechnik

Ansprechpartner Bestandesführung und Anbautechnik

  • Dr. Christian Kleimeier

    Grüner Kamp 15-17
    24768 Rendsburg

    Tel. +49 4331 9453-334
    Mobil +49 171 2245 483
    Fax +49 4331 9453-339
    ckleimeier@lksh.de

    Raps, Ölsaaten, Körnerleguminosen, Fruchtfolgegestaltung