Corona FAQs für Betriebe mit Einkommensalternativen

Direktvermarkter*innen/Bauernhofcafés:

Direktvermarkter*innen/Bauernhofcafés:

  1. Was passiert, wenn ein Familienmitglied, eine ganzjährige oder eine Saisonarbeitskraft auf unserem Hof an Corona erkrankt?
  2. Wie können wir unsere Familie, Mitarbeiter*innen und Kund*innen vor einer Infektion schützen?
  3. Welche anderen Wege zu verkaufen haben wir?
  4. Darf am Osterwochenende Kuchen außer Haus verkauft werden?
  5. Wie kann ich auf die neue Verkaufssituation in meinem Hofladen oder Bauernhofcafé aufmerksam machen?
  6. Welche Möglichkeiten gibt es, auch überregional auf mein Angebot aufmerksam zu machen?
  7. Darf unser Hofladen geöffnet bleiben, wenn der Einzelhandel sonst schließen muss?
  8. Wie können wir einen Umsatzeinbruch abfedern?

1. Was passiert, wenn ein Familienmitglied, eine ganzjährige oder eine Saisonarbeitskraft auf unserem Hof an Corona erkrankt? 

In der Regel wird dann vom behandelnden Arzt/Ärztin das Gesundheitsamt über eine positive Diagnose informiert und diese Person dann unter Quarantäne gestellt. Es wird empfohlen alle Personen und Firmen, zu denen zuletzt Kontakt bestanden hat über die Diagnose zu informieren, darunter können sein Mitarbeiter*innen, Stammkund*innen, Lieferanten, Molkerei, Schlachthof, Genossenschaft/Futtermittellieferant.
Das Gesundheitsamt entscheidet dann individuell über das weitere Vorgehen. 
Seit dem 23.03.20 sind Land- und Ernährungswirtschaft Teil der systemrelevanten Infrastruktur. Somit nehmen sie bei der Entscheidung über Quarantänemaßnahmen und Betriebsschließungen eine besondere Stellung ein.
Gesundheitsämter in Schleswig-Holstein und Veterinärämter in Schleswig-Holstein

2. Wie können wir unsere Familie, Mitarbeiter*innen und Kund*innen vor einer Infektion schützen? 

Im Allgemeinen sollten die empfohlenen Hygienevorkehrungen eingehalten werden. Dazu sollten Gegenstände, die oft und von verschiedenen Menschen berührt werden (Türen und Türklinken, Computertastaturen, Verkaufstresen, Kartenbezahlterminals, Einkaufskörbe und -wagen, usw.) regelmäßig desinfiziert werden. 
Viele Hofläden sind dazu übergegangen die angebotenen Lebensmittel portionsweise verpackt zu verkaufen. Zudem trennen einige das Bedienen der Kund*innen vom Bezahlvorgang, um die direkte Schnittstelle zwischen bedienender/m Verkäufer*in und Kund*in zu unterbrechen. 
Zudem hängen immer mehr Lebensmittelgeschäfte Plexiglas- oder Acryl-Scheiben auf Gesichthöhe über den Verkaufstresen, um die direkte Tröpfcheninfektion zu unterbinden.

3. Welche anderen Wege zu verkaufen haben wir? 

Es entwickeln sich kreative Ideen des Verkaufs: Einige Betriebe nehmen Bestellungen im Vorwege an und stellen die Ware dann zur Abholung durch die Kund*innen vor die Tür (gegen Barkasse oder Kauf auf Rechnung). Andere packen Standard-Kisten, ggf. sogar mit erweitertem Sortiment anderer Hofläden, und liefern sie zu den Kund*innen nach Hause. Empfohlen wird möglichst wenig Personen gleichzeitig im Hofladen zu haben, um den Mindestabstand einzuhalten. Einige Betriebe bedienen ausschließlich an der Ladentür und die Kund*innen betreten den Laden gar nicht mehr. Denkbar sind auch „Drive-In“-Lösungen, bei denen die Kund*innen gar nicht aus dem Auto aussteigen müssen. Oder Freiluft-Verkaufsstände, wenn der Betrieb z.B. über ein Schleppdach an einer Scheune verfügt.

4. Darf am Osterwochenende Kuchen außer Haus verkauft werden? 

Prinzipiell dürfen verzehrfertige Lebensmittel nur noch nach elektronischer oder telefonischer Vorbestellung außer Haus verkauft werden. Kuchen darf (prinzipiell) nur außer Haus verkauft werden, wenn im Betrieb ein*e Konditor*in arbeitet bzw. der Betrieb in der Konditorenrolle eingetragen ist. Sprechen Sie ggf. mit ihrem örtlichen Ordnungsamt, wie in dieser Hinsicht derzeit verfahren wird, also ob die Kontrollen der Einhaltung der Regelung streng verfolgt wird. Achtung: Neider gibt es auch in diesen Zeiten!

5. Wie kann ich auf die neue Verkaufssituation in meinem Hofladen oder Bauernhofcafé aufmerksam machen? 

Die sozialen Medien sind ein sehr geeignetes Tool, um auf die (kurzfristigen) Veränderungen im Hofladen und Hofcafé aufmerksam zu machen: Am besten in den Post gleich die Bitte zum Teilen einfügen, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

6. Welche Möglichkeiten gibt es, auch überregional auf mein Angebot aufmerksam zu machen? 

Die Seite Verlag hat eine online Plattform angelegt, wo Lebensmittelerzeuger*innen, –händler*innen und Gastronom*innen sich eintragen können, um ihr derzeitiges Angebot publik zu machen. Verbraucher*innen finden so auch in dieser Zeit Geschäfte und Lokale bei sich vor Ort und unterstützen sie durch ihren Einkauf.
Die Plattform #SHhilftSH finden Sie hier.
Und hier können Sie Ihren Betrieb, Lieferservice-, Abhol- und Gutscheinangebote kostenlos eintragen.
Darüber hinaus gibt es die Itzebox, ein Projekt regionaler Lebensmittelproduzent*innen im Raum Itzehoe.
Die Regionalwert AG Hamburgplant, kurzfristig einen Lieferdienst mit Produkten ihrer (Bio-) Mitgliedsbetriebe.

7. Darf unser Hofladen geöffnet bleiben, wenn der Einzelhandel sonst schließen muss? 

Nach jetzigem Stand entspricht ein Hofladen einem Lebensmitteleinzelhandel und kann geöffnet bleiben. Hofläden stehen explizit auf der Positivliste der Corona-Hotline des Landes Schleswig-Holstein – sie dürfen geöffnet bleiben.

8. Wie können wir einen Umsatzeinbruch abfedern? 

Die Aufforderung, einen Gutschein bei seinem Hofladen, Hofcafé, Einzelhändler vor Ort zu kaufen, appelliert an viele Kund*innen, die Kaufleute und Betriebe vor Ort zu unterstützen. Geld kann zwar nur einmal ausgegeben werden, aber so kann der Umsatzausfall vielleicht etwas flacher gestaltet werden. Hier sind auch die sozialen Medien ein effektives Sprachrohr.

Weitere Informationsquellen sind:

Urlaub auf dem Bauernhof-Betriebe und Heuherbergen

Wie ist die Stornierungsregel bis zum 19.4.20?

Es liegen hier so außergewöhnliche Umstände vor, dass ein Festhalten am Vertrag dem Reisenden und dem Gastgeber nicht zugemutet werden kann. Beide werden daher von ihrer Leistungspflicht befreit. Die Stornierung erfolgt kostenfrei für den Gast. Gastgeber tragen die entgangenen Einnahmen aus der Vermietung. Reisegäste müssen eventuelle Zusatzkosten für vorzeitiges Abreisen tragen. Da weder Reisende noch Gastgeber diesen Umstand zu vertreten haben, ist keiner dem anderen zum Ersatz eines weitergehenden Schadens verpflichtet. Mit In-Kraft-Treten des Verbots der touristischen Nutzung dürfen Gastgeber keine Gäste mehr beherbergen. Darauf und auf die Folgen müssen Gäste hingewiesen werden, sonst macht der Gastgeber sich u.U. schadenersatzpflichtig.

Neue Buchungen dürfen für den Zeitraum des Verbots nicht erfolgen.

Für Buchungen, die den Zeitraum nach dem 19.04.2020 betreffen, gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit den üblichen Stornierungsbedingungen. Das ist insbesondere wichtig, um bestehende Buchungen für die Hauptsaison möglichst nicht zu gefährden.

Beherbergung von Monteuren oder Geschäftsreisenden

Der Erlass des Landes Schleswig-Holstein vom 17. März 2020 verbietet ab dem 19. März 2020 sämtliche Übernachtungen touristischer Art in Schleswig-Holstein. Das heißt, es müssen alle Gäste bis zum 19. März 2020 abgereist sein. 
Betroffen sind ALLE Unterkünfte, auch Ferienwohnungen, Campingplätze Wohnmobilstellplätze, Yacht- und Sportboothäfen sowie private und gewerbliche Vermieter von Ferienwohnungen und -häusern. Allen ist es untersagt, Personen zu touristischen Zwecken zu beherbergen. 
Geschäftsreisetourismus ist bei Nachweis der Notwendigkeit bisher weiter erlaubt. Auch der Geschäftsreisetourismus könnte bald eingestellt werden. Uneinsichtige Touristen versuchen derzeit teils das Verbot der touristischen Reisen durch “Fakebuchungen” zu umgehen, indem sie fälschlich angeben, sie seien Geschäftsreisende.

Weitere Infos auch unter: Tourismusverband Schleswig-Holstein 

Es sollte in jedem Betrieben einen Notfallordner geben. 

 

Urlaub auf dem Bauernhof-Betriebe und Heuherbergen

Wie ist die Stornierungsregel bis zum 19.4.20?

Es liegen hier so außergewöhnliche Umstände vor, dass ein Festhalten am Vertrag dem Reisenden und dem Gastgeber nicht zugemutet werden kann. Beide werden daher von ihrer Leistungspflicht befreit. Die Stornierung erfolgt kostenfrei für den Gast. Gastgeber tragen die entgangenen Einnahmen aus der Vermietung. Reisegäste müssen eventuelle Zusatzkosten für vorzeitiges Abreisen tragen. Da weder Reisende noch Gastgeber diesen Umstand zu vertreten haben, ist keiner dem anderen zum Ersatz eines weitergehenden Schadens verpflichtet. Mit In-Kraft-Treten des Verbots der touristischen Nutzung dürfen Gastgeber keine Gäste mehr beherbergen. Darauf und auf die Folgen müssen Gäste hingewiesen werden, sonst macht der Gastgeber sich u.U. schadenersatzpflichtig.

Neue Buchungen dürfen für den Zeitraum des Verbots nicht erfolgen.

Für Buchungen, die den Zeitraum nach dem 19.04.2020 betreffen, gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit den üblichen Stornierungsbedingungen. Das ist insbesondere wichtig, um bestehende Buchungen für die Hauptsaison möglichst nicht zu gefährden.

Beherbergung von Monteuren oder Geschäftsreisenden

Der Erlass des Landes Schleswig-Holstein vom 17. März 2020 verbietet ab dem 19. März 2020 sämtliche Übernachtungen touristischer Art in Schleswig-Holstein. Das heißt, es müssen alle Gäste bis zum 19. März 2020 abgereist sein. 
Betroffen sind ALLE Unterkünfte, auch Ferienwohnungen, Campingplätze Wohnmobilstellplätze, Yacht- und Sportboothäfen sowie private und gewerbliche Vermieter von Ferienwohnungen und -häusern. Allen ist es untersagt, Personen zu touristischen Zwecken zu beherbergen. 
Geschäftsreisetourismus ist bei Nachweis der Notwendigkeit bisher weiter erlaubt. Auch der Geschäftsreisetourismus könnte bald eingestellt werden. Uneinsichtige Touristen versuchen derzeit teils das Verbot der touristischen Reisen durch “Fakebuchungen” zu umgehen, indem sie fälschlich angeben, sie seien Geschäftsreisende.

Weitere Infos auch unter: Tourismusverband Schleswig-Holstein 

Es sollte in jedem Betrieben einen Notfallordner geben. 

Ansprechpartner

  • Doris Baum

    Grüner Kamp 15-17
    24768 Rendsburg

    Tel. +49 4331 9453-245
    Mobil +49 160 97810066
    Fax +49 4331 9453-229
    dbaum@lksh.de

    Reitpädagogik, Reitferien, Urlaub auf dem Bauernhof