Bundesprogramm Ausbildungsplätze sichern

Die Bundesregierung hat am 29. Juli 2020 ein neues Förderprogramm aufgelegt, mit dem ein Rückgang der Ausbildungsaktivitäten in stark von der Corona-Pandemie betroffenen klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) vermieden werden soll.

  • „Ausbildungsprämie“ (Erhalt des Ausbildungsniveaus)

Antragsberechtigt sind KMU, die durch die Corona-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. Davon ist auszugehen, wenn ein KMU in der ersten Hälfte 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat oder der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist.  Weitere Voraussetzung ist, dass die Zahl der für das neue Ausbildungsjahr abgeschlossenen Ausbildungsverträge auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten drei Jahre (2017 – 2019) gehalten wird.
Die Ausbildungsprämie wird für jede neu beginnende anerkannte Berufsausbildung gewährt, die frühestens ab dem 1. August 2020 beginnt. Die Ausbildungsprämie steht unter der Bedingung, dass das Ausbildungsverhältnis über die Probezeit hinaus fortbesteht. Die Ausbildungsprämie beträgt einmalig 2.000 Euro für jeden Ausbildungsvertrag. Sie wird nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit ausgezahlt.

  • Ausbildungsprämie plus“ (Erhöhung des Ausbildungsniveaus)

Bei erheblicher Betroffenheit durch die Corona-Krise (siehe oben) wird KMU, die eine höhere Anzahl von Ausbildungsverträgen abschließen als im Durchschnitt der letzten drei Jahre, die sog. Ausbildungsprämie plus gewährt. Sie beträgt 3.000 Euro für jeden zusätzlichen, die bisherige durchschnittliche Anzahl übersteigenden Ausbildungsvertrag. Die Prämie wird nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit ausgezahlt.

  • Zuschuss zur Ausbildungsvergütung (Vermeidung von Kurzarbeit)

Antragsberechtigt sind KMU, die ihre laufenden Ausbildungsaktivitäten trotz der Belastungen durch die Corona-Krise fortsetzen und Auszubildende sowie deren Ausbilder trotz erheblichem Arbeitsausfall nicht in Kurzarbeit bringen. Sie werden mit 75 Prozent der Ausbildungsvergütung für jeden Monat gefördert, in dem dies der Fall ist. Erforderlich ist ein Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent im gesamten Betrieb.

  • Übernahmeprämie

Übernimmt ein KMU Auszubildende aus einem KMU-Betrieb, der infolge der Corona-Krise insolvent ist, kann der aufnehmende Betrieb für diese Auszubildenden eine Übernahmeprämie erhalten. Die Prämie beträgt einmalig 3.000 Euro für jeden Auszubildenden und wird nach der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit gezahlt.

Der Antrag auf eine Prämie ist jeweils spätestens drei Monate nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit des jeweiligen Ausbildungsverhältnisses zu stellen.

KMU mit mehr als 249 Mitarbeiter können eine Förderung über das Wirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein erhalten, wenn sie einen zusätzlichen Ausbildungsplatz für Auszubildende schaffen, die ihren Ausbildungsplatz aufgrund der Insolvenz ihres bisherigen Ausbildungsbetriebes verloren haben. Die Höhe der Zuwendung beträgt einmalig 2.000 Euro pro Auszubildenden.

 

  • Ursula Wagener

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