Corona: FAQs zur Aus- und Weiterbildung

Wichtige Fragen, die im Zuge der Corona-Pandemie im Bereich Aus- und Weiterbildung wiederholt auftreten, sind:

  1. Was ist mit den Zwischen- und Abschlussprüfungen?
  2. Welche Auswirkungen gibt es bei der überbetrieblichen Ausbildung?
  3. Was passiert bei Schließung der Berufsschule?
  4. Darf ein/e Auszubildende/r von der Ausbildung fernbleiben?
  5. Kann für Auszubildende Kurzarbeit angeordnet werden?
  6. Welche Seminare und Meisterkurstermine finden statt?
  7. Was ist mit meiner Sachkunde im Pflanzenschutz?

1. Was ist mit den Zwischen- und Abschlussprüfungen? 

Die Zwischen- und Abschlussprüfungen 2021 finden in den Agrarberufen Schleswig-Holsteins unter strikter Beachtung der Infektionsschutzvorschriften regulär statt.

Bitte beachten Sie auch die die aktuellen Hinweise auf den Internetseiten der einzelnen Agrarberufe hier auf www.lksh.de

Für die Prüfungsvorbereitung sei auf folgende Neuerung hingewiesen: Das zum 01. Januar 2020 novellierte Berufsbildungsgesetz (BBiG) bestimmt  in § 15 Abs. 1 Nr. 5, dass Auszubildende an dem Arbeitstag, der der schriftlichen Abschlussprüfung unmittelbar vorangeht, freizustellen sind. Für diesen Tag der Prüfungsvorbereitung muss kein Urlaub genommen werden. Sind für die schriftliche Abschlussprüfung mehrere Tage vorgesehen, bilden diese Tage aber eine Prüfungseinheit, dann besteht nur ein Anspruch auf die Freistellung an einem Tag.


2. Welche Auswirkungen gibt es bei der überbetrieblichen Ausbildung? 

Bei den Lehrgängen der Landwirtschaftskammer zur überbetrieblichen Ausbildung werden vorrangig Kurse mit Auszubildenden berücksichtigt, die im Schuljahr 2020/21 an einer Abschluss- oder Zwischenprüfung teilnehmen. Es gelten weitreichende Infektionsschutzvorschriften. Die Auszubildenden und Ausbildungsbetriebe werden über die Durchführung direkt informiert.



3. Wie wird der Berufsschulstoff bearbeitet? 

Die berufsbildenden Schulen können zur Ergänzung des Lernens in Distanz (digitaler Unterricht) Präsenzunterricht durchführen. Vorrangig sind dabei Schüler/innen zu berücksichtigen, die im Schuljahr 2020/21 an einer Abschluss- oder Zwischenprüfung teilnehmen. Es gelten weitreichende Infektionsschutzvorschriften. In Kreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen gelten Sonderregelungen. Die Schüler/innen werden durch die zuständige Berufsschule informiert.

4. Darf ein/e Auszubildende/r von der Ausbildung fernbleiben? 

Grundsätzlich darf ein Auszubildender die Arbeit nicht verweigern und muss zur Ausbildung erscheinen. Auf dem Weg zum Ausbildungsbetrieb sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten, falls z.B. die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erfolgt (Abstand, Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes). Sollte es im Ausbildungsbetrieb eine konkrete Gefährdung geben (z.B. Person mit bestätigter Corona-Infektion), hat der Arbeitgeber im Rahmen seiner Fürsorgeverpflichtungen zu handeln und u.U. den/die Auszubildende von der Arbeit freizustellen (siehe auch https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/) oder Ausbildungsinhalte im häuslichen Umfeld anzuordnen, z.B. Berichtsheftführung, Bearbeitung des Berufsschulstoffs, Aufgabenstellungen im Rahmen der betrieblichen Ausbildung.

5. Kann für Auszubildende Kurzarbeit angeordnet werden? 

Kurzarbeit ist in der Regel nicht auf Auszubildende ausweitbar. Sollte es in Ausnahmefällen erforderlich sein, so ist die Ausbildungsvergütung dennoch sechs Wochen lang in voller Höhe weiter zu zahlen. Erst nach diesen sechs Wochen kommt die Zahlung von Kurzarbeitergeld in Betracht. Auch während Kurzarbeit ist Ausbildung durchzuführen.

Informationen zum Kurzarbeitergeld können beim Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit: Tel. 0800 4 555520 (gebührenfrei) und unter dem folgenden Link abgerufen werden:
https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

6. Welche Seminare und Meisterkurstermine finden statt? 

Die Vorbereitungskurse auf eine Meisterprüfung oder Berufsabschlussprüfung finden überwiegend digital statt, zur Prüfungsvorbereitung können auch Präsenzangebote erfolgen. Die Teilnehmer/innen der Kurse werden direkt von der Landwirtschaftskammer informiert.

Weiterbildungsseminare können aktuell von der Landwirtschaftskammer nur als Online-Veranstaltung durchgeführt werden. Angemeldete Teilnehmer/innen werden über Veränderungen des Veranstaltungsablaufs/-termins direkt informiert. Bitte beachten Sie auch die aktuellen Informationen  im Agrarterminkalender: https://www.lksh.de/aktuelles/agrarterminkalender/

7. Was ist mit meiner Sachkunde im Pflanzenschutz? 

Die Sachkundefortbildungsveranstaltungen im Pflanzenschutz der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein finden eingeschränkt statt. Die Termine sind im Agrarterminkalender eingestellt: https://www.lksh.de/aktuelles/agrarterminkalender/
Der Sachkundenachweis behält in jedem Fall seine Gültigkeit.