Corona: FAQs zur Aus- und Weiterbildung

Wichtige Fragen, die im Zuge der Corona-Pandemie im Bereich Aus- und Weiterbildung wiederholt auftreten, sind:

  1. Was ist mit den Zwischen- und Abschlussprüfungen?
  2. Welche Auswirkungen gibt es bei der überbetrieblichen Ausbildung?
  3. Was passiert bei Schließung der Berufsschule?
  4. Darf ein/e Auszubildende/r von der Ausbildung fernbleiben?
  5. Kann für Auszubildende Kurzarbeit angeordnet werden?
  6. Welche Seminare und Meisterkurstermine finden statt?
  7. Was ist mit meiner Sachkunde im Pflanzenschutz?

1. Was ist mit den Zwischen- und Abschlussprüfungen? 

Die aktuell bis zum 31. Juli 2020 angesetzten Zwischenprüfungen entfallen in den Agrarberufen Schleswig-Holsteins ersatzlos. Die Zwischenprüfung gilt als abgelegt, d.h. die Zulassungsvoraussetzung für die Abschlussprüfung gilt in dieser Hinsicht als erfüllt.

Die Termine für die Abschlussprüfungen 2019/20 bleiben weiter bestehen. Sollte eine Durchführung aufgrund der Risikolage zu den geplanten Terminen nicht möglich sein, erfolgt die Abschlussprüfung zu einem späteren Zeitpunkt. Bitte beachten Sie hierzu in den nächsten Wochen die aktuellen Informationen hier auf www.lksh.de.

2. Welche Auswirkungen gibt es bei der überbetrieblichen Ausbildung? 

Die Lehrgänge der Landwirtschaftskammer zur Überbetrieblichen Ausbildung in den Agrarberufen wurden bis einschließlich 19. April 2020 ausgesetzt. Die Teilnehmer/innen werden informiert, sobald die Ersatztermine feststehen.

3. Was passiert bei Schließung der Berufsschule? 

Ist aufgrund ministeriellen Erlasses die Berufsschule geschlossen, wird an dem/den Berufsschultag/en die Ausbildungszeit im Betrieb verbracht. Viele Berufsschulen bieten digitale Lernangebote an. Dem/der Auszubildenden ist in diesem Fall im Rahmen der Ausbildungszeit Gelegenheit zu geben, den Unterrichtsstoff zu bearbeiten. Außerdem können Ausbilder/innen theoretische Ausbildungsinhalte vertiefen, z.B. durch Leittexte, Kalkulationsaufgaben, Freistellung zum Lernen.

4. Darf ein/e Auszubildende/r von der Ausbildung fernbleiben? 

Grundsätzlich darf ein Auszubildender die Arbeit nicht verweigern und muss zur Ausbildung erscheinen. Auf dem Weg zum Ausbildungsbetrieb ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel soweit es geht zu vermeiden. Sollte es im Ausbildungsbetrieb eine konkrete Gefährdung geben (z.B. Person mit bestätigter Corona-Infektion), hat der Arbeitgeber im Rahmen seiner Fürsorgeverpflichtungen zu handeln und u.U. den/die Auszubildende von der Arbeit freizustellen (siehe auch https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/) oder Ausbildungsinhalte im häuslichen Umfeld anzuordnen, z.B. Berichtsheftführung, Bearbeitung des Berufsschulstoffs, Aufgabenstellungen im Rahmen der betrieblichen Ausbildung.

5. Kann für Auszubildende Kurzarbeit angeordnet werden? 

Kurzarbeit ist in der Regel nicht auf Auszubildende ausweitbar. Sollte es in Ausnahmefällen erforderlich sein, so ist die Ausbildungsvergütung dennoch sechs Wochen lang in voller Höhe weiter zu zahlen. Erst nach diesen sechs Wochen kommt die Zahlung von Kurzarbeitergeld in Betracht. Auch während Kurzarbeit ist Ausbildung durchzuführen.

Informationen zum Kurzarbeitergeld können beim Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit: Tel. 0800 4 555520 (gebührenfrei) und unter dem folgenden Link abgerufen werden:
https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

6. Welche Seminare und Meisterkurstermine finden statt? 

Bis einschließlich 19. April 2020 finden keine Weiterbildungsveranstaltungen bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein statt. Dies gilt für Seminare, Lehrgänge, Unterricht in Meisterkursen sowie Vorbereitungslehrgänge nach § 45,2 BBiG.

Über die Nachholtermine bei Lehrgängen/Meisterkursen werden die Teilnehmer/innen direkt informiert, sobald die Risikolage eine neue Planung ermöglicht.

7. Was ist mit meiner Sachkunde im Pflanzenschutz? 

Die Sachkundefortbildungsveranstaltungen im Pflanzenschutz der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein fallen bis zum 19. April 2020 aus. Alle angemeldeten Personen sind solange sachkundig, bis ein neuer Termin in Ihrer Region angeboten wird.

  • Im Herbst werden wieder Sachkundefortbildungen im Pflanzenschutz angeboten. Bitte melden Sie sich dann direkt neu für eine Fortbildung an. Die Termine werden unter www.lksh.de und im Bauernblatt bekannt gegeben.
  • Sollten Sie in den nächsten Monaten eine Kontrolle auf ihrem Hof haben, verweisen Sie darauf, dass Sie zur Fortbildung angemeldet waren und die Veranstaltung ausgefallen ist. Als Nachweis haben wir die Anmeldelisten hier im Hause. Kontakt: +49 4331 9453-311 oder ibauer@lksh.de