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Sexuelle Diskriminierung, Belästigung und Gewalt im Agrarsektor - Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Masterarbeitsstudie und Erfahrungsberichte gesucht

Der Chef äußert anzügliche Kommentare, die Kollegin stellt intime Fragen, ein Azubildender zeigt oder schickt pornographische Bilder oder es kommt zu ungewollten Berührungen. In Deutschland erlebt laut einer aktuellen Studie jede elfte Person solche Formen sexueller Diskriminierung, Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz. Für die landwirtschaftliche Arbeitswelt ist hierüber kaum etwas bekannt.

Über sexuelle Belästigung von Frauen im Agrarbereich ist nur wenig bekannt. Foto: Pixabay

Die Situation im Agrarsektor möchte ich im Rahmen meiner Masterarbeit untersuchen. Ziel ist es, mit den Ergebnissen auf benötigten Handlungsbedarf hinzuweisen und somit zu einem Schutz vor sexuellen Grenzverletzungen an Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft beizutragen.

Dafür suche ich Menschen für die Teilnahme an einem Gruppeninterview und/oder Erfahrungsberichte:

1. Teilnehmer:innen für ein Gruppeninterview          

Gesucht werden Personen, die Arbeits- oder Ausbildungserfahrung auf einem landwirtschaftlichen Betrieb, im Gartenbau oder anderen Betriebsformen im Agrarsektor haben und Lust haben, in einer Gruppe (max. 5 Personen) über mögliche Rahmenbedingungen und Risikofaktoren von sexueller Diskriminierung, Belästigung und Gewalt zu diskutieren. Dafür müssen keine eigenen Erfahrungen vorliegen.

Für eine Teilnahme an dem Gruppeninterview melden Sie sich bitte so bald wie möglich.

2. Erfahrungsberichte über sexuelle Diskriminierung, Belästigung und Gewalt im Agrarsektor.

Der Aufruf richtet sich auch an Männer.

Um einen Überblick über Formen und Strukturen sexueller Diskriminierung, Belästigung und Gewalt im Agrarsektor zu erhalten, suche ich schriftliche (anonyme) Berichte von selbst gemachten oder bei anderen beobachteten Erfahrungen. Ob sexistische Witze, unerwünschte Annäherungsversuche oder andere, hier nicht erwähnte Formen – jeder Bericht ist von Interesse!

Die Berichte werden in höchstem Maße vertraulich behandelt und die Auswertung erfolgt so, dass keinerlei Rückschlüsse auf Personen oder Betriebe geschlossen werden können.

Erfahrungsberichte können bis zum 1. Mai 2021 oder gerne auch früher eingereicht werden.

Für Rückfragen bin ich per Mail erreichbar.

Katharina Varelmann

varelmann@student.uni-kassel.de